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05/23/2022 12:00am

Opern der Zukunft – Die Aufführung

Eine Stückeinführung zu den vier Opern der Zukunft „Zeit. Vergänglich“ von Christoph Zauner

Eine Stückeinführung zu den vier Opern der Zukunft „Zeit. Vergänglich“ von Christoph Zauner

 

„Morgen 6:58“
Das Erwachen des Stillstandes.

Eine Komödie Wir befinden uns in einem absurden Raum, der nur aus jeweils einer Matratze pro Person besteht. Eine überdimensionierte Matratze, die ihr Zimmer, ihre gesamte Welt darstellt. Alles, was sie benötigen, ist auf oder in dieser Matratze untergebracht. Kleidung, Bettzeug, Toiletteartikel, Fitnessgeräte oder auch die Küche. Diese sind jeweils einheitlich in einer Farbe gehalten (blau, türkis und grün). Sie tragen die gleiche Kleidung, unterscheiden einander aber in der Art, wie sie sie anhaben oder damit und mit sich selbst umgehen. Was ist echt, was ist ehrlich? Sind sie nur programmierte Androide, die versuchen menschliche Gefühle nachzuempfinden?

 

 

„The Patron Saint of Liars“
Die Erfindung der Lüge.

Eine Komödie Eine Geschichte zwischen Moderne und Tradition, zwischen dem getriebenen Sein durch die Behauptung der eigenen Wichtigkeit und dem Realisieren des objektiven Zustandes daran. Wenn man die eigene Lüge zu leben beginnt, wird man irgendwann von ihr gefressen.
In einem Raum mit einer Rückwand und einer Tür im Hintergrund, die nicht benutzt wird, schaffen wir durch sechs kleine Tische und Stühle nacheinander drei unterschiedliche Räume. Zunächst befinden wir uns in einer Art Arbeitssituation. Die Tische schauen alle in die gleiche Richtung, es gibt keine direkte Kommunikation zueinander. Jeder ist mit sich und seiner Arbeit beschäftigt. Dann beginnen die Damen und Herren des Ensembles umzubauen und erzeugen eine Art Gasthaus. Es ist legerer, weniger streng. Sie feiern und trinken. Am Schluss werden die Tische aneinandergereiht und mit einem großen Tischtuch belegt. Es entsteht ein letztes Abendmahl. Die Damen und Herren des Chores treten teilweise chorisch auf, schlüpfen aber immer wieder in kleinere oder größere Solorollen.

 

 

„Solus““
Die Suche nach dem Ich.

Eine (existentielle) Findung Eine weiße Fläche vor einer Wand mit einer offenen Tür. Wir wissen nicht, was draußen oder drinnen ist. Es gibt keine Requisiten, keine Anhaltspunkte an irgendetwas Vergangenes. Die drei Damen sind auf sich alleine gestellt. Jede kleinste Bewegung zählt, bekommt eine viel größere Bedeutung. Anfangs alleine, bekommen die Bewegungen, die Impulse, die sie setzen, eine immer größere Auswirkung auf die anderen. Es entsteht ein wechselseitiges Spiel, Abtasten, Annähern. Bis sie gänzlich zueinander finden. Es könnte ein Ausweg gefunden werden. Doch eine bleibt über. Eine kann den Schmerz nicht erfassen, nicht begreifen.

 

 

„Glücklich, die wissen, dass hinter allen Sprachen das Unsägliche steht oder La Celestina“
Ein Memorandum. Eine Videooper

In einem dunklen, fast schwarzem Raum treffen sich vier Personen im Gedenken an eine alte Bekannte: La Celestina. Sie sind umgeben von drei Plattformen, die jeweils einem Altar gleichen und einen Erinnerungsraum darstellen. Auf dem rechten ist eine alte Nähmaschine untergebracht, auf dem linken ein skurriler, selbstgebauter Altar, hinten eine schmucklose Tür, daneben ein Sessel und ein Tisch. Auf der Wand laufen Projektionen. Es sind sehr persönliche Momentaufnahmen einer alten, vereinsamten Frau. Einer Frau, die aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Die nicht mehr hier her passt. Die ihren Weg zu Ende gehen muss: La Celestina 

 

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05/21/2022 7:00am

Trauer um Richard Best

Der US-amerikanische Bassist Richard Best, der über Jahre in zahlreichen Partien auf der Grazer Opernbühne stand, u. a. als Basilio, Baron Ochs oder Osmin, ist am 17. Mai 87-jährig verstorben. Die Oper Graz drückt allen ihr tiefes Mitgefühl aus, die Richard Best als Künstler und Mensch verbunden waren.

Der US-amerikanische Bassist Richard Best, der über Jahre in zahlreichen Partien auf der Grazer Opernbühne stand, ist am 17. Mai 87-jährig verstorben. 

 

Geboren 1935 in Chicago, wurde Graz für Richard Best zur zweiten Heimat. Hier war er u. a. als Basilio („Il Barbiere di Siviglia“), Baron Ochs („Der Rosenkavalier“) oder Osmin („Die Entführung aus dem Serail“) zu erleben. Vor seinem Wechsel an die Oper Graz war er zwei Jahrzehnte lang Ensemblemitglied der Metropolitan Opera, wo er mit den Größen des internationalen Opernlebens – wie Schwarzkopf, Tebaldi, Pavarotti oder Domingo – auf der Bühne stand. Als erster Amerikaner sang er den Baron Ochs an der Met und in Dresden. Im Rahmen des American Institute of Musical Studies unterrichtete Richard Best auch rund 30 Jahre lang zahlreiche junge Sänger:innen. Die Oper Graz drückt allen ihr tiefes Mitgefühl aus, die Richard Best als Künstler und Mensch verbunden waren.

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05/21/2022 1:00am

Welche Bedeutung hat die Gattung Oper für die Zukunft?

Diese Frage stellte Dramaturg Bernd Krispin an die vier Jungkomponist:innen, deren Werke im Rahmen von „Zeit. Vergänglich“ am 24. Mai zur Uraufführung kommen. 

Diese Frage stellte Dramaturg Bernd Krispin an die vier Jungkomponist:innen, deren Werke im Rahmen von „Zeit. Vergänglich“ in Kooperation mit der Kunstuniversität Graz am 24. Mai zur Uraufführung kommen. Wie sehen die jungen Künstler:innen die Zukunft der Oper?

 

Welche Bedeutung hat die Gattung Oper für die Zukunft?

 

Jeeyoung Yoo, Komponistin von „Morgen 6:58“: Ich glaube, solange das Interesse an neuen Beziehungen zwischen Musik und Formen der Dramaturgie besteht, dann hat auch die Oper eine Zukunft.

 

Sinan Samanlı, Komponist von „The Patron Saint of Liars“: Ich glaube, das Hauptmaterial der Musik ist nicht der Klang, sondern vor allem die Kraft, die entsteht, wenn eine Gruppe von Menschen zusammenkommt und ihr Bewusstsein auf einer Bühne konzentriert. Nur in der Fülle dieser Kraft kann der Klang erklingen, und erst dann kommen die Noten und Rhythmen. Durch die Verbindung von Musik und Theater hat die Oper diesen ursprünglichen Aspekt unmittelbarer als andere Gattungen behandelt, weshalb sie für manche Menschen besonders faszinierend bleiben wird.

 

Ármin Cservenák, Komponist von „Solus“: Für mich ist die zeitgenössische Oper ein Raum, in dem alle verfügbaren künstlerischen Medien in den Dienst des Ausdrucks gestellt werden können. 

 

Joan Gómez Alemany, Komponist von „Glücklich, die wissen, dass hinter allen Sprachen das Unsägliche steht“: Die Oper der Zukunft sollte eigentlich selbstverständlich sein. Doch aufgrund der sozioökonomischen Gegebenheiten ist die Musik der Vergangenheit die Musik der Gegenwart. Ein altes Repertoire, das unablässig wiederholt wird und keinen Platz für zeitgenössische Schöpfung lässt. Erst in einer Utopie der Zukunft hat die Musik von heute ihren authentischen Platz, denn in der Gegenwart ist sie marginalisiert und existiert fast nicht.

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05/20/2022 2:56pm

Robert Meyer in „Der Ring an einem Abend“

Am 22. Mai wird Robert Meyer als Erzähler in Loriots Fassung von Richard Wagners Monumentalwerk auf der Bühne der Oper Graz stehen. 

Am 22. Mai wird Kammerschauspieler und Volksoperndirektor Robert Meyer als humorvoller Erzähler in Loriots Fassung von Richard Wagners Monumentalwerk auf der Bühne der Oper Graz stehen. Er übernimmt damit die Rolle Maria Happels, die aus gesundheitlichen Gründen leider nicht auftreten kann.

 

Mehr Informationen zu Robert Meyer finden Sie hier.

Mehr Informationen zu „Der Ring an einem Abend“ finden Sie hier.

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05/17/2022 11:06am

Klappe auf! Bling Bling

Glitzer, Glitzer, Glitzer! In der neuen Folge „Klappe auf!“ stattet Dramaturgin Marlene Hahn der Maske einen Besuch ab und lässt sich von Maskenbildnerin Steffi Klock zeigen, wie aus den Tänzer:innen der Oper Graz glitzernde Unterwasserwesen in Hans Werner Henzes Ballett „Undine“ werden.

Glitzer, Glitzer, Glitzer! In der neuen Folge „Klappe auf!“ stattet Dramaturgin Marlene Hahn der Maske einen Besuch ab und lässt sich von Maskenbildnerin Steffi Klock zeigen, wie aus den Tänzer:innen der Oper Graz glitzernde Unterwasserwesen in Hans Werner Henzes Ballett „Undine“ werden.

 

 

 

Undine

Ballett von Hans Werner Henze in der Choreographie von Beate Vollack

Vorstellungen bis 20. Mai 2022

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05/15/2022 12:06pm

Klappe auf! Verfluchte Bühne

Dramaturgin Marlene Hahn geht in der neuen Folge „Klappe auf!“ wieder den Geheimnissen hinter dem Bühnenzauber auf den Grund. Dieses Mal steht das Geisterwerk rund um den Fluch des „Fliegenden Holländers“ im Mittelpunkt. Die Bühne wird zerstört … und wächst von allein wieder nach? Sehen Sie selbst!

Dramaturgin Marlene Hahn geht in der neuen Folge „Klappe auf!“ wieder den Geheimnissen hinter dem Bühnenzauber auf den Grund. Dieses Mal steht das Geisterwerk rund um den Fluch des „Fliegenden Holländers“ im Mittelpunkt. Die Bühne wird zerstört … und wächst von allein wieder nach? Sehen Sie selbst!

 

 

 

Der fliegende Holländer

Oper von Richard Wagner

Vorstellungen bis 12. Jun 2022

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05/09/2022 3:55pm

Trailer zum „Fliegenden Holländer“

„Der fliegende Holländer“ ist in See gestochen: Im neuen Trailer führen Regisseurin Sandra Leupold und Chefdirigent Roland Kluttig in die Grazer Inszenierung und die Musik Richard Wagners ein. Film ab! 

Der „Fliegende Holländer“ ist in See gestochen: Im neuen Trailer führen Regisseurin Sandra Leupold und Chefdirigent Roland Kluttig in die Grazer Inszenierung und die Musik Richard Wagners ein. Film ab! 

Weitere Vorstellungstermine gibt es noch bis 12. Jun 2022!

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05/06/2022 12:00am

Appell für Frieden

Seit dem 24. Februar greift Russland die Ukraine militärisch an. Mit großer Sorge verfolgen wir diesen Krieg gegen einen souveränen demokratischen Staat in Europa.

Seit dem 24. Februar greift Russland die Ukraine militärisch an. Mit großer Sorge verfolgen wir diesen Krieg gegen einen souveränen demokratischen Staat in Europa. Wir sind der festen Überzeugung, dass militärische Gewalt kein Mittel sein kann, politische Konflikte zu lösen.

Unsere Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine sowie unseren ukrainischen Kolleginnen und Kollegen an der Oper Graz, die in großer Sorge um ihre Angehörigen und Freunde sind.

 

In dieser Situation ist es uns wichtig, musikalische Zeichen der Solidarität zu setzen:

 

Robert Stolz: „UNO-Marsch“

Der Grazer Komponist Robert Stolz schrieb in den 1960er Jahren den „UNO-Marsch“. Mit dieser Komposition wollte er etwas Neuartiges schaffen, „keinen bedrohlichen Kriegsmarsch, sondern einen mitreißenden ,Friedensmarsch‘, der all jenen den Rücken stärken sollte, deren höchstes Anliegen der Aufbau einer Welt ist, die auf Gerechtigkeit und gegenseitigem Verstehen statt auf Besitzgier und Gewalt basiert.“ Im Neujahrskonzert vom 1. Januar 2020 dirigierte Oksana Lyniv, selbst Ukrainerin und damals Chefdirigentin der Grazer Philharmoniker und der Oper Graz, dieses Stück. Möge diese Musik, festgehalten für eine Radioübertragung des ORF, auch heute wieder ein Appell für Frieden sein!

 

 

Mark-Anthony Turnage: „Testament“

„Ich habe beschlossen, eine Partitur zu komponieren, die sich auf die Themen Vertreibung und Konflikt und auf die spezielle politische Geschichte der Ukraine konzentriert – einem Land, das oftmals Unterdrückung durch Russland erlitten hat. Ich fand ein großartiges Gedicht von Serhij Schadan und begann nach anderen ukrainischen Texten zu suchen, die dieses Gedicht ergänzen könnten. Dann entdeckte ich Wassyl Stus, der in seinem Heimatland hochgeschätzt wird, was wiederum zurück zu Taras Schwetschenko und dessen gefeiertem Gedicht „Testament“ (das auch von Prokofjew vertont wurde) führte. Diese vier Texte umspannen die imperialistische-, die sowjetische und die moderne Ära in der Ukraine. Zur Ergänzung habe ich einige ukrainische Volkslieder eingesetzt.“ So der Komponist Mark-Anthony Turnage über „Testament“, das er auf Anregung des ukrainischen Dirigenten Kirill Karabits nach den 2014 stattgefundenen Gefechten in Donezk komponierte und das 2018 uraufgeführt wurde.

 

Die weltweit dritte und österreichische Erstaufführung fand am 21. September 2019 im Rahmen des Eröffnungskonzerts in der Oper Graz statt. Musikalisch geleitet wurde das Konzert von der Ukrainerin und damaligen Chefdirigentin der Oper Graz, Oksana Lyniv. Es singt Tetiana Miyus, ebenfalls Ukrainerin, erstellt wurde der Mitschnitt vom ORF Steiermark.

 

Kostenloser Besuch der Oper Graz für Geflüchtete

Der Kulturpass der Initiative Hunger auf Kunst und Kultur bietet kostenlose Teilnahme am kulturellen Leben für sozial benachteiligte Menschen. Inhaber:innen des Passes haben die Möglichkeit, Vorstellungen in der Oper Graz mit einem Gratisticket zu besuchen, erhältlich jeweils an der Abendkasse (nach Verfügbarkeit). Auch Geflüchtete aus der Ukraine können sich an verschiedenen Stellen in Graz und der Steiermark mit ihrem Vertriebenenausweis einen Kulturpass ausstellen lassen und somit Vorstellungen der Oper Graz kostenlos besuchen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter hungeraufkunstundkultur.at.

 

Wie kann jede:r Einzelne helfen?

Rasche humanitäre Hilfe vor Ort – etwa Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln, Hygieneartikeln oder Heizmaterial – sowie Hilfsmaßnahmen wie Information und Koordination leisten zahlreiche Hilfsorganisationen und Freiwillige, die Sie bereits mit einer kleinen Spende unterstützen können.

 

Ridna Domivka – Ukrainischer Kulturverein in Graz

ridnadomivka.at

„Seit Sommer 2020 gibt es in Graz den ukrainischen Kulturverein ‚Ridna domivka‘ (‚Wiege der Heimat‘), der sich um die Förderung des kulturellen ukrainisch-österreichischen Austausches bemüht. In diesen für die Ukrainer:innen schweren Zeiten versuchen wir, unsere Landsleute bestmöglich zu unterstützen und gemeinsam mit anderen vertrauensvollen Organisationen sowohl den Geflüchteten als auch den Ukrainer:innen vor Ort zu helfen: Wir kooperieren mit ‚Apotheker ohne Grenzen‘ und sorgen für Lieferungen lebenswichtiger Medikamente in den schwer zugänglichen Regionen. Mit Ihrer Hilfe und der Unterstützung der Stadt Graz richten wir gerade ein Vereinszentrum ein, in dem die Ukrainer:innen mitten in Graz die Möglichkeit bekommen werden ein Stückchen Heimat zu erleben. Ein Teil der Spenden geht an den ukrainischen Fonds ‚Stay alive‘ für die ukrainische Armee, die jetzt wie ein Schild die europäische Grenze schützt. Helfen wir gemeinsam der Ukraine!“

Galyna Skotnik, Obfrau des Vereins Ridna Domivka

 

Spendenkonto

Empfänger: Ukrainischer Kulturverein in Graz Ridna Domivka

IBAN: AT83 2011 1843 2114 7100

Zahlungsreferenz: Humanitäre Spende Ukraine

 

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten

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05/05/2022 1:01pm

Die Saison 2022/23 in der Oper Graz

Das ganze Programm der Saison 2022/23 im Überblick finden Sie hier!

Blättern Sie sich hier online durch das neue OpernSaisonal mit allen Informationen zu Premieren, Wiederaufnahmen, Konzerten, Rahmenprogramm und vielen Blicken hinter die Kulissen!

 
„Die kommende Saison wird nach sieben aufregenden Spielzeiten meine achte und letzte an der Oper Graz sein. Gemeinsam mit meinem Team habe ich zahlreiche Geschichten ausgewählt, die unser Publikum inspirieren, unterhalten und zum Nachdenken über sich selbst und unsere so komplexe Welt anregen mögen. Mit über 15 Premieren – darunter eine österreichische Erstaufführung – und 3 Wiederaufnahmen tauchen wir in die vielfältigen Welten von Oper, Operette, Musical und Ballett ein, neben einem spannenden Konzert- und Familienprogramm. Ich möchte mich schon jetzt für die wunderbare Zeit an diesem Haus bedanken und blicke mit großer Vorfreude auf die kommende Spielzeit!“
Intendantin Nora Schmid
 

Oper, Operette & Musical

Lorenzo Fioroni

Lorenzo Fioroni inszeniert Benjamin Brittens „War Requiem“


Die Eröffnungspremiere der Saison 2022/23 ist ein Musik gewordener Appell für Frieden: Benjamin Brittens „War Requiem“ entstand zur Einweihung der neu errichteten Kathedrale in Coventry, England, die 1940 im Bombenhagel durch die deutsche Luftwaffe zerstört worden war. Der Pazifist und Komponist schuf ein Werk für Symphonie- und Kammerorchester, Knabenchor, gemischten Chor, Sopran, Tenor und Bariton, das tief bewegt und die Traditionen der Totenmesse auf die Gedichte des Soldaten Wilfred Owen treffen lässt. In Szene setzen wird dieses packende Werk Lorenzo Fioroni, der in Graz bereits mit Bohuslav Martinůs „Die Griechische Passion“ erfolgreich war, Chefdirigent Roland Kluttig übernimmt am Pult der Grazer Philharmoniker die musikalische Leitung, Johannes Braun dirigiert das Kammerorchester.
 

Marjukka Tepponen als Cio-Cio-San in „Madama Butterfly“


Am 15. Oktober folgt mit Giacomo Puccinis „Madama Butterfly“ die Premiere eines der schönsten Opernklassiker, die in der Saison 2020/21 pandemiebedingt leider verschoben werden musste. Die tragische Geschichte der japanischen Geisha Cio-Cio-San, die über Jahre auf die Rückkehr ihres amerikanischen Geliebten, des Offiziers Pinkerton, wartet, berührt immer wieder aufs Neue. Regisseur Floris Visser – erstmals mit einer Arbeit in Graz zu erleben – bringt dieses Meisterwerk auf die Opernbühne und betrachtet in seiner Interpretation auch das Schicksal des gemeinsamen Kindes der Geisha und des Offiziers.
 

Tetiana Miyus (Marie) und Albert Memeti (Wenzel) in „Die verkaufte Braut“


„Die verkaufte Braut“ erblickt am 26. November 2022 endlich das Bühnenlicht. Die komische Oper führt schwungvoll und rasant durch die Liebeswirren und Heiratsgeschichten mitten in einem böhmischen Dorf. Marie (Tetiana Miyus/Sieglinde Feldhofer) soll den vermögenden Wenzel (Albert Memeti) heiraten, liebt jedoch Hans (Matthias Koziorowski/Mario Lerchenberger). Hans kann dem Heiratsvermittler seine Marie unter einer Bedingung abkaufen, die das Liebesglück verloren scheinen lässt –wendet sich doch noch alles zum Guten? Unter der Leitung Roland Kluttigs lassen die Grazer Philharmoniker das melodienreiche Werk Bedřich Smetanas erklingen, Adriana Altaras führt erstmals in Graz Regie.
 

Dionne Wudu wird als Liebesgöttin die Titelrolle im Musicalhit „Ein Hauch von Venus“ übernehmen


Im Musical des Jahres erobert eine Göttin die Grazer Opernbühne: „Ein Hauch von Venus“ von Kurt Weill erweckt die Liebesgöttin persönlich zum Leben, und sie verliebt sich prompt in ihren Erwecker Rodney Hatch. Mit Songs wie „Speak Low“, „I’m a Stranger Here Myself“ oder „Westwind“ wurde das Stück in den 1940ern zu Weills größtem Broadwayerfolg. In der Titelpartie kehrt Dionne Wudu an die Oper Graz zurück, die dem Publikum noch aus „Ragtime“ in guter Erinnerung ist. Premiere gefeiert wird am 17. Dezember 2022 als österreichische Erstaufführung.
 

Peter Lund inszeniert Jacques Offenbachs Operette „Die Großherzogin von Gerolstein“


Das Jahr 2023 beginnt aufregend und unterhaltsam mit der leichten Muse. In Jacques Offenbachs Operette „Die Großherzogin von Gerolstein“ wirbelt die adelige Diva gleich ein ganzes Soldatenheer auf und verschafft Hortense Schneider, der Muse des Komponisten, einen glanzvollen Auftritt mit viel Witz, Esprit und Charme, eingebettet in zündende Melodien. In der Doppelrolle als Großherzogin und Hortense Schneider werden alternierend die beiden Ensemblemitglieder Anna Brull und Mareike Jankowski in einer Inszenierung von Peter Lund zu erleben sein.
 

Regisseurin Anika Rutkofsky gewann mit ihrem Team den Ring Award 2021 und bringt „Katja Kabanova“ auf die Bühne


Ab 18. März wird die finnische Sopranistin Marjukka Tepponen, die bereits an der Metropolitan Opera in New York zu hören war, nach Cio-Cio-San in „Madama Butterfly“ auch die Titelheldin in „Katja Kabanova“ verkörpern. Komponist und Librettist Leoš Janáček erzählt in seiner Oper die tragische Geschichte einer Frau, die sich aus patriarchalen Normen zu befreien versucht und daran zugrunde geht. Janáčeks klanggewaltige musikalische Kontraste werden dabei von Chefdirigent Roland Kluttig und den Grazer Philharmonikern präzise realisiert. Für die Inszenierung verantwortlich zeichnet ein junges Regieteam um Anika Rutkofsky, das bereits die Jury des Ring Awards 2021 von sich überzeugen konnte.
 

Piotr Buszewski steht als Fadinard in Nino Rotas temporeicher Oper „Der Florentiner Hut“ auf der Bühne


Im Frühling steht die Premiere von „Der Florentiner Hut“ am 13. Mai 2023 auf dem Programm. Nino Rota, weltberühmt für seine Filmmusiken (etwa „Der Pate“ oder „La dolce vita“), schuf mit dieser Oper eine musikalische Farce nach einer französischen Boulevardkomödie. Inspiriert von Bellini, Rossini, Offenbach, Puccini oder Johann und Richard Strauss sowie seine eigene Filmmusik zitierend, komponierte Rota ein ganz besonderes Klangerlebnis. Auf humorvolle und temporeiche Art setzt Bernd Mottl den „Florentiner Hut“ in Szene, Daniele Squeo übernimmt die musikalische Leitung.
 
Mit Schumanns „Szenen aus Goethes ‚Faust‘“ erfüllt sich Chefdirigent Roland Kluttig im Juni 2023 einen Herzenswunsch. Das aufwändige Werk begeistert mit einer großen Zahl an Solist:innen, umfangreichem Chor und üppig besetztem Orchester. Als Faust wird Bariton Konstatin Krimmel zu Gast sein. Bereits im Februar kommt eine musikalische Besonderheit zur Aufführung: Olga Neuwirths Vertonung des Stummfilms „Die Stadt ohne Juden“ wird gemeinsam mit der Filmvorführung und einer Lesung mit Cornelius Obonya zu erleben sein. Abschließend sind auch in der Saison 2022/23 Nikolaus Habjan und Musicbanda Franui wieder zu Gast: Diesmal verstärkt durch Bariton Florian Boesch, am Programm steht Schuberts Liederzyklus „Die schöne Müllerin“.
 
In Kooperation mit der Kunstuniversität Graz präsentiert die Oper Graz in der kommenden Saison gleich zwei Mal einen „OpernKurzgenuss“: Mit Oscar Strasnoys „Geschichte“ steht eine A-Cappella-Operette am Programm der Studiobühne, Jean-Philippe Rameaus Ballett-Einakter „Pigmalion“ wird im Schaumbad, Freies Atelierhaus Graz, auf die Bühne gebracht. Beide Premieren finden im April 2023 statt.
 

Aurelia Florian kehrt in Verdis „Don Carlo“ zurück


Zum Wiedersehen und -hören kommen drei bereits bekannte und beliebte Produktionen zurück auf die Bühne der Oper Graz: Die beiden Verdi-Klassiker „La Traviata“ in der Inszenierung von Peter Konwitschny und „Don Carlo“ (Regie: Jetske Mijnssen) versprechen große italienische Oper. Für alle, die bisher noch nicht die Chance hatten, Ivan Oreščanin als Milchmann Tevje zu erleben, kehrt auch die Erfolgsproduktion des Broadway-Musicals „Anatevka“ noch einmal zurück auf den Spielplan.
 

Ballett

Jo Strømgren entwickelt das Ballett „Zum Sterben zu schön“


In der Saison 2022/23 präsentiert das Ballett der Oper Graz unter der Leitung von Ballettdirektorin Beate Vollack vier Neuproduktionen. Den Auftakt der Tanzsaison macht am 13. Oktober 2022 auf der Studiobühne Jo Strømgrens Ballett „Zum Sterben zu schön“ zu Musik von Franz Schubert, Robert Schumann, Frédéric Chopin und anderen. Ein Stück über den Tod im romantischen Zeitalter, das sich vor großen musikalischen Meistern verneigt und den Tod als Teil der Kunst und des Lebens begreift.
 

Ballettdirektorin Beate Vollack choreographiert „Carmen“ zu Musik von Georges Bizet u. a.


Auf der großen Bühne dreht sich nach „Undine“ auch in der Saison 2022/23 wieder alles um eine starke und herausragende Frauenfigur: Mit „Carmen“ entwickelt Beate Vollack einen temperamentvollen Ballettabend zu Musik von Georges Bizet u. a. Ihre Carmen (Lucia Horná) ist eine unabhängige Frau, die mit Hingabe liebt – erst José und dann Escamillo – und letztlich lieber stirbt, als sich gesellschaftlichen Normen anzupassen. Musikalisch ergänzt werden Bizets bekannte „Carmen“-Melodien durch die eine oder andere klangliche Überraschung, Premiere feiert die Ballettproduktion am 11. Februar 2023.
 

Sascha Pieper choreographiert „Der Tod und das Mädchen“


Der Tod steht auch im Zentrum des Doppelabends „Der Tod und das Mädchen“. In zwei Choreographien (Sascha Pieper und Beate Vollack) begegnet das Publikum zu Musik von Franz Schubert und einer Neukomposition von David Philip Hefti der Leichtigkeit und Lebenslust der Jugend und dem unbarmherzigen, raumgreifenden Gedanken des Todes. Zu sehen ab 24. Mai.
 
Abschließend betätigen sich die Mitglieder des Balletts der Oper Graz in „Short little greats“ auch als Choreograph:innen, wenn sie ihren Kolleg:innen tänzerische Miniaturen auf den Leib schreiben (Premiere: 14. Juni 2023, Studiobühne). Die Reihe „ABC des Tanzes“ gibt Interessierten wieder spannende Einblicke in den Ballettalltag.
 
Ballettdirektorin Beate Vollack: „In der kommenden Saison bietet das Ballett der Oper Graz nicht nur die aufregend freie Welt von ‚Carmen‘, sondern entführt auch in melancholisch, dramatische Tiefen vom ‚Tod und das Mädchen‘ bis hin zur Zukunft des Tanzes, wenn unsere Tänzer:innen ihre Kreativität in ‚Short little greats‘ unter Beweis stellen. Aber über allem steht der Titel unserer Auftaktproduktion, denn das Ballett ist im wahrsten Sinne dieser Produktion ‚Zum Sterben zu schön‘.“
 

Konzert

Chefdirigent Roland Kluttig präsentiert ein umfangreiches Programm mit den Grazer Philharmonikern


Nach der beliebten Bühnenshow (3. September) eröffnen die Grazer Philharmoniker unter der Leitung von Roland Kluttig mit dem traditionellen Eröffnungskonzert die neue Saison. Einen Ausblick auf die Spielzeit geben dabei Werke von Benjamin Britten, Richard Strauss, Martin Smolka und Leoš Janáček. Rund um den Jahreswechsel wird es erst besinnlich mit dem „Advent in der Oper“ Anfang Dezember, um zum Neujahrskonzert musikalisch den vier Elementen zu huldigen – mit Musik von Maurice Ravel, Jacques Offenbach, Jean-Féry Rebel, Henry Purcell u. a. Am 3. Juni steht Gustav Mahlers monumentale „Symphonie Nr. 3 in d-Moll“ am Programm, unterstützt werden die Grazer Philharmoniker dabei von Ensemblemitglied Mareike Jankowski sowie vom Damenchor und der Singschul‘ der Oper Graz. Das große Abschlusskonzert der Saison 2022/23 ist diesmal auch ein Abschied: Unter dem Titel „Sag’ beim Abschied leise Servus“ erwartet das Publikum ein reiches musikalisches Fest zum Abschluss der achtjährigen Intendanz von Nora Schmid. Zehn Kammerkonzerte sowie drei Termine des „Musikalischen Aperitifs“ mit Chefdirigent Roland Kluttig komplettieren das Konzertprogramm in der Oper Graz.
 
Chefdirigent Roland Kluttig: „Die nächste Saison an der Oper Graz hält für mich persönlich Werke der von mir am meisten geliebten Komponisten bereit: Mahler, Schumann und Janáček. Mahlers 3. Symphonie ist eine Art instrumentaler Oper, Schumanns ‚Faust–Szenen‘ eine einzigartige Zwischenform aus Oratorium, Liederzyklus und Oper und Janáčeks ‚Katja Kabanova‘ eine der ergreifendsten Opern des 20. Jahrhunderts. Außerdem wird die schon fertig geprobte und durch Corona verschobene Produktion der ‚Verkauften Braut‘ ihre Premiere erleben, ebenso wie ‚Madama Butterfly‘ die jetzt von meinem großartigen Kollegen Gábor Káli geleitet werden wird. Mit einer Wiederaufnahme von Verdis ‚Don Carlo‘ darf ich meinen Lieblings-Verdi mit den großartigen Grazer Philharmonikern leiten. Mit einem Werk des tschechischen Komponisten Martin Smolka im Eröffnungskonzert und einem verschobenen musikpädagogischen Großprojekt zu einem Werk des Engländers Richard Ayres sind auch wieder Zeitgenossen im Programm der Oper Graz präsent. Das bestimmende Thema unserer ganz aktuellen Zeit ist der furchtbare Krieg in der Ukraine und somit wird die schon lang geplante szenische Produktion von Brittens ‚War Requiem‘ wohl zu einer direkten Auseinandersetzung damit werden.“
 

Kinder & Jugend

Das Kinder- und Jugendprogramm bietet in der Saison 2022/23 gleich zwei Koproduktionen mit dem Next Liberty: Am 13. November feiert das Familienmusical „Frau Holle“ von Sebastian Brand und Florian Stanek Premiere in der Oper. Die Uraufführung für alle ab 6 Jahren macht aus dem Märchenklassiker ein mitreißend-unterhaltsames Musical für die ganze Familie mit Sinn für globale (Herz-)Erwärmung. Ab dem 3. März 2023 erwartet das junge Publikum dann mit „Cinderella“ eine Kinderoper von Peter Maxwell Davies auf der Bühne des Next Liberty. Cinderella trifft in der modernen Fassung des Märchens auf ihren Prince Charming, inszeniert von Michael Schilhan. Zum Einsatz kommen dabei auch die jungen Sänger:innen der Singschul‘. Vier Schul- und Familienkonzerte für Kinder zwischen 6 und 11 Jahren erzählen Musikgeschichten von „Der Karneval der Tiere“ bis „Bobli und das silberne Flügelhorn“ (nach „In the Alps“ von Richard Ayres). Drei Sitzkissenkonzerte bieten interaktives Musikerleben für 3- bis 6-Jährige.
 
Zusätzlich enthält das Programm von OperAktiv! Workshops und Musikerlebnisse für alle Altersklassen: In „Spielplatz Musik“ wird gesungen, getanzt und musiziert für die Kleinsten ab 2 Jahren. In der aufregenden Theaternacht „Und wenn das Licht ausgeht …“ lässt sich das Opernhaus aus ungewöhnlichen Blickwinkeln entdecken. „Elternzeit.Kinderzeit“ lässt Kinder ab 5 Jahren Musiktheater spielerisch erleben, während die Eltern entspannt die Vorstellung genießen können.
 
Student:innen kommen im Rahmen des „Nachklangs“ nicht nur in den Genuss von Vorstellungen zum Sonderpreis, sondern haben in Gesprächen mit Mitwirkenden auch die Möglichkeit, tiefer in eine Produktion einzutauchen. In der OPERation Musiktheaterclub kann das Publikum die Seiten wechseln und selbst ein Stück erarbeiten. Individuelle Workshopformate und Führungen vom Kindergarten bis zur Oberstufe und darüber hinaus machen Oper schließlich auch hautnah erlebbar.
 
In der Saison 2022/23 wird die seit 1899 bestehende erfolgreiche Partnerschaft mit der Steiermärkischen Sparkasse ihre Fortführung finden. Bei der Programmpräsentation für die Opernsaison 2022/23 wünschte Georg Bucher, Mitglied des Vorstandes, eine inspirierende Saison. „Die Oper Graz hat zu jeder Zeit alles darangesetzt, ein sicheres reales oder – falls nötig – digitales Opernerlebnis zu ermöglichen. Dadurch haben die Künstler:innen und alle Beteiligten einmal mehr gezeigt, dass kulturelle Kraft und Leidenschaft stärker sind als dritte, vierte oder fünfte Wellen eines heimtückischen Virus. Dieses leidenschaftliche Engagement, dieser Kampfgeist machen Mut und geben Hoffnung für die kommende Opernsaison, die uns – allen Widrigkeiten zum Trotz – begeistern will und wird. Im Namen der Steiermärkischen Sparkasse wünsche ich eine hervorragende Opernsaison und nur das Beste für die kommende Zeit. Bleiben Sie kulturbegeistert und hoffnungsfroh“, so Georg Bucher, Vorstandsmitglied der Steiermärkische Bank und Sparkassen AG.
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05/02/2022 11:00am

Orchester für alle

Am 17. Juni sind im Rahmen des österreichweiten Aktionstags „Orchester für alle“ Schlagwerker:innen der Grazer Philharmoniker im Musikpavillon im Grazer Stadtpark zu erleben und laden dabei zum Austausch ein!

Am 17. Juni sind im Rahmen des österreichweiten Aktionstags „Orchester für alle“ Schlagwerker:innen der Grazer Philharmoniker im Musikpavillon im Grazer Stadtpark zu erleben und laden dabei zum Austausch ein!

 

Die Tuba fährt Straßenbahn, der Kontrabass U-Bahn und das Fagott flaniert am Hauptbahnhof… Nach zwei Jahren Pause findet am 17. Juni 2022 wieder der Aktionstag Orchester für alle in ganz Österreich statt. Mitglieder der Berufsorchester im ganzen Land verlassen an diesem Tag ihre angestammten Konzertsäle, Theater und Opernhäuser und spielen im öffentlichen Raum. Die Schlagwerker:innen der Grazer Philharmoniker Karin Meissl, Dominik Palla, Sebastian Riener und Simon Steidl sind dabei von 14 bis 16 Uhr im Musikpavillon im Grazer Stadtpark zu erleben.

 

Zum dritten Mal findet am 17. Juni 2022 der Aktionstag Orchester für alle statt. Neben Musiker:innen der Grazer Philharmoniker nehmen auch Mitglieder der Wiener Philharmoniker, Wiener Symphoniker, des RSO Wien, des Orchesters der Volksoper Wien und der Vereinigten Bühnen Wien, des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich, des Bruckner Orchesters Linz, des Mozarteumorchesters Salzburg, des Symphonieorchesters Innsbruck, des Symphonieorchesters Vorarlberg, des Kärntner Sinfonieorchesters teil und verlassen ihre Säle und Häuser, spielen an öffentlichen Plätzen und laden zum musikalischen Austausch ein. Mitten im geschäftigen Alltag an frequentierten Plätzen einen Lauschmoment erleben, mit Musiker:innen ins Gespräch kommen oder ein Ensemble dirigieren – das alles gibt es beim Orchestertag 2022.

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05/01/2022 9:47am

15 Stunden an einem Abend 

Am 5. und 22. Mai ist „Der Ring an einem Abend“ in der funkelnden Textfassung Loriots auf der Bühne der Oper Graz zu erleben! Der deutsche Humorist hat geschafft, Richard Wagners Monumentalwerk auf einen Abend zu komprimieren und stellt fest, „Die Täter im gewaltigsten Drama der Musikgeschichte sind eigentlich ganz nette Leute.“ 

Am 5. und 22. Mai ist „Der Ring an einem Abend“ in der funkelnden Textfassung Loriots auf der Bühne der Oper Graz zu erleben! Der deutsche Humorist hat geschafft, Richard Wagners Monumentalwerk auf einen Abend zu komprimieren und stellt fest, „Die Täter im gewaltigsten Drama der Musikgeschichte sind eigentlich ganz nette Leute.“

 

LORIOT, Der Ring an einem Abend 

aus LORIOT, Sehr verehrte Damen und Herren … © 1993 Diogenes Verlag AG Zürich 

 

„‚Der Ring des Nibelungen‘ an einem Abend … 15 Stunden Musik also. Eine solche Veranstaltung verlangt eine eiserne Konstitution. Wir bewundern Ihre Entschlossenheit!

 

Aber so groß ist das Abenteuer nun doch nicht. Leider hören Sie Wagners Werk um etwa 12 Stunden gekürzt. Ein schmerzhafter, wenn nicht unverantwortlicher Eingriff, der nur mit den Zielen dieses Abends zu entschuldigen ist: Bei den Freunden Wagners die Sehnsucht nach dem Ganzen wachzurütteln, und seinen Gegnern Gelegenheit zu geben, ihre bisher haltlosen Vorurteile endlich überzeugend begründen zu können.

 

Die Täter im gewaltigsten Drama der Musikgeschichte sind eigentlich ganz nette Leute. Nur eine gemeinsame Leidenschaft wird ihnen zum Verhängnis: Sie wollen mehr besitzen, als sie sich leisten können, mehr Macht, als ihnen zusteht. In blindem, lieblosem Gewinnstreben vernichten sie sich selbst und ihre Welt.

 

Zum Glück gibt es ja dergleichen nur auf der Opernbühne.“

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