Nadja Loschky


Nadja Loschky studierte Musiktheaterregie in Berlin. Parallel zu ihrem Studium assistierte sie Hans Neuenfels und erarbeitete erste eigene Inszenierungen im Bereich Kinder- und Jugendtheater an den Städtischen Bühnen Osnabrück und am Staatstheater Kassel. 2006 wurde ihre Interpretation von Frieds Monooper „Das Tagebuch der Anne Frank“ zum Theatertreffen der Jugend nach Berlin eingeladen. Im Anschluss an ihre praktische Diplomprüfung 2009 inszenierte Nadja Loschky weiterhin an den Städtischen Bühnen Osnabrück und am Staatstheater Kassel, außerdem debütierte sie an der Komischen Oper Berlin und am Theater Heidelberg. Es entstanden Interpretationen von Rossinis „Il barbiere di Seviglia“, Mozarts „Entführung aus dem Serail“, Brittens „A Midsummer Nights Dream“ und Christian Josts „Mikropolis“. In den folgenden Jahren arbeitete sie am Opernhaus Zürich, am Theater Luzern, am Theater Aachen und am Theater Bielefeld. Für ihre dortige Inszenierung von Puccinis „Madama Butterfly“ wurde sie 2015 mit dem Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet. Im selben Jahr brachte sie Christian Josts „Rote Laterne“ am Opernhaus Zürich zur Uraufführung. Weitere Arbeiten führten sie ans Oldenburgische Staatstheater und erneut nach Heidelberg, Luzern und Bielefeld. Für ihre 2016 entstandene Produktion „Death in Venice“ von Benjamin Britten am Theater Bielefeld erhielt sie im Jahresheft der Fachzeitschrift „Opernwelt“ eine Nominierung in der Kategorie ‚Beste Regie‘. Es folgten weitere Inszenierungen am Oldenburgischen Staatstheater, sowie am Barocktheater Schwetzingen. 2018 gab sie ihr Regiedebüt an der Oper Graz mit „Ariane et Barbe-Bleue“ von Paul Dukas und 2019 arbeitete sie erstmals an der Oper Köln, wo sie Dvořaks Märchenoper „Rusalka“ in Szene setzte. Ab der Spielzeit 2019/2020 übernimmt Nadja Loschky die künstlerische Leitung des Musiktheaters am Theater Bielefeld. An der Oper Graz inszeniert sie in der Saison 2020/21 Mieczysław Weinbergs „Die Passagierin“.