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24.01.2022

„Sehr emotionale Momente!“

Ensemblemitglied Markus Butter beantwortet Dramaturgin Marlene Hahn 5 Fragen zu seiner Rolle in der Oper „Morgen und Abend“. Wer ist dieser Johannes, den er verkörpert?

Ensemblemitglied Markus Butter beantwortet Dramaturgin Marlene Hahn 5 Fragen zu seiner Rolle in der Oper „Morgen und Abend“. Wer ist dieser Johannes, den er verkörpert? Zur österreichischen Erstaufführung kommt das Werk von Georg Friedrich Haas am 12. Februar 2022 in der Oper Graz.

 

Wer ist Johannes?

Sohn eines Fischers und selbst Fischer, Neugeborener und Sterbender. Ein Mann am Beginn und am Ende seines Lebens.

 

Warum ein Fischer?

Das wurde schon von Vater Olai so vorbestimmt. Fischer aus Tradition sozusagen.

 

Wie viel Johannes steckt in Markus Butter? Gibt es Momente, Eigenschaften, die du mit der Rolle teilst?

Momente des Verlustes, der Angst, der Trauer aber auch der Hoffnung und des Glücks kann ich mit Johannes teilen. Auch in das Erleben von Schwäche und Verletzlichkeit kann ich mich hineinversetzen. Wie sich allerdings das eigene Sterben anfühlt, kann ich nicht einmal vage erahnen.

 

In was für einer Atmosphäre, in welchen Räumen begegnen wir deiner Figur?

Die Atmosphäre stellt sich vor allem durch die Musik und das Bühnenbild her. Die Musik lässt Raum und Zeit ungewohnt erfahren, irgendwie bodenlos, grenzenlos, wie in anderen Sphären. Der Raum, in dem wir spielen, fühlt sich erdig an, irdisch vielmehr und gleichzeitig wirkt er ungreifbar und transzendent.

 

Was löst dieses Werk, die Musik, die aktuelle Probenarbeit in dir aus?

Ich erlebe sehr emotionale Momente, die ich in dieser Intensität beim Einstudieren der Partie nicht erwartet hätte. Die Musik ist trotz ihrer Komplexität sehr direkt erfahrbar. Ich freue mich darauf, diese Erfahrungen mit dem Publikum zu teilen.

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19.01.2022

„Rotkäppchen“ geht in die Verlängerung

Aufgrund großer Nachfrage gibt es drei Zusatztermine für das märchenhafte Familienballett auf der Studiobühne: Am 12., 13. und 20. Februar tanzt Rotkäppchen noch einmal durch den Wald.

Trotz der aktuellen Einschränkungen für Veranstaltungen erfreut sich „Rotkäppchen“ als Ballettproduktion für die ganze Familie großer Beliebtheit. Drei Zusatzvorstellungen im Februar (12., 13. und 20.) ermöglichen es allen, die bisher noch keine Gelegenheit dazu hatten, mit Sascha Piepers Version des berühmten Stoffs eine märchenhafte Zeit auf der Studiobühne der Oper Graz zu verbringen. Als Rotkäppchen wird Isabel Edwards tanzend den Wald erforschen.

 

Achtung: Für den Besuch von Vorstellungen auf der Studiobühne gilt aktuell die 2G-Regel. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Zusatzvorstellungen am
Sa, 12. Feb, 16 Uhr
So, 13. Feb, 11 Uhr
So, 20. Feb, 11 Uhr

Weitere Informationen und Tickets

 

Trailer zu „Rotkäppchen“

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18.01.2022

Die Oper Graz trauert um Nikša Bareza

Die Oper Graz und die Grazer Philharmoniker trauern um ihren ehemaligen Chefdirigenten Nikša Bareza, der am 17. Jänner 2022 im Alter von 85 Jahren verstorben ist.

Die Oper Graz und die Grazer Philharmoniker trauern um ihren ehemaligen Chefdirigenten Nikša Bareza, der am 17. Jänner 2022 im Alter von 85 Jahren verstorben ist.

 

Nikša Bareza kam am 31. März 1936 in Split zur Welt und hat seine Studien u. a. bei Milan Sachs und Hermann Scherchen in Zagreb und Salzburg absolviert. Er war von 1965 bis 1974 Chefdirigent am Kroatischen Nationaltheater Zagreb, und wirkte in den siebziger Jahren als Gastdirigent am Kirow-Theater in St. Petersburg, am Bolschoi-Theater in Moskau und am Opernhaus Zürich.

 

Sein Debut an der Oper Graz gab er am 28. September 1975 mit einer Neuproduktion von Alexander Borodins „Fürst Igor“. In Graz folgten „Eugen Onegin“, „Turandot“ und Antonín Dvořáks „Der Jakobiner“, und von 1981 bis 1990 bekleidete er die Position des Chefdirigenten des Grazer Philharmonischen Orchesters und der Grazer Oper. Hier reichte die stilistische Bandbreite der von ihm einstudierten Neuproduktionen von Monteverdi („L’Orfeo“ im Landhaushof) und Johann Joseph Fux („Angelica vincitrice di Alcina“ im Jänner 1985 anlässlich der Wiederöffnung der Grazer Oper) über Mozart (u. a. „Die Hochzeit des Figaro“, „Idomeneo“) hin zu Donizettis „Viva la Mamma“, umfasst Verdi („I Lombardi alla prima crociata“, „Simon Boccanegra“, „Rigoletto“, „La forza del destino“, „Don Carlo“) und Puccini („Manon Lescaut“) ebenso wie Boitos „Mefistofele“, Brittens „Ein Sommernachtstraum“, Mussorgskis „Boris Godunow“, Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“, Strauss’ „Arabella“ und Tschaikowskis „Pique Dame“. Als Wagner-Dirigent hat er in Graz Christian Pöppelreiters Inszenierungen von „Das Liebesverbot“ und „Der Ring des Nibelungen“ geleitet; diese Aufführungen wurden auch vom ORF gesendet. Später hat er als Gast 1992 eine Neuproduktion von Leoš Janáčeks „Katja Kabanowa“ dirigiert.

 

Nach seiner Grazer Tätigkeit wirkte er u. a. als Generalmusikdirektor der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und der Oper Chemnitz (2001 bis 2007). Seine internationalen Verpflichtungen führten ihn mit rund achtzig Vorstellungen an die Wiener Staatsoper, nach Italien (u. a. Teatro Bellini in Catania, Teatro alla Scala in Mailand, Teatro Massimo in Palermo, Teatro Verdi in Triest), Deutschland (u. a. Bayerische Staatsoper München, Hamburgische Staatsoper, Deutsche Staatsoper Unter den Linden), nach Oslo, Mexiko und zuletzt mit „Nikola Subić-Zrinjski“ von Ivan Zajc ans Kroatische Nationaltheater Zagreb.

 

 

„Das Rheingold“ (Richard Wagner) in der Inszenierung von Christian Pöppelreiter unter der musikalischen Leitung von Nikša Bareza, aufgenommen 1990 in der Oper Graz.

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14.01.2022

Zwei Fiedler auf dem Dach 

Es kommt nicht oft vor, dass Musiker:innen Teil der Szene sind. Alexander Stock und Roman Rovenkov verraten im Interview, wie es sich anfühlt, in „Anatevka“ gemeinsam mit den Sänger:innen auf der Bühne zu stehen. 

Mit Alexander Stock und Roman Rovenkov gibt es in der Wiederaufnahme des Musicals „Anatevka“ ab dem 15. Jänner gar zwei Geiger, die im Wechselspiel auf dem Dach fiedeln. Produktionsdramaturg Bernd Krispin hat sie getrennt voneinander befragt. 

 

Der englische Originaltitel des Musicals „Anatevka“ lautet „Fiddler on the Roof“ – also „Der Fiedler auf dem Dach“. Wie fühlt’s sich an, die Titelpartie zu sein? 

Alexander Stock  Klarerweise ungewohnt, wir Musiker sind selten darstellerisch auf der Bühne anzutreffen. Mir gefällt aber der Perspektivenwechsel raus aus dem Graben.

Roman Rovenkov  Es ist wirklich ungewöhnlich und auch sehr interessant für einen Orchestermusiker, beinahe die Hauptpartie zu spielen. Normalerweise sitzen die Musiker ganz unten im Orchestergraben, aber bei dieser wunderbaren Inszenierung stehe ich plötzlich auf dem großen Koffer ganz in der Höhe – und zwar die ganze Vorstellung. Das ist eine besondere Erfahrung für mich!

 

Der Fiedler sieht einfach alles. Gibt es einen Moment oder gar mehrere Szenen, an denen Sie den Figuren zur Hilfe kommen wollen? 

Alexander Stock  Ergreifend ist, wenn Tevje seinen Töchtern nachweint, da kann ich ja mit meiner Geige etwas Trost spenden. 

Roman Rovenkov  Zwar kann ich nicht zur Hilfe kommen, aber zumindest mitfühlen kann ich die Szene, in der Tevje seine Tochter Hodel zu Perchik nach Sibirien gehen lassen muss. Das ist für mich vielleicht der tragischste Moment. 

 

Hätten Sie außerhalb der Aufführung auch gerne einen Fiedler auf dem Dach? 

Alexander Stock  Für mich ist der Geiger am Dach ein Synonym für Individualität, das Überwinden eigener Grenzen, einer, der die Welt etwas anders sieht – auf gewisse Weise mein Idol. 

Roman Rovenkov  Im meinem Wohnhaus ist mein Übezimmer direkt über dem Haupteingang. So hört jeder, der unser Haus betritt, sofort die Geige. Auch wenn ich im ersten Stock wohne, bin ich irgendwie auch ein „Fiddler on the Roof“. 

 

 

Mehr dazu, wie der Fiedler in „Anatevka“ aufs Dach kommt, erfahren Sie in unserer Backstage-Serie „Klappe auf!“:

 

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11.01.2022

„Wenn ich einmal reich wär’“

Im Trailer zum Erfolgsmusical „Anatevka“ erzählt Regisseur Christian Thausing wie das Schtetl Anatevka auf die Grazer Opernbühne kommt und ein turbulentes Wimmelbild rund um den Milchmann Tevje und seine heirats(un)willigen Töchter zeichnet.

Im Trailer zum Erfolgsmusical „Anatevka“ erzählt Regisseur Christian Thausing wie das Schtetl Anatevka auf die Grazer Opernbühne kommt und ein turbulentes Wimmelbild rund um den Milchmann Tevje und seine heirats(un)willigen Töchter zeichnet.

 

Wiederaufnahme der beliebten Produktion aus der Saison 2020/21 ist am 15. Jänner 2022 um 19 Uhr.

Weitere Vorstellungen gibt es bis 16. März 2022.

 

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08.01.2022

Wieder haben Dramaturgin Marlene Hahn und Christian Thausing (an der Kamera) einen Blick hinter die Kulissen einer Produktion geworfen: diesmal „Die Perlenfischer“

Im Interview mit Arthur Haas,  Lehrer der Ballettschule der Oper Graz und Probenleiter, geht es im Besonderen um den Einsatz „seiner“ Schülerinnen in einer großen Bühnenproduktion wie Georges Bizets Oper „Die Perlenfischer“

 

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07.01.2022

Achtung: neue Beginnzeiten im Jänner und Februar! 

Aufgrund der geltenden Sperrstunde um 22 Uhr werden einige Vorstellungen in der Oper Graz auch im Februar ein wenig früher beginnen!

Bitte beachten Sie die geltende 2G-plus-Regelung!
Im gesamten Haus ist eine FFP2-Maske zu tragen!

 

 

„Schwanda, der Dudelsackpfeifer“ beginnt am 2. & 5. Feb um 19 Uhr.

 

Die Vorstellung von „Clivia“  am 28.  Jan beginnt um 18.30 Uhr.

 

Vorstellungen von „Anatevka“ am 4., 18. und 19. Feb beginnen bereits 19 Uhr

 

 Alle Vorstellungen „Die Perlenfischer“ bleiben die Beginnzeiten wie geplant.

 

Auch die Vorstellungen von „Rotkäppchen“ und „Der Wolf“ auf der Studiobühne beginnen zu den bereits bekannten Zeiten. 
Das „Rotkäppchen“ wird überdies im Februar noch in drei Zusatzvorstellungen zu sehen sein: am 12. (um 16 Uhr) und am 13. & 20. (jeweils um 11 Uhr)!

Auf der Studiobühne übrigens, ist die 2G-Regelung gültig, man benötigt also keinen zusätzlichen PCR-Test.

 

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04.01.2022

Eine Großmutter aus dem Märchenbuch

Florian Stohr nimmt bei „Rotkäppchen“ eine ganz besondere Rolle ein. In einem Gespräch mit Stückdramaturgin Lisa-Christina Fellner gibt er einzelne Einblicke und Hinweise auf seine Aufgabe im Stück, die Vorbereitung auf seine körperliche Verwandlung und seinen persönlichen Bezug zu Märchen.

Florian Stohr nimmt bei „Rotkäppchen“ eine ganz besondere Rolle ein. In einem Gespräch mit Stückdramaturgin Lisa-Christina Fellner gibt er einzelne Einblicke und Hinweise auf seine Aufgabe im Stück, die Vorbereitung auf seine körperliche Verwandlung und seinen persönlichen Bezug zu Märchen.

 

Lieber Florian, bei Rotkäppchen nimmst du ja eine ganz besondere Rolle ein, wie erkennen wir dich auf der Bühne?

Ein Traum in Blau, mal hier, mal da. Ab und zu auf der Suche nach dem berühmten roten Faden, mit einer Vorliebe für Obstkuchen.

 

Wie hast du dich auf die Rolle vorbereitet?

Märchen gelesen, Text gelernt, Fatsuit angezogen und in Zusammenarbeit mit der Ballettdirektorin Beate Vollack an einer speziellen Körperlichkeit und dem Text gearbeitet. Nach einigen Versuchen in verschiedene Richtungen haben wir uns für eine durchaus fidele Interpretation entschieden.

 

Was sind die Herausforderungen, denen du in deiner Rolle begegnest, man sieht dich ja nicht nur erzählend….

 Tja…. Karte kaufen, Sitzplatz einnehmen und sich überraschen lassen… 

 

Rotkäppchen – ein Märchen, das in jedem Märchenbuch zu finden ist und jedem Kind mal vorgelesen wird, Dir auch?

Rotkäppchen ist natürlich der Klassiker unter den Märchen. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, erinnere ich mich aber an erster Stelle an „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew – die Schallplatte lief bei meinen Großeltern hoch und runter. 

 

Wenn wir Rotkäppchen heute treffen würden, wie würde sie sein?

Ich glaube, Rotkäppchen wäre ein modernes, aufgewecktes, selbstbewusstes junges Mädchen – eher eine Pipi als eine Annika – die aufgrund ihrer kindlichen Naivität die konservative Erziehung ihrer Mutter in Frage stellt und sie nicht blind befolgt.

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