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28.09.2020

Soirée im Musikverein für Steiermark 

Am 2. Oktober präsentieren sich Chefdirigent Roland Kluttig und die Grazer Philharmoniker zum ersten Mal in der neuen Saison in Musikverein für Steiermark. 

Ein Wiedersehen mit den Musikerinnen und Musikern der Grazer Philharmoniker gibt es in der neuen Spielzeit 2020/2021 im Rahmen der 1. Philharmonischen Soirée. 
Der von 23 Solostreichern getragene Trauergesang „Metamorphosen“ auf die durch den Zweiten Weltkrieg zerstörte alte Welt ist Strauss‘ letzte große Instrumentalmusik, die durch das Zitieren von Beethovens Eroica-Trauermarsch in den letzten Takten der Unwiederbringlichkeit und Hoffnungslosigkeit klanglichen Ausdruck verleiht. Eröffnet wird der Abend von George Enescus Prélude à l‘unisson, dem ersten Satz aus dessen 1. Orchestersuite in C-Dur, op. 9, gefolgt von dem „quirlige[n], zuweilen sarkastische[n]“ 1. Flötenkonzert von Mieczysław Weinberg, wie der neue Chefdirigent der Grazer Philharmoniker Roland Kluttig es formuliert. Der neue Chefdirigent der Grazer Philharmoniker feiert in diesem Rahmen sein Debüt im Musikverein. Als Solistin ist Marlies Gaugl zu erleben.
 
Freuen Sie sich auf diesen Konzertabend, der sich ganz dem musikalischen Schaffen des 20. Jahrhunderts widmet!
 
Freitag, 2. Oktober 2020, 19.30 Uhr, Stefaniensaal im Grazer Congress 
 
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25.09.2020

Golde im Portrait 

Vor 25 Jahren hat Golde an ihrem Hochzeitstag ihren Mann Tevje zum allerersten Mal gesehen und– gleich ihm – mit Bangen in die Zukunft geblickt.Wir blicken nun näher auf diese Figur aus dem Musical „Anatevka“. 

Vor 25 Jahren hat Golde an ihrem Hochzeitstag ihren Mann Tevje zum allerersten Mal gesehen und– gleich ihm – mit Bangen in die Zukunft geblickt. Seit 25 Ehejahren ist sie für Haus und Hof verantwortlich, putzt und kocht, wäscht und melkt die Kuh, damit Tevje, der Milchmann die Molkereiprodukte erzeugen kann, mit denen er das Schtetl Anatevka versorgt. In 25 Ehejahren hat Golde fünf Töchter zur Welt gebracht: Zeitel, die bildhübsche älteste, Hodel, die zweitgeborene, Chava, die belesene, die ständig ein Buch in der Hand hat, wiewohl sie doch im Haushalt mithelfen sollte, schließlich noch die beiden jüngsten, Sprintze und Bielke. Der ältesten Tochter gegenüber lässt sie gelegentlich durchblicken, dass Tevje durchaus imstande ist, sie zuweilen meschugge zu machen – auch wenn er es mit Sicherheit nicht darauf anlegt –, doch den kleinen Mädchen gegenüber macht sie unmissverständlich klar, dass ihr Papa der Allergrößte ist und wie ein König auf seinem Kutschbock thront.

 

 

Ihre Aufgabe ist es, alle Vorkehrungen für den Sabbat zu treffen, und wenn Tevje wenige Augenblicke vor Sonnenuntergang noch nicht zu Hause ist, wird sie verständlicherweise etwas unruhig. Beim Sabbatmahl ist es ihre Aufgabe, die Kerzen zu entzünden und den Segen zu sprechen.

 

 

Für jede ihrer heiratsfähigen Töchter erhofft sie sich eine gute Partie. Wie gut, dass Jente, die Heiratsvermittlerin, einen geübten Blick für einfach alles hat und die rechten Brautleute geschickt zusammenzuführen weiß. So sollen der gut situierte und verwitwete Fleischer Lazar Wolf und Zeitel zusammengebracht werden. Auch wenn Tevje Lazar Wolf distanziert gegenüber steht, so bringt Golde ihren Mann doch dazu, ihn wenigstens anzuhören. Tevje ist bereit, seine älteste Tochter dem Fleischer zu geben, doch plötzlich erscheint mitten in der Nacht der Geist der verstorbenen Oma Zeitel, die darauf beharrt, dass ihre Enkelin den Schneider Mottel Kamzoil heiraten muss. Ausgerechnet Mottel, diesen armen Schussel, den Zeitel seit Kindertagen kennt und mit dem sie so unschuldige Spiele spielt? Aber wenn die Oma sich aus dem Jenseits meldet, muss es wohl so sein. Hodel ihrerseits wendet sich dem intellektuellen Hitzkopf Perchik zu. Diese ungeahnte Verbindung bringt Tevje und Golde soweit, endlich nach 25 Ehejahren über ihre Beziehung nachzudenken, um zur Erkenntnis zu kommen, dass es Liebe sein muss, was sie verbindet. Und die wird auf eine harte Probe gestellt, als Chava hinter dem Rücken ihrer Eltern den Russen Fedja heiratet. Tevje verstößt sein eigenes Kind – doch selbst in diesem Moment akzeptiert Golde die Entscheidung ihres Mannes und wendet sich von ihm nicht ab.

 

 

Als der Auszug der Juden aus dem Schtetl anbefohlen ist, bewahrt Golde die äußere Form und fegt ein allerletztes Mal das Haus, um es ja nicht schmutzig zurückzulassen. Und an ihr ist es, in schmerzlicher Lakonie die Frage nach der Bedeutung von Anatevka zu stellen: „Was war denn hier schon los?“

 

Ab dem 17. Oktober 2020 ist als Golde Susan Rigvava-Dumas zu erleben, die erstmals an der Oper Graz gastiert. Einen musikalischen Vorgeschmack gibt sie bereits am Sonntag, den 27. September um 11 Uhr bei der Veranstaltung „Vor der Premiere – Anatevka“ im Spiegelfoyer der Oper Graz.

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22.09.2020

Rollendebüt als Don Ottavio in Mozarts „Don Giovanni“ 

Vorfreude auf „Don Giovanni“ diese Woche: Andrzej Lampert gibt diesen Freitag sein Debut als Don Ottavio. 

Vorfreude auf „Don Giovanni“ diese Woche: Andrzej Lampert, der im August für seine Rolle als Hirt in unserer Produktion von „König Roger“ mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet wurde, gibt diesen Freitag sein Debut als Don Ottavio. 

 

Lesen Sie mehr zu Andrzej Lampert

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22.09.2020

Interview mit Zofia Posmysz 

Die Autorin der autobiographischen Novelle „Die Passagierin“ im Interview. 

Interview mit Zofia Posmysz, Autorin der autobiographischen Novelle „Die Passagierin“ , anlässlich einer Reise des Regieteams der Oper „Die Passagierin“ nach Warschau im Herbst 2019. 

 

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Mehr zum umfassenden Rahmenprogramm zur Oper „Die Passagierin“ 

Übersichtsflyer zum Rahmenprogramm zur Oper Die Passagierin

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22.09.2020

Das Lager Liebenau – ein Ort verdichteter Geschichte 

Ein Film von Markus Mörth. Im Auftrag des Ludwig Boltzmann Institutes für Kriegsfolgenforschung und der Stadt Graz. 

 

 

Ein Film von Markus Mörth (A 2020, ca. 17 Min.) Im Auftrag des Ludwig Boltzmann Institutes für Kriegsfolgenforschung und der Stadt Graz. 

 

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Gedenkinitiative Graz-Liebenau  

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18.09.2020

Richtigstellung: Don Giovanni findet statt

Richtigstellung zu einer Schlagzeile der Tageszeitung „Österreich“:  „Don Giovanni“ an der Oper Graz findet wie geplant statt und feiert am 25. September seine Wiederaufnahme! 

Richtigstellung zu einer Schlagzeile der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „Österreich“, die eine coronabedingte Absage der Oper „Don Giovanni“ vermeldet: „Don Giovanni“ an der Oper Graz findet wie geplant statt und feiert am 25. September seine Wiederaufnahme! Die Oper Graz und ihr künstlerisches Ensemble sind nicht betroffen, es gibt in unserem Haus aktuell keinen Infektions- oder Verdachtsfall. 

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17.09.2020

„Ohren auf!“ für die Produktionen der Oper Graz 

Da die Oper Graz bis auf Weiteres keine Werkeinführungen im Opernhaus anbieten kann, gibt es dank der neuen Reihe „Ohren auf!“ einführende Gespräche mit dem Regieteam zu jeder großen Produktion. 

Ab sofort heißt es „Ohren auf!“ für ein Gespräch zwischen dem Produktionsdramaturgen und Mitgliedern des Regieteams zum Hinein- und Immerwiederhören. Zu finden auf den jeweiligen Produktionsseiten der Website der Oper Graz (jeweils kurz vor der Premiere) – den Anfang macht ein Gespräch zwischen Regisseurin Nadja Loschky und Dramaturgin Marlene Hahn über die Oper „Die Passagierin“. 

 

Zur Oper „Die Passagierin“

Zur Oper „Don Giovanni“ 

Zum Musical „Anatevka“

 

 

 

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09.09.2020

Tevje im Rampenlicht

Endlich einmal reich sein! Ganz ehrlich – wer erhofft sich das nicht? Tevje aus dem Schtetl Anatveka erträumt sich jedenfalls in der bekanntesten Nummer des Musicals „Anatevka“ Reichtum und Anerkennung. 

 

Endlich einmal reich sein! Ganz ehrlich – wer erhofft sich das nicht? Tevje, der das Schtetl Anatevka mit seinen Molkereiprodukten versorgt, erträumt sich jedenfalls in der bekanntesten Nummer des Musicals „Anatevka“ Reichtum und Anerkennung. Nicht länger müsste er arbeiten, sondern er würde in einem schönen Haus wohnen, der Hof wäre voller Vieh, und in der Synagoge hätte sein Wort Bedeutung. Allein: Nichts davon hat der Herr, mit dem er doch in reger Zwiesprache steht, in seinem Schöpfungsplan für ihn vorgesehen.

Aber ganz ehrlich: Ist denn Tevje wirklich arm? Im materiellen Sinne gewiss, denn sein Pferd lahmt und er muss den Milchwagen selber ziehen. Andererseits: Er kann sich glücklich schätzen, dass er für seine Frau Golde, mit der seine Ehe vor 25 arrangiert wurde, wirkliche Liebe empfindet. Und wenn ihnen der Herr auch keinen Sohn geschenkt haben mag, so sind es fünf Töchter, eine schöner als die andere. Gerade weil mit den Lebensentwürfen der Töchter nicht alles so verläuft, wie es sich Tevje erwünscht haben mag, zeigt sich just in der Beziehung zu ihnen seine emotionale Größe. Denn er akzeptiert, dass Zeitel, seine Erstgeborene, nicht den wohlhabenden Fleischer Lazar Wolf heiratet, sondern Mottel, einen armen, aber grundanständigen Schneider. Dass das auch seine Frau Golde akzeptiert, gelingt nur dank seiner blühenden Phantasie, die sogar die verstorbene Großmutter aus dem Jenseits zurück holen kann. Auch Hodel, die zweite Tochter, kostet ihren Vater einige Überwindung, denn sie entscheidet sich für den revolutionären Studenten Perchik. Die dritte Tochter, Chava, geht ihm allerdings zu weit, indem sie den Christen Fedja ohne Wissen und Einverständnis der Eltern heiratet. Da reißt er sich Chava aus dem Herzen – sie ist für ihn gestorben. Vorerst zumindest.

Selbst als es im Schtetl zu antisemitischen Ausschreitungen kommt, die in der Vertreibung der Bewohner aus ihrer Heimat kulminieren, lässt sich Tevje, der Milchmann, nicht unterkriegen. Dass er auch gehörig feiern kann, beweist er in der zündenden Nummer „L’chaim!“, in der er die Verlobung Zeitels mit Lazar Wolf besiegelt. Damit zu hören war Ivan Oreščanin, der Tevje der Neuproduktion von „Anatevka“ (Premiere: Samstag, 17. Oktober 2020, 19 Uhr), bereits am letzten Wochenende in der Bühnenshow.

Einen optischen Vorgeschmack auf die stimmungsvollen Kostüme des Ausstatterduos Okarina Peter und Timo Dentler gibt es mit dem Entwurf für Tevje zu sehen.

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07.09.2020

Zahl 2, nimm 3! 

Auch heuer gibt es das beliebte „3 für 2“-Angebot der Oper Graz. Nur von 7. bis 12. September! 

Es klingt wie im (Ticket-)Paradies, ist aber von 7. bis 12. September 2020 in der Oper Graz Wirklichkeit: Sie besuchen 3 Vorstellungen, bezahlen aber nur 2! Wählen Sie aus Oper, Operette, Musical, Ballett und Konzert.   

 

Nützen Sie dieses einmalige Angebot und buchen Sie Ihre Tickets:

Ticketzentrum am Kaiser-Josef-Platz 
Mo-Fr 9-18 Uhr
Sa 9-13 Uhr
+43(0)316 8000
tickets@ticketzentrum.at
www.ticketzentrum.at

 

 

 

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