Laura Olivi


Dialogfassung, Text- und szenische Einrichtung

Laura Olivi stammt aus Reggio Emilia, lebt in München und arbeitet als Dramaturgin, Regisseurin und Librettistin. Als Dramaturgin arbeitete sie von 1987 bis 2000 an den Münchner Kammerspielen, seit 2001 am Residenztheater München. Sie unterrichtet seit 2002 Dramaturgie an der Theaterakademie August Everding. Im Hörverlag erschienen u Livelesungen als Hörbuch, bei denen sie für die Textfassung und die Regie verantwortlich zeichnete. Dazu zählen Homers „Odyssee“ (mit Thomas Holtzmann), Homers „Ilias“, Vergils „Aeneis“, Ovids „Metamorphosen“, Dantes „Göttliche Komödie“, Gottfried von Straßburgs „Tristan und Isolde“, Wolfram von Eschenbachs „Parzival“, Kleists „Novellen“ (alle mit Rolf Boysen) und Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ (mit Michael Maertens). Sie richtete zahlreiche szenische Lesungen ein, so 2006 an der Bayerischen Staatsoper die „Tagebücher von Robert und Clara Schumann“ (mit Juliane Köhler und Stephan Wilkening) und 2009 „Die Küste Utopias“ von Tom Stoppard (mit Sunnyi Melles, Peter Jordan, Daniel Kehlmann, Alexander Khuon) bei den Salzburger Festspielen; weiters Dantes „Göttliche Komödie“ – „Inferno“(2015), „Purgatorio“ (2016) und „Paradiso“ (2017) – bei der Ruhrtriennale.

2016 inszenierte sie in der Tonhalle Düsseldorf ihre Textfassung von Jean Sibelius „Der Sturm“, die im Juni 2021 an der Oper Graz aufgeführt wird.

Am Residenztheater München konzipierte und leitete sie das Theaterprojekt „Welt/Bühne“, eine Plattform für internationale junge Dramatik. Ihr Projekt am Residenztheater „Eine Göttliche Komödie Dante<>Pasolini“ (Inszenierung: Antonio Latella) wurde zum Berliner Theatertreffen 2020 eingeladen. Für „Impresario Dotcom“ von Lubica Čekovská verfasste sie das Opernlibretto, die Uraufführung inszenierte Elisabeth Stöppler 2020 im Festspielhaus der Bregenzer Festspiele.