Christian Pöppelreiter


Christian Pöppelreiter
wurde 1941 in Dresden geboren. In Walter Felsensteins Inszenierung der Zauberflöte an der Komischen Oper Berlin wirkte er als Knabe mit. 1956 begann er ein Musikstudium – mit dem Hauptfach Bratsche und dem Nebenfach Gesang – und hospitierte bei Walter Felsensteins Inszenierungen. Nach seinem Studium war er als Solobratscher am Stadttheater Freiberg/Sachsen engagiert, und ab 1964 assistierte er als Regisseur am Deutschen Nationaltheater Weimar. Ein Jahr später ging er für drei Jahre als Assistenzregisseur an die Staatsoper Dresden, wo er schließlich von 1967 bis 1974 Regie führte. Eine Berufung als Chefregisseur an die Rostocker Oper folgte. 1979 bis 1983 betätigte er sich an verschiedenen deutschen und österreichischen Opernhäusern als Gastregisseur sowie im Engagement von 1983 bis 1990 an der Deutschen Staatsoper Berlin. Neben den circa 200 Inszenierungen, die auch bei Gastspielen in Polen, Luxemburg, Tschechien und Italien gezeigt wurden, lehrte er Dramaturgie und Regie an verschiedenen Hochschulen in Dresden, Leipzig, Berlin und Rostock. An der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz ist er Universitätsprofessor und Leiter des Instituts für Musiktheater.
Erstmals für die Vereinigten Bühnen arbeitete Christian Pöppelreiter 1981: Wölfli Szenen von Gösta Neuwirth. An der Grazer Oper folgten – von 1982 bis 1996 – Der Liebestrank, Pique Dame, Richard Wagners Das Liebesverbot, Benjamin Brittens Ein Sommernachtstraum, Der Ring des Nibelungen, Katja Kabanowa, Jenůfa, Die Ausflüge des Herrn Brouček, Die schöne Helena, Die Zauberflöte und zuletzt Der fliegende Holländer. Im Landhaushof inszenierte er Monteverdis L’Orfeo, im Schauspielhaus Hebbels Die Nibelungen. In der Saison 2005/06 ist an der Grazer Oper André Chénier in seiner Inszenierung zu sehen.