Content

29.06.2020

Mit „Aria“ in die Sommerpause 

Wenngleich mittlerweile die Kinos wieder spielen dürfen, geht doch die Oper Graz auf Sommerpause. Um die nächsten Wochen nicht völlig opernlos verbringen zu müssen, empfiehlt Dramaturg Bernd Krispin den Film „Aria“. 

Wenngleich mittlerweile die Kinos wieder spielen dürfen, geht doch die Oper Graz auf Sommerpause. Um die nächsten Wochen nicht völlig opernlos verbringen zu müssen, hat unser Dramaturg Bernd Krispin für die heutige, letzte Ausgabe des Opernkinomontags einen Film ausgewählt, der ausschließlich die Gattung Oper zum Inhalt hat: „Aria“, ein britischer Episodenfilm aus dem Jahre 1987.

Zehn verschiedene Regisseure – darunter Größen wie Robert Altman, Jean-Luc Godard, Derek Jarman und Ken Russell – präsentieren Opernausschnitte vom Barock („Armide“ von Jean-Baptiste Lully und „Les Boréades“ von Jean-Philippe Rameau) über Giuseppe Verdi („Rigoletto“, „Un ballo in maschera“ und „La forza del destino“), Leoncavallos „Pagliacci“ und Puccinis „Turandot“ bis hin zu Richard Wagners „Tristan und Isolde“ und Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“. Aus letzterer präsentiert Bruce Beresford mit dem Duett „Glück, das mir verblieb“ die vielleicht konventionellste Umsetzung der Vorlage, und ähnlich nah an der ursprünglichen Handlung ist Nicolas Roeg in seiner Deutung von „Un ballo in maschera“, in welcher der König von Albanien eine außereheliche Liaison (übrigens mit der jungen Theresa Russell) pflegt und Ziel einer Attacke wird. Das erotisch Freizügige von „Rigoletto“ findet sich in Julian Temples Beitrag, der zwei Ehepaare auf außerehelichen Abwegen im selben Motel nächtigen lässt. Robert Altman siedelt „Les Boréades“ in einer geschlossenen Anstalt an, und Jean-Luc Godard lässt zu „Armide“ zwei Putzfrauen in einem Fitnessstudio junge Herren beim Muskelaufbau begehrlich beobachten. Diese sind jedoch so dem Training zugetan, dass selbst ein Stripp der Damen ihre schweißtreibende Konzentration nicht stören kann. Derek Jarman lässt zum melancholischen „Depuis le jour“ aus „Louise“ eine alternde Operndiva ihre letzte Vorstellung geben und sich dabei, dargestellt von Tilda Swinton, an ihre Jugend erinnern. Zu den Klängen von Isoldes „Liebestod“ fährt ein junges Paar durch die Weiten der USA, liebt sich ein letztes Mal und sucht den gemeinsamen Freitod. Doch am freisten, gewagtesten und gerade deswegen am überzeugendsten entfernt sich Ken Russell in seiner Umsetzung der Arie „Nessun dorma“ aus „Turandot“ von der Vorlage, da er Puccinis Musik dem surrealen Traum einer jungen Frau während einer lebensrettenden Operation unterlegt.

 

Egal, ob an einem Opernkinomontag oder aufgeteilt auf die nächsten zehn Wochen – dank folgender Anbieter lässt sich dieser ungewöhnliche Opernfilm genießen:

https://www.werstreamt.es/film/details/37551/aria/

 

> WEITERLESEN
SCHLIESSEN
29.06.2020

Saisonauftakt im September 2020 

Am 5. und 6. September hebt sich der Vorhang der Oper Graz für die beliebte Bühnenshow, und am 12. September gibt der zukünftige Chefdirigent der Oper Graz, Roland Kluttig, seinen Einstand im Eröffnungskonzert mit den Grazer Philharmonikern.  

Hereinspaziert! 

Bei der Bühnenshow präsentieren das Sängerensemble, das Ballett und der Chor der Oper Graz sowie die Grazer Philharmoniker unter der charmanten Moderation von Intendantin Nora Schmid Ausschnitte aus der neuen Saison 2020/21. Freuen Sie sich auf große Arien und schwungvollen Tanz sowie einmalige Einblicke in das technische Treiben auf der Bühne! 

Samstag, 5. September 2020, 11 & 18 Uhr
Sonntag, 6. September 2020, 11 & 15 Uhr 
Ticketverkauf ab dem 6. Juli 2020 

 

Eröffnungskonzert mit Roland Kluttig

Roland Kluttig tritt sein Amt als Chefdirigent der Grazer Philharmoniker in Zeiten vieler offener Fragen und der kollektiven Unsicherheit an. Für sein erstes Konzert an der Oper Graz hat er ein Programm zusammengestellt, das sich mit den ungelösten Schicksalsfragen der Menschheit auseinandersetzt: In „Die unbeantwortete Frage“, stellt Charles Ives die ewigen Zweifel einer menschlichen Existenz vor. Mieczysław Weinberg, der Komponist der „Passagierin“, reflektiert in seiner Kammersymphonie Nr. 2 über sein Leben und das seiner Generation, die den Holocaust erleben musste. Zu dieser Generation gehörte auch der polnisch-​jüdische Komponist Józef Koffler, der 1944 von der Gestapo erschossen wurde. In seiner Symphonie Nr. 2 (1933), einem der wenigen Werke, die uns von diesem Pionier der Dodekaphonie erhalten geblieben sind, verbindet Koffler Zwölftontechnik mit neoklassizistischen Elementen zu einem beeindruckenden, emotionalen Werk. Den Abend beschließen Beethovens berühmte fünfte Symphonie („Da klopft das Schicksal an die Tür“ soll der Komponist über sein Werk gesagt haben) sowie die Konzertarie „Ah perfido“, gesungen von der russischen Sopranistin Anna Princeva, in der eine verlassene Geliebte zwischen Wut und Seelenqual hin- und hergerissen ist.

 

Samstag, 12. September 2020, 19.30 Uhr
Ticketverkauf ab dem 6. Juli 2020 

 

> WEITERLESEN
SCHLIESSEN
24.06.2020

Die Oper Graz in der Saison 2020/21 

Endlich ist es soweit: Intendantin Nora Schmid, der zukünftige Chefdirigent der Oper Graz, Roland Kluttig, und Ballettdirektorin Beate Vollack präsentierten das Programm für die Saison 2020/21. 

Als wir am 4. Juni zum ersten Mal wieder nach wochenlanger coronabedingter Zwangspause vor Publikum spielen konnten, waren wir alle an der Oper Graz und auch unser Publikum tief beglückt. Dieses Gefühl lässt mich mit Zuversicht und Optimismus in die kommende Spielzeit schauen und ich hoffe, dass wir unser vielfältiges Programm wie geplant spielen können. Unsere Kunstform lebt vom lebendigen Austausch mit dem Publikum. So wünsche ich mir, dass die Geschichten, Themen und Klänge, die wir in der kommenden Saison auf die Bühne der Oper Graz bringen, das Publikum berühren und begeistern werden und wir so zeigen können, dass wir auch die Kunst zum Leben brauchen,“ so Intendantin Nora Schmid anlässlich der Präsentation des neuen Programms.

 

Das OpernSaisonal 2020/21 zum Durchblättern

 

Oper, Operette & Musical

 

Die Oper Graz eröffnet die Saison 2020/21 mit Mieczysław Weinbergs Oper „Die Passagierin“ – eine Produktion, die in der Saison 2019/20 coronabedingt nicht mehr Premiere feiern konnte. Diese packende Oper rund um die großen Fragen von Schuld, Vergebung und der Verantwortung jeder und jedes Einzelnen erscheint heute aktueller denn je. Basierend auf dem gleichnamigen Roman der polnischen Auschwitz-Überlebenden Zofia Posmysz thematisiert dieses Werk das Aufeinandertreffen der ehemaligen KZ-Aufseherin Lisa und der ehemaligen Gefangenen Marta. Weinbergs vielschichtige Musik zieht das Publikum in das unvorstellbare Grauen dieser Zeit. Roland Kluttig, neuer Chefdirigent der Oper Graz ab 2020/21, wird dieses Meisterwerk dirigieren; Nadja Loschky, die gemeinsam mit ihm an der Oper Graz bereits die Oper „Ariane et Barbe-Bleue“ erarbeitete, führt Regie; Dshamilja Kaiser und Nadja Stefanoff sind in den Rollen der Lisa und Marta zu erleben. Um das wichtige und gerade in diesen Zeiten so brennende Thema noch weiter zu verdichten, bietet die Oper Graz in Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Verein für Gedenkkultur oder CLIO Graz ein umfassendes Rahmenprogramm in und um das Opernhaus an. In diesem thematischen Umfeld wird auch die Produktion „Die Stadt ohne Juden“, ein Stummfilmkonzert zur Musik von Olga Neuwirth, das ebenfalls nicht mehr in der Saison 2019/20 gezeigt werden konnte, zu erleben sein.

 

Ganz anderen Klängen widmet sich die Oper Graz mit dem weltbekannten Musicalklassiker „Anatevka“ aus der Feder von Jerry Bock. „Wenn ich einmal reich wär‘“ heißt es ab Oktober in einer Inszenierung von Christian Thausing, der damit an der Oper Graz sein Regiedebut im Großen Haus gibt. Ensemblemitglied Ivan Oreščanin möchte als Tevje seine Töchter nach seinen Plänen verheiraten und wird gleichzeitig der dunklen Wolke der Vertreibung begegnen.

 

Eines der berührendsten Werke überhaupt schuf Giacomo Puccini mit „Madama Butterfly“. Das Meisterwerk, das die tragische Liebesgeschichte einer japanischen Geisha mit einem amerikanischen Navy-Offizier fesselnd vermittelt, wird von Floris Visser, der erstmals an der Oper Graz inszeniert, zu neuem Leben erweckt. Als Cio-Cio-San wird Marjukka Tepponen zu erleben sein, an ihrer Seite steht Mykhailo Malafii als F.B. Pinkerton. Mit diesem Werk wird der Dirigent Francesco Angelico ebenfalls sein Debut an der Oper Graz geben.

 

Fröhlichkeit und Ausgelassenheit, aber auch ein feiner Schleier der Melancholie stehen in Bedřich Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“ an erster Stelle. Die Koproduktion mit dem Konzert Theater Bern wird von der Schauspielerin, Autorin und Regisseurin Adriana Altaras in Szene gesetzt, die sich damit erstmals an der Oper Graz präsentiert. Das Ensemble der Oper Graz – darunter Tetiana Miyus, Pavel Petrov, Wilfried Zelinka, Albert Memeti und Markus Butter – wird unter der musikalischen Leitung von Roland Kluttig das Publikum mit Sicherheit begeistern.

 

Voller Witz, Pariser Charme und Esprit geht es in der Operette der Saison 2020/21 weiter. Jacques Offenbachs funkelndes Werk „Die Großherzogin von Gerolstein“ liegt in den operettenerfahrenen Händen von Regisseur Peter Lund, am Pult der Grazer Philharmoniker steht Marcus Merkel. Anna Brull wird in der Titelrolle auch in die Fußstapfen der Muse Offenbachs, Hortense Schneider, treten, an ihrer Seite wird Alexander Kaimbacher als Fritz zu erleben sein.

 

Mit der Geschichte rund um den fluchbeladenen Seemann und die reine Senta schuf Richard Wagner mit seiner Oper „Der fliegende Holländer“ seine ersten Schritte in Richtung Gesamtkunstwerk. Die zuletzt mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ ausgezeichnete Regisseurin Sandra Leupold wird sich bei ihrem Debut an der Oper Graz dieses Stoffes annehmen und damit nach „Tannhäuser“ und „Parsifal“ das dritte Werk Wagners zu neuem Leben erwecken. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Roland Kluttig, die Titelrolle verkörpert Jordan Shanahan, als Senta ist Cornelia Beskow zu erleben.

 

Nino Rota ist als einer der größten Filmkomponisten (u.a. „La dolce vita“, „Der Pate“) unvergessen. Seine viel zu selten gespielte Oper „Der Florentiner Hut“ findet nun ihre Grazer Erstaufführung in der Regie von Bernd Mottl, der dem Grazer Publikum durch „Der Opernball“ oder „Die Reise nach Reims“ bestens bekannt ist. Daniele Squeo wird die abenteuerliche Suche nach einem Strohhut, die unter anderem Tetiana Miyus und Piotr Buszewski unternehmen werden, musikalisch leiten.

 

Begegnungen mit großen Schauspielerpersönlichkeiten sind natürlich auch in der Saison 2020/21 möglich, steht doch Jean Sibelius‘ „Der Sturm“ auf dem Spielplan. Anne und David Bennent werden gemeinsam mit Sebastian Wendelin Shakespeares Meisterwerk mit Leben erfüllen, als musikalischer Partner steht ihnen dabei Roland Kluttig am Pult der Grazer Philharmoniker zur Seite.

 

Für den OpernKurzgenuss in Kooperation mit der Kunstuniversität Graz erkunden wir die Uhrturmkasematten auf dem Grazer Schloßberg, wenn Harrison Birtwistles eigentlich schon für 2019/20 geplante Kurzoper „Der Korridor“ Premiere feiert.

 

Eine Wiederbegegnung erwartet das Publikum schon zu Beginn der Saison, wenn Mozarts „Don Giovanni“ in einer Inszenierung von Elisabeth Stöppler wieder auf der Bühne der Oper Graz für Liebe und Leiden(-schaft) sorgt. Später folgt ein weiteres Werk Mozarts, das bereits in der Saison 2017/18 die Zuseherinnen und Zuseher begeisterte: „Le nozze di Figaro“ in einer Inszenierung von Maximilian von Mayenburg.

 

Als Puppenspieler zu Gast in der Oper Graz ist Nikolaus Habjan, der gemeinsam mit der Musicbanda Franui in dem Konzert „Doch bin ich nirgend, ach! Zu Haus“ auf poetische Weise der Frage nach Heimat nachspüren wird.

 

Ballett

 

Nach einer tänzerischen Begegnung mit Hans Werner Henze war es für Ballettdirektorin Beate Vollack eine Herzensangelegenheit, ihre eigene Sichtweise als Choreographin auf sein Werk „Undine“ zu präsentieren und mit den Tänzerinnen und Tänzern der Oper Graz auf die Bühne zu bringen. Mit dem Abend „Tan(z)Go!“ erweist sie einem der schönsten Tänze überhaupt, dem Tango, Reverenz. „Zum Sterben zu schön“ von Jo Strømgren wird eine weitere Premiere, die in der Saison 2019/20 coronabedingt nicht gezeigt werden konnte. Zum Träumen lädt die Wiederaufnahme von „Cinderella“ in einer Choreographie von Beate Vollack und zur Musik von Sergej Prokofjew ein. Märchenhaft wird es beim ersten Ballett, das die Oper Graz für Kinder zeigt: „Rotkäppchen“ in einer Choreographie von Sascha Pieper.

 

Beate Vollack: „Diese Saison gilt ganz der Wiedererweckung unseres wunderbaren Theaters und der Freude, unsere künstlerisch-tänzerische Leidenschaft endlich wieder mit unserem Publikum teilen zu können! Wir nehmen Jo Strømgrens Produktion als Leitmotiv für unsere kommende Saison und spielen daher nicht nur ‚Zum Sterben zu schön‘. Es wird also schön und märchenhaft getanzt, gelebt und manchmal eben auch ein bisschen gestorben. So steht ein märchenhaftes Trio mit ‚Cinderella‘, ‚Rotkäppchen‘ und ‚Undine‘ auf dem Programm. Unsere Heldinnen und Helden tanzen für Groß und Klein, um den Zuseherinnen und Zusehern einen unvergesslichen Ballettgenuss zu bescheren. Und als besondere Herausforderung nehme ich den 100. Geburtstag von Astor Piazzolla zum Anlass und werde das Publikum mit Goran Kovačević in ‚Tan(z)Go!‘ in eine völlig neue Welt ent- und verführen. Danke an das Publikum, dass es unseren Weg begleitet und uns die Treue hält.“

 

Konzert

 

Die Saison 2020/21 markiert auch den Beginn seiner Tätigkeit als Chefdirigent der Oper Graz, und so wird Roland Kluttig sich gleich mit dem Eröffnungskonzert in seiner neuen Funktion gemeinsam mit den Grazer Philharmonikern präsentieren. Die Publikumshits „Advent in der Oper“ – erstmals in zwei Vorstellungen – und das Neujahrskonzert unter dem Motto „La dolce vita“ werden den Jahreswechsel sprichwörtlich versüßen, und das Konzert „Sketches of Spain“ stellt mit feurigen Rhythmen den perfekten Start in den Sommer dar. Konzerte im Musikverein für Steiermark wie etwa das Festkonzert „70 Jahre Grazer Philharmoniker“, der neu konzipierte „Musikalische Aperitif“ und zahlreiche Kammerkonzerte runden das Programm der Grazer Philharmoniker ab.

 

„‚The unanswered question‘ – die unbeantwortete Frage steht wie ein Motto über einer Saison, in der vieles anders geplant war und vieles unwägbar bleibt. Es ist auch das Motto des Eröffnungskonzerts, ‚La dolce vita‘ feiern wir im Neujahrskonzert, wir entdecken die großartige Musik von Jean Sibelius‘ zu Shakespeares „Der Sturm“, und mit „Sketches of Spain“, einer Hommage an Miles Davis, beschließen wir die Saison der besonderen Konzerte in der Oper Graz. Ich freue mich außerordentlich auf das Grazer Publikum und die Arbeit mit den Grazer Philharmonikern in Oper und Konzert, mit Nora Schmid und dem Team der Oper Graz und bin optimistisch, dass wir gemeinsam die besonderen Herausforderungen dieser Zeit meistern “, so Roland Kluttig.  

 

Kinder & Jugend

In der Saison 2020/21 wird die Oper Graz erstmals ein Ballett für Kinder, „Rotkäppchen“, auf die Bühne bringen, und gemeinsam mit dem Next Liberty Kinder- und Jugendtheater mit „Robin Hood“ in den Sherwood Forest reisen. Vier Schüler- und Familienkonzerte sowie drei Sitzkissenkonzerte komplettieren neben einem breiten Workshop-Angebot von OperAktiv! das Programm für die jüngsten Besucherinnen und Besucher.

 

Die Partnerschaft mit der Steiermärkischen Sparkasse wird auch in der Saison 2020/21 fortgesetzt: „Eine herausfordernde Zeit wie wir sie aktuell erleben, benötigt eine vertrauensvolle und vor allem verlässliche Partnerschaft. Als regionales Kreditinstitut ist uns die Förderung von Kultur und Kunst in unserer Gesellschaft in der jetzigen Situation wichtiger denn je. Für die Bevölkerung nach wie vor einen facettenreichen Zugang zur Kultur sicherzustellen ist auch das erklärte Ziel der Oper Graz für die Spielsaison 2020/21. Als starke und verlässliche Partnerin seit 1899, ist es die Aufgabe der Steiermärkischen Sparkasse die Oper Graz bestmöglich darin zu unterstützen. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Kultur nicht stehen bleibt und wünschen Ihnen eine unvergessliche und inspirierende Opernsaison 2020/21“, so Georg Bucher, Mitglied des Vorstandes der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG.

 

Die Saison 2020/21 im Überblick 

 

Vorverkauf
Coronabedingt startet der Ticket-Vorverkauf für alle Vorstellungen im September 2020 am 6. Juli 2020 auf Basis eines Sitzplans im Schachbrettmuster.
Tickets für alle Vorstellungen ab dem 1. Oktober 2020 können ab 6. Juli 2020 auf Basis des regulären Sitzplans reserviert, aber noch nicht gekauft werden.

> WEITERLESEN
SCHLIESSEN
24.06.2020

Es geht los!

Der Ticket-Vorverkauf für die Saison 2020/21 ist seit 6. Juli eröffnet. 

Coronabedingt ist der Ticket-Vorverkauf für alle Vorstellungen im September 2020 seit 6. Juli 2020 auf Basis eines Sitzplans im Schachbrettmuster geöffnet. Tickets für alle Vorstellungen, die ab dem 1. Oktober 2020 stattfinden, können seit 6. Juli 2020 reserviert, aber noch nicht gekauft werden.

Bitte beachten Sie: Auch wenn zum Zeitpunkt des Kaufs oder der Reservierung das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes nicht verpflichtend ist, könnte diese Pflicht zum Zeitpunkt der Vorstellung bestehen. 

 

Neugierig auf den Spielplan? Blättern Sie doch online im OpernSaisonal 2020/21.

 

Öffnungszeiten des Ticketzentrums

 

6.7.2020 bis 11.7.2020

Montag bis Freitag   9.00-16.00 Uhr

Samstag 9.00-13.00 Uhr

 

13.7.2020 bis 14.8.2020

Montag bis Freitag   9.00-14.00 Uhr

Samstag 9.00-13.00 Uhr

 

17.8.2020 bis 29.8.2020

Montag bis Freitag   9.00-16.00 Uhr

Samstag 9.00-13.00 Uhr

 

+43(0)316 8000 | tickets@ticketzentrum.at

 

> WEITERLESEN
SCHLIESSEN
22.06.2020

„Zauber der Venus“ am Opernkinomontag 

Am Opernkinomontag blicken wir hinter die Fassaden der Pariser Oper, und wir werden Zeuge, wie der „Zauber der Venus“ alle Unwägbarkeiten des Theaterbetriebs schlussendlich überstrahlt.

Am heutigen Kinomontag lässt uns Dramaturg Bernd Krispin hinter die Fassaden der Pariser Oper blicken, und wir werden Zeuge, wie der „Zauber der Venus“ alle Streitigkeiten, Eifersüchteleien und Unwägbarkeiten des Theaterbetriebs schlussendlich überstrahlt.

1984 inszenierte der ungarische Filmregisseur István Szábo an der Pariser Oper „Tannhäuser“, wobei er die Probenarbeit rückblickend als Musterbeispiel eines kreativen Chaos erachtete, aber eben auch als kreativen Impuls aufgriff, um die theaterinternen Unwägbarkeiten 1991 filmisch zu verarbeiten: Der ungarische Dirigent Zoltán Szantó (Niels Arestrup) soll in Paris „Tannhäuser“ inszenieren, wobei eine Übertragung dieses kulturellen Großereignisses in 27 Länder geplant ist. Es treffen die unterschiedlichsten Ideologien und Lebensentwürfe aufeinander, und die Arbeitsansprüche des Dirigenten prallen bei der Gewerkschaft auf schieres Unverständnis und bornierte Ignoranz. Die Konflikte und Grabenkämpfe verschränken sich mit der Liebeshandlung des Films, denn Szantó verliebt sich in die Interpretin der Elisabeth, die Starsopranistin Karin Anderson, die von Glenn Close in hinreißender Lust, jegliches Opernklischee zu bedienen, dargestellt wird. Wie Tannhäuser in Wagners Musikdrama, so gerät der Dirigent während der Proben in den Konflikt, ob er sich der Geliebten offen zuwenden oder doch bei seiner Frau bleiben soll. Als die Gewerkschaft die Bühnenaufführung zu verhindern droht, rettet Zoltán Szantó die Situation durch die Entscheidung, den „Tannhäuser“ konzertant aufzuführen. So obsiegt Richard Wagner und lässt Frau Venus strahlender denn je erscheinen.

 

Die illustre Sängerbesetzung des Soundtracks trägt zur enormen Qualität des Films bei, und so hören wir Kiri Te Kanawas kostbare Interpretation der Hallenarie:

https://www.youtube.com/watch?v=g3ozTN1sOEU

 

Dank folgender Anbieter lässt sich ein Wagnerscher Opernkinomontag machen:

https://www.werstreamt.es/film/details/6799/zauber-der-venus/

> WEITERLESEN
SCHLIESSEN
15.06.2020

Eine „Diva“ für den Opernkinomontag 

Erst durch die Diva erhält ein Opernabend seine besondere Aura, und so hat unser Dramaturg Bernd Krispin für den Opernkinomontag den französischen Film „Diva“ (1981) ausgewählt. 

Erst durch die Diva erhält ein Opernabend seine besondere Aura, und so hat unser Dramaturg Bernd Krispin für den heutigen Opernkinomontag den französischen Film „Diva“ (1981) ausgewählt, in welchem die Titelheldin, ihr Abendkleid, ein Piratenmitschnitt und finstre Machenschaften einen veritablen Krimi ergeben.

 

Der junge Pariser Briefträger Jules (Frédéric Andréi) ist dem Gesang der Diva Cynthia Hawkins (Wilhelmenia Fernandez) verfallen, dies umso mehr, als sie sich standhaft weigert, offizielle Aufnahmen ihres Gesangs zuzulassen. So schneidet er heimlich einen Konzertabend der Diva mit, welchen sie mit „Ebben? Ne andrò lontana“ aus Alfredo Catalanis „La Wally“ eröffnet. Jules’ Hingabe an die Verehrte geht so weit, dass er aus ihrer Garderobe ihr Abendkleid entwendet. Jules gerät in einen Strudel unterschiedlich gelagerter Interessen, da er nicht nur im Besitz der einzigartigen Aufnahme ist, sondern weil ihm auch Material zugespielt wurde, welches den Polizeichef schwer belastet. Eine verwüstete Wohnung, eine nächtliche Verfolgungsjagd und tödliche Schüsse lassen dank einer atemberaubenden Kameraarbeit und spannungsvoller Schnitttechnik den Film von Jean-Jacques Beineix zu einem visuellen Erlebnis werden. Als sich Jules und Cynthia im völlig leeren Zuschauerraum des Théâtre du Châtelet wiederfinden, gibt sich die Diva, berauscht von ihrem eigenen Gesang, den sie zum allerersten Mal hört, ihrem Verehrer hin.

 

In „Diva“ ist ein Piratenmitschnitt handlungsbestimmend. Und so hören wir in einem Livemitschnitt der Arie „Ebben? Ne andrò lontana“ die wohl wichtigste Sopranistin des Verismo, Magda Olivero:

https://www.youtube.com/watch?v=qqVNcxtb2fQ&list=RDqqVNcxtb2fQ&start_radio=1&t=66

 

Dank folgender Anbieter lässt sich die Kombination von Krimi, Operngesang und Erotik genießen:

https://www.werstreamt.es/film/details/1111923/diva/

 

> WEITERLESEN
SCHLIESSEN
12.06.2020

Die Überwindung der „(Dis)Tanz“ 

Noch bis zum 14. Juni bezaubert das Ballett der Oper Graz mit einem Rück- und Ausblick unter dem Titel „(Dis)Tanz“. 

Seit dem 10. Juni entführt Sie das Ballett der Oper Graz für 4 Abende unter dem Titel „(Dis)Tanz – mit dem Ballett der Oper Graz von damals über heute ins Morgen“ endlich wieder in die wunderbare Welt des Tanzes. Freuen Sie sich auf eine Zeitreise und ein „Best of“ der letzten zwei Saisonen:  
Den Anfang machte das berühmteste Liebespaar der Welt, „Roméo et Juliette“, danach verzauberte Sie Andreas Heise mit dem Ballett „Sandmann“. Weiter wirbelte das Ballett durch Sturm und Sonnenschein zu Bacchus‘ Ufern und durch die „Jahreszeiten“ von Ballettdirektorin Beate Vollack, bis sich ganz aktuell „Cinderella“ und ihr Prinz in Ihre Herzen tanzten. Lassen Sie sich aber auch überraschen, denn mit dem Ballettabend „(Dis)Tanz“ erhalten Sie auch einen Einblick in zwei Uraufführungen, die leider noch nicht auf der Bühne der Oper Graz gezeigt werden konnten: „Happy (No) End“ und „Zum Sterben zu schön“, die verzaubern und in mitreißende Tanz -Welten einladen.

 

Klicken Sie sich links durch die schönsten Bilder des Abends (c) Werner Kmetitsch! 

 

Noch bis 14. Juni auf der Bühne der Oper Graz
Infos & Tickets 

> WEITERLESEN
SCHLIESSEN
12.06.2020

Nicht nur ein Gefühl

Wilfried Zelinka im Gespräch mit Dramaturg Bernd Krispin über Sehnsucht und Einsamkeit, Motorik und Ruhe im „Schwanengesang“. Franz Schuberts Liederzyklus ist am 19. Juni in der Oper Graz zu erleben. 

Wilfried Zelinka im Gespräch mit Dramaturg Bernd Krispin über Sehnsucht und Einsamkeit, Motorik und Ruhe im „Schwanengesang“. Franz Schuberts Liederzyklus ist am 19. Juni in der Oper Graz zu erleben. 

 

Die dreizehn Lieder auf Texte von Ludwig Rellstab und Heinrich Heine, die Franz Schubert im Autograph hintereinander niedergeschrieben hat, wurden vom Verleger Tobias Haslinger bewusst als Zyklus herausgegeben und mit dem Titel „Schwanengesang“ bedacht. Was verbindet und was trennt die beiden Gruppen innerhalb des Zyklus?

Wilfried Zelinka  Verbindend ist wohl die Thematik der Sehnsucht und der Einsamkeit, die Schubert hier bei beiden Dichtern gefunden hat. Heines Gedichte scheinen allerdings in Schubert eine ganz andere Art von Musik evoziert zu haben. Manchmal denkt man sich, es wäre eine Vorstudie zu Liedern mit Orchesterbegleitung, zu denen der Komponist nicht mehr die Zeit gefunden hat.

 

Während in den Rellstab-Liedern Schubert den Interpreten mit unablässiger Motorik vorantreibt, scheint sich in den Heine-Liedern diese Getriebenheit zu verlangsamen. Doch lässt Schubert den Sänger zur Ruhe kommen oder diese gar finden?

Wilfried Zelinka  In beiden Teilen finden sich ,Insellieder‘, die das Grundtempo unterbrechen und den Sänger somit zwingen, sich nicht nur einem Gefühl hinzugeben. Während in der „Winterreise“ die Ruhe für mich sehr deutlich als wünschenswertes Ende zu lesen ist, sehe ich sie hier noch zynischer und voller Trotz. Für beide Zyklen gilt für mich als Grundaussage ein Satz von H. C. Artmann: „reis s ausse dei heazz dei bluadex.“

 

Auch wenn „Die Taubenpost“ nicht als Teil des „Schwanengesangs“ gedacht war, lässt mit ihr der Verleger die Erstausgabe enden. Und auch Sie beschließen den Abend mit der „Taubenpost“. Wie das?

Wilfried Zelinka  „Die Taubenpost“ ist ja die klassische „Faust aufs Aug“ nach dem „Doppelgänger“. Scheinbar passt das heitere Lied so gar nicht dazu, aber irgendwie bildet es mit dem ersten der Rellstab-Lieder – der „Liebesbotschaft“ – auch eine Klammer, die für mich durchaus vertretbar ist. Die Herausforderung besteht darin, dieses ,Zugabenstück‘ zu integrieren.

 

Eigentlich sollte Andreas Heise mit Ihnen und dem Ballett der Oper Graz den „Schwanengesang“ in diesem Frühjahr choreographisch umsetzen. Was ist von dieser Idee geblieben?

Wilfried Zelinka  Geblieben ist das Bedürfnis, mich von der klassischen Liederabend-Situation zu lösen. Die Hälfte der Lieder haben wir schon mit Andreas geprobt, und ich sehe vor meinem inneren Auge unser Ballett, das mich auf diese choreographische Reise mitnimmt. Es erscheint mir fast unmöglich, die 14 Lieder nur aus dem Blickwinkel des am Klavier stehenden Sängers zu erzählen.

 

> WEITERLESEN
SCHLIESSEN
08.06.2020

Mondsüchtig am Opernkinomontag

Vor wenigen Tagen hat den besonders Feinfühligen der Vollmond den Schlaf geraubt – was also liegt näher, dass am Opernkinomontag unser Dramaturg Bernd Krispin „Mondsüchtig“ präsentiert. 

Vor wenigen Tagen hat den besonders Feinfühligen der Vollmond den Schlaf geraubt – was also liegt näher, dass am heutigen Opernkinomontag unser Dramaturg Bernd Krispin „Mondsüchtig“ („Moonstruck“) aus dem Jahre 1987 präsentiert.

Die romantische Komödie führt uns nach New York, genauer ins italienische Viertel von Brooklyn, wo die 37jährige Witwe Loretta Castorini (Cher) den etwas langweiligen Johnny heiraten möchte. Vor der Hochzeit hat Johnny noch Familienangelegenheiten in Palermo zu regeln und beauftragt Loretta, während seiner Abwesenheit seinen Bruder Ronny (Nicolas Cage), mit dem er heillos überworfen ist, zur Hochzeit einzuladen. Die erste Begegnung kippt rasch in einen hitzigen Streit, der in einer Liebesnacht kulminiert. Loretta möchte ihren Gefühlsausbruch stillschweigen – „Diese Nacht nehmen wir als Geheimnis mit ins Grab!“ –, erklärt sich jedoch bereit, mit Ronny in der Metropolitan Opera eine Vorstellung von „La Bohème“ zu besuchen. Während die Opernfiguren, vom Mondeslicht umflossen, ihre aufkommende Liebe besingen, muss Loretta gnädig darüber hinwegsehen, dass ihr Vater Cosmo an der Seite seiner Geliebten ebenfalls die Aufführung besucht. Wenngleich „La Bohème“ letal endet, so finden im Film diejenigen zueinander, die füreinander bestimmt sind: Cosmo kehrt zu seiner Gemahlin Rose zurück, und Loretta nimmt Ronnys Heiratsantrag an.

 

Weil „Mondsüchtig“ im New York der achtziger Jahre spielt, lassen wir Teresa Stratas und José Carreras in einer Aufführung der Met vom Jänner 1982 das Bekenntnis ihrer Liebe besingen:

https://www.youtube.com/watch?v=WRGRxtVdvWI

 

Dank folgender Anbieter lässt sich ein romantischer Kinoabend voller Gefühle machen:

https://www.werstreamt.es/film/details/46682/mondsuechtig/

 

> WEITERLESEN
SCHLIESSEN
05.06.2020

Von der Muse wachgeküsst 

Seit 4. Juni lässt sich die Oper Graz von den Musen wach küssen. Hier ein Einblick in den Neustart nach 84 Tagen. 

Seit 4. Juni lässt sich die Oper Graz von den Musen wach küssen. Hier ein Einblick in den Neustart nach 84 Tagen. 

 

So lautet denn der Titel des ersten Programms, das seit 4. Juni gezeigt wird, deswegen „Musenkuss“, weil der Zuschauerraum neu belebt wird und mit seinem prächtig bemalten Eisernen Vorhang, den goldenen Ornamenten und Stuckengeln, mit seinen vielfältigen Verweisen auf die Theaterlandschaft, schließlich mit der Darstellung des Apoll mitsamt den Musen im Mittelpunkt eines anspielungsreichen Programms steht. Zu hören sind neben Opernausschnitten von Mozart, Gluck, Rossini, Verdi und Wagner über Bizet, Humperdinck und Korngold auch Lieder von Beethoven, Brahms, Schubert und Tschaikowski. 

Aus dem Opernensemble sind Anna Brull, Sieglinde Feldhofer, Mareike Jankowski, Tetiana Miyus, Eva-Maria Schmid, Markus Butter, Neven Crnić, Dmitrii Lebamba, Mario Lerchenberger, David McShane, Ivan Oreščanin, Pavel Petrov und Wilfried Zelinka endlich wieder singend zu erleben, und der besondere Anlass gebietet es, dass mit Günter Fruhmann, Marcus Merkel und Maris Skuja gleich drei Pianisten aufgeboten sind, die in allen Stilen gleichermaßen versiert sind. Intendantin Nora Schmid führt moderierend durch den Abend. 

 

Musenkuss
Weitere Vorstellungen am 5., 6. & 20. Jun 2020, 19.30 Uhr
Infos & Tickets

> WEITERLESEN
SCHLIESSEN
02.06.2020

Tänzerinnen und Tänzer gesucht 

Die Oper Graz sucht Tänzerinnen und Tänzer bzw. Damen und Herren mit Bewegungstalent, Körpergefühl, Musikalität und Teamfähigkeit. 

Die Oper Graz sucht für die Produktion „Madama Butterfly“ Tänzerinnen und Tänzer bzw. Damen und Herren mit Bewegungstalent, Körpergefühl, Musikalität und Teamfähigkeit.

Die Mitwirkung an der Produktion erfolgt auf Basis eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses.

 

Das Casting findet am 16. Juni um 17 Uhr statt.

 

Die Probenzeit beginnt am 22. September 2020, die Premiere ist für Anfang November 2020 geplant, weitere Vorstellungen sollen bis Mai 2020 laufen.

 

Bewerbungen lassen Sie uns bitte ausschließlich online über den Link: https://opernhaus-graz-gmbh.jobbase.io/job/ue4bjpl2 bzw. über unsere Homepage www.oper-graz.com/jobs zukommen.

Bitte legen Sie Ihrer Bewerbung einen Lebenslauf, 2 Porträtfotos und 2-3 Ganzkörperfotos bei und geben Sie Ihre Körpergröße und Ihre Konfektionsgröße an.

 

Der Leiter der Statisterie, Florin Ailenei, wird Sie nach Einreichung Ihrer Unterlagen kontaktieren und mit weiterführenden Informationen versorgen.

> WEITERLESEN
SCHLIESSEN
01.06.2020

Opernkinomontag: Fitzcarraldo 

Die Kinos sind weiterhin geschlossen, in die Ferne reisen kann man allerhöchstens mit dem Finger auf der Landkarte – wie gut, dass wir am heutigen Opernkinomontag wieder einen Filmtipp für Sie haben. 

Die Kinos sind weiterhin geschlossen, in die Ferne reisen kann man allerhöchstens mit dem Finger auf der Landkarte – wie gut, dass am heutigen Opernkinomontag unser Dramaturg Bernd Krispin mit Werner Herzogs „Fitzcarraldo“ (1982) eine Reise ins peruanische Amazonasgebiet auf dem Programm hat. Und da heute Feiertag ist, gibt es gleich zwei Opernausschnitte.

Nach dem Vorbild des prächtigen Opernhauses im brasilianischen Manaus will der exzentrische Opernliebhaber Brian Sweeney Fitzgerald, genannt „Fitzcarraldo“ (Klaus Kinski), im peruanischen Urwald ein Opernhaus erbauen, in dem Enrico Caruso auftreten soll. Den Bau finanzieren soll eine Kautschuk-Plantage in einem als unerreichbar geltenden Urwaldabschnitt, wohin Fitzcarraldo von Indios einen alten Flussdampfer über einen Bergrücken schleppen lässt, um den Kautschuktransport zu gewährleisten. Die Indios lösen die Taue des Schiffs, und als das Schiff manövrierunfähig dahingleitet, erklingt aus dem Grammophon das Sextett aus Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“. Doch Fitzcarraldo lässt nicht ab von seinem Plan, die Oper in den Urwald zu bringen, und imaginiert sich das Schiffsdeck als Aufführungsorts des Duetts „A te, o cara“ aus Vincenzo Bellinis „I Puritani“.

Zwar nicht aus dem Urwald, aber immerhin aus dem Teatro Colón in Buenos Aires ist dieser Ausschnitt des Sextetts „Chi mi frena in tal momento“, in welchem Beverly Sills und Alfredo Kraus brillieren:

https://www.youtube.com/watch?v=KV4Ns22JQRY

 

Auch Fitzcarraldo wäre hingerissen von der Interpretation des peruanischen Tenors Juan Diego Florez, der gemeinsam mit Nino Machaidze Belinis „I Puritani“ singt:

https://www.youtube.com/watch?v=MaLJXYQ1jxE

 

Über folgende Anbieter lässt sich „Fitzcarraldo“ streamen:

https://www.werstreamt.es/film/details/29113/fitzcarraldo/

 

 

> WEITERLESEN
SCHLIESSEN