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04/25/2022 12:00am

Ohren auf!

Die Stückeinführung für zu Hause: In unserer Audioreihe „Ohren auf!“ erfahren Sie Wissenswertes über alle Produktionen aus Dramaturgie, Regie und Co.

Die Stückeinführung für zu Hause: In unserer Audioreihe „Ohren auf!“ erfahren Sie Wissenswertes über alle Produktionen aus Dramaturgie, Regie und Co.

 

Unsere Dramaturg:innen agieren als „sprechende Opernführer“ und erläutern aus erster Hand anschaulich, informativ und kurzweilig alles Wissenswerte zu einem Stück, der:dem Komponistin:en, der Entstehungsgeschichte sowie zur aktuellen Inszenierung und den beteiligten Künstler:innen. Nun kommen unsere Stückeinführungen sogar zu Ihnen nach Hause!

 

Auf der jeweiligen Stückseite auf unserer Website finden Sie immer kurz vor der Premiere eine Folge unserer Audioeinführung „Ohren auf!“. Dort erfahren Sie – von den Stückdramaturg:innen und den Regisseur:innen, musikalischen Leitern und anderen Mitwirkenden – Spannendes über Inhalt und Produktion des jeweiligen Werks. So können Sie sich, wie gewohnt, auf Ihren Opernabend vorbereiten.

 

Hier gibt’s einen Überblick über alle aktuellen Folgen „Ohren auf!“

 

Undine

 

Der fliegende Holländer

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04/24/2022 9:00am

Vorstellungsabsage: „Morgen und Abend“, 24. Apr 2022

Leider muss die heutige letzte Vorstellung von Georg Friedrich Haas‘ Oper „Morgen und Abend“ aufgrund einer Erkrankung im Ensemble entfallen.
Leider muss die heutige letzte Vorstellung von Georg Friedrich Haas‘ Oper „Morgen und Abend“ aufgrund einer Erkrankung im Ensemble entfallen.
Bereits gekaufte Tickets werden dem Kundenkonto gutgeschrieben oder erstattet.
 
 
Die Kolleg:innen des Ticketzentrums stehen dazu unter tickets@ticketzentrum.at, telefonisch unter 0316 8000 und persönlich im Ticketzentrum am Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz, für weitere Informationen zur Verfügung.
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04/19/2022 10:41am

Die Stückeinführungen sind zurück!

Ab sofort finden die beliebten Stückeinführungen wieder statt. Jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn geben unsere Dramaturg:innen im Galeriefoyer als „sprechende Opernführer“ einen Überblick über das Stück, die Entstehungsgeschichte, die Inszenierung und die beteiligten Künstler:innen.

Ab sofort finden die beliebten Stückeinführungen wieder statt. Jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn geben unsere Dramaturg:innen im Galeriefoyer als „sprechende Opernführer“ einen Überblick über das Stück, die Entstehungsgeschichte, die Inszenierung und die beteiligten Künstler:innen.

 

Sie müssen sich nicht gänzlich unvorbereitet in Ihren Abend an der Oper Graz stürzen, wenn Sie vor dem Vorstellungsbesuch keine Gelegenheit hatten, sich über das Stück Ihrer Wahl zu informieren. Unsere Dramaturg:innen agieren als „sprechende Opernführer“ und erläutern aus erster Hand anschaulich, informativ und kurzweilig alles Wissenswerte zu einem Stück, seiner Entstehungsgeschichte sowie zur aktuellen Inszenierung und den beteiligten Künstler:innen.
Im Galeriefoyer, direkt unter der Kuppel des Opernhauses, kann man sich so wunderbar auf das Kommende einstimmen und erhält durch die vielfältigen Informationen vielleicht sogar einen neuen Zugang zum Werk. Stückeinführungen werden zu allen Opern-, Operetten-, Musical- und Ballettvorstellungen auf der großen Bühne angeboten.

 

Die Stückeinführungen vor den Vorstellungen finden nun wieder jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Galeriefoyer statt!

 

Als zusätzliche Informationsquelle zu den Produktionen gibt es weiterhin die Reihe „Ohren auf!“: Mittels einer Audiodatei können Sie sich schon zu Hause auf Ihren Opernabend vorbereiten.
Kurz vor der Premiere finden Sie auf der Stückseite die vorbereitenden Gesprächen unserer Dramaturg:innen mit dem jeweiligen Leading-Team.

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04/18/2022 9:00am

Wagners Wagnis: Chefdirigent Roland Kluttig im Gespräch 

Ab 23. April ist Richard Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Roland Kluttig auf der Bühne der Oper Graz zu erleben! 

Ab 23. April ist Richard Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Roland Kluttig auf der Bühne der Oper Graz zu erleben! Im Gespräch mit Dramaturg Bernd Krispin erzählt er von Richard Wagners Einflüssen, den Herausforderungen des „Holländers“ und der ständigen Weiterentwicklung in Wagners Werk. 

 

Drei abendfüllende Opern, dazu zwei weitere, Fragment gebliebene braucht Richard Wagner, um in „Der fliegende Holländer“ zu sich selbst zu finden. Was ist der qualitative Sprung, der Wagner nun aus dem „Versuchslabor“ holt?

 

Roland Kluttig Der Sprung zum „Fliegenden Holländer“ ist sicherlich ein sehr großer, Wagner wird aber auch weiterhin immer wieder Sprünge vollziehen, sich verändern – jede seiner Opern schlägt ein neues Kapitel seiner Entwicklung auf. Die dunkle Grundfarbe der Musik, die sich schon in der Ouverture manifestiert, die Darstellung des Meeres, die zunehmende Auflösung der starren Nummern, das Aufeinanderprallen der Chöre … In allem wagt sich Wagner weit über die Mittel seiner bisher geschriebenen Opern hinaus. Richard Wagner ist in jungen Jahren Kapellmeister in Riga, wo er „Norma“ von Vincenzo Bellini dirigiert und sogar eine Einlagearie für die Partie des Oroveso komponiert. Gerade über Bellini äußert sich Wagner immer wieder mit großem Respekt.

 

Hat das Schaffen des Sizilianers auch Spuren in „Der fliegende Holländer“ hinterlassen?

 

Roland Kluttig In einer von mir verantworteten „Norma“-Produktion am Landestheater in Coburg haben wir die Oroveso-Arie von Wagner integriert. Einerseits ist es bewundernswert, wie sehr sich Wagner den italienischen Stil anverwandelt hat, andererseits wirkte sie trotz allem wie ein Fremdkörper, ein „Rienzi“-Meteorit, der in Bellinis „Norma“ eingeschlagen war. Wagner hat insbesondere die Kunst der unendlichen Melodie bei Bellini bewundert und diese Kunst nutzt er auch im „Holländer“. Nicht nur in den naheliegenden Beispielen von Senta und Erik, sondern meiner Meinung nach auch in der besonders langgezogenen Melodienlinie der Holländer-Arie. Ein anderes Moment ist der Aufbau der großen Schlussensembles. Wagner hat zurecht immer wieder darauf hingewiesen, wieviel er gerade von Bellini gelernt hat, auch, um sich von seinen deutschen Zeitgenossen wie Brahms abzugrenzen.

 

 

In einer Nacht- und Nebelaktion flieht Wagner vor seinen Gläubigern aus Riga und gelangt nach anstrengender Fahrt nach Paris. Was ist von der Wildheit des Wassers, aber auch vom Getriebensein im „Holländer“ zu spüren?

 

Roland Kluttig Die Ouverture und alle Szenen, die mit dem Holländer beziehungsweise seinem Schiff verbunden sind, werden musikalisch durch auf- und niederfahrende Achtelfiguren der Streicher bestimmt. Ein Verfahren, welches Felix Mendelssohn Bartholdy in der exakt zur selben Zeit entstandenen „Schottischen Symphonie“ ebenso anwendet. Die rhythmische Struktur der soeben erwähnten endlosen Melodie in der Holländer-Arie beschreibt das getriebene Fahren auf dem Meer, welches untergründig weitertobt.

 

 

„Der fliegende Holländer“ ist das Werk eines jungen Komponisten, der noch nicht über die raffinierten Klangphantasien späterer Musikdramen verfügt. Was ist das Herausfordernde an der Orchestration im „Fliegenden Holländer“?

 

Roland Kluttig Wenn man die Orchestration des „Fliegenden Holländer“ mit der des „Parsifal“ vergleicht, so könnte der Unterschied kaum größer sein. Er dokumentiert einen unglaublichen Lernprozess im Umgang mit dem Orchester. Als Dirigent muss man im „Holländer“ permanent wie ein Steuermann eingreifen, um die orchestrale Struktur deutlich zu machen, währenddessen diese sich im „Parsifal“ geradezu beängstigend perfekt vor einem ausbreitet. Ein Hauptgrund ist die viel zu laute Dynamisierung der Bläser im „Holländer“; ein Problem, das alle Werke der Epoche zwischen Beethovens Tod und den reifen Werken Wagners bestimmt und das teilweise auch mit der Veränderung der Blasinstrumente dieser Zeit bis heute zu tun hat. Die Blasinstrumente dieser Zeit waren wesentlich weniger klangvoll, vor allem was das Halten des Klanges – das „tenuto“ – betrifft, und die Komponisten versuchten dem durch ein ständiges Fortissimo zu begegnen. Dieses Fortissimo muss man meist retuschieren. Dabei besteht wiederum die Gefahr, dass das Stück seine Kraft verliert. Eine Problematik, die sich beispielsweise im „Ring“ und im „Parsifal“ überhaupt nicht stellt.

 

 

Das verbindlich letzte Wort hat Wagner nicht über seinen „Holländer“ gesprochen. Über den „Tannhäuser“ gibt es ja Wagners Diktum, er sei „der Welt noch einen ,Tannhäuser‘ schuldig“. Gilt gleiches auch für den „Holländer“? Und wie ist mit den verschiedenen Fassungsstufen umzugehen?

 

Roland Kluttig Ich habe vorhin schon das permanente Lernen, die Veränderung bei Wagner beschrieben. Der „Holländer“ lag ihm sehr am Herzen, und so hat er auf den verschiedene Stufen seiner Entwicklung immer wieder auf den „Holländer“ geblickt und ihn zum Teil immer weitergeschrieben. Einerseits hat er den Einsatz der Blechbläser reduziert und somit effizienter gemacht, die größte Veränderung betrifft aber den neuen Schluss der Ouverture und der gesamten Oper, den sogenannten „Verklärungsschluss“. Ich persönlich bevorzuge bei allen Widersprüchen diese Fassung letzter Hand, wissend, dass Wagner, wäre ihm noch Zeit geblieben, möglicherweise den ganzen „Holländer“ weiter umgearbeitet hätte.
Ich sehe diese Veränderungen sämtlich als Verbesserungen im Sinne der Verdeutlichung der Idee des Stückes an, ähnlich wie Gustav Mahler bei der permanenten Veränderung und Verbesserung seiner Symphonien vorging. Das Argument des harten, unversöhnlichen Schlusses, das gern vorgebracht wird bei der Verteidigung der „Urfassung“, überzeugt mich vor allem klanglich nicht, weil es einfach sehr unfertig und sehr schlecht orchestriert klingt. Hier hätte man sich einen Berlioz gewünscht, der erste, der die Möglichkeiten des modernen Orchesters beherrschte.

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04/16/2022 11:19am

Der Trailer zu „Undine“ ist da

Im neuen Trailer zu Hans Werner Henzes Ballett „Undine“ führt Ballettdirektorin und Choreographin Beate Vollack hinab in Undines Wasserwelten!

Im neuen Trailer zu Hans Werner Henzes Ballett „Undine“ führt Ballettdirektorin und Choreographin Beate Vollack hinab in Undines Wasserwelten!

 

 

Video: Reziprok

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04/15/2022 12:01am

Joseph Haydns „Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“

Joseph Haydns „Sieben letzte Worte unseres Erlösers am Kreuz“ wurde im vergangenen Jahr als Gemeinschaftsprojekt von neun österreichischen Symphonieorchestern eingespielt. Zum diesjährigen Karfreitag haben wir das Gemeinschaftskonzert noch einmal in voller Länge für Sie!

Joseph Haydns „Sieben letzte Worte unseres Erlösers am Kreuz“ wurde im vergangenen Jahr als Gemeinschaftsprojekt von neun österreichischen Symphonieorchestern eingespielt. Zum diesjährigen Karfreitag haben wir das Gemeinschaftskonzert noch einmal in voller Länge für Sie!

 

 

Joseph Haydn | Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz, Hob. XX/1A (Orchesterfassung, 1787; ein Ausschnitt aus der oratorischen Fassung von 1796)

 

Programm

00:00 Intro

 

00:22 L’Introduzione. Maestoso ed Adagio

Mozarteumorchester

Dirigent: Riccardo Minasi

Große Universitätsaula Salzburg

https://www.mozorch.at

 

05:57 Sonata I. Largo: „Vater, vergib ihnen“

Bruckner Orchester Linz

Dirigent: Markus Poschner

Musiktheater Linz

https://www.bruckner-orchester.at

 

12:00 Sonata II. Grave e cantabile: „Fürwahr, ich sag es dir“

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich

Dirigent: Wayne Marshall

Festspielhaus St. Pölten

https://www.tonkuenstler.at

 

19:39

Sonata III. Grave: „Frau, hier siehe deinen Sohn“

Symphonieorchester Vorarlberg

Dirigent: Emmanuel Tjeknavorian

Festspielhaus Bregenz

https://www.sov.at

 

32:17 Sonata IV. Largo: „Mein Gott, mein Gott“

Grazer Philharmoniker

Dirigent: Roland Kluttig

Oper Graz 

 

39:56 Introduzione 2 (aus der Oratoriums-Fassung)

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

Dirigentin: Marin Alsop

Schloss Esterházy

https://rso.orf.at

 

45:07 Sonata V. Adagio: „Ach, mich dürstet“

Kärntner Sinfonieorchester

Dirigent: Nicholas Carter

Stadttheater Klagenfurt

https://www.stadttheater-klagenfurt.at

 

54:14 Sonata VI. Lento: „Es ist vollbracht“

Tiroler Symphonieorchester Innsbruck

Dirigent: Kerem Hasan

Haus der Musik Innsbruck

https://www.tsoi.at

 

57:41 Sonata VII. Largo: „In deine Hände“ Terremoto. Presto con tutta la forza

Wiener Symphoniker

Dirigent: Andrés Orozco-Estrada

Wiener Konzerthaus

https://www.wienersymphoniker.at

 

1:04:33 Abspann

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04/12/2022 12:00am

Von der Windsbraut geküsst

Wie Wagner der Holländer zuflog

Um in Riga seinen Gläubigern zu entkommen, unternimmt Richard Wagner gemeinsam mit seiner Gemahlin Minna und dem Hund Robber eine abenteuerliche Flucht.

Um in Riga seinen Gläubigern zu entkommen, unternimmt Richard Wagner gemeinsam mit seiner Gemahlin Minna und dem Hund Robber eine abenteuerliche Flucht. Von Mitau, dem heutigen Jelgava (1) aus, geht es ab dem 9. Juli 1839 erst über Land Richtung Königsberg, wobei mit Sicherheit die Kutsche zu Fall kommt und Minna vermutlich deswegen ihr Ungeborenes verloren haben soll. Am 19. Juli besteigen sie in Pillau (2) das Segelschiff „Thetis“, das unterwegs nach London ist. An Kopenhagen (3) und Helsingör (4) vorbei geht gemächlich die Fahrt, bis die Thetis am 27. Juli im Skagerrak (5) in einen heftigen Sturm gerät. Wie sich Erlebtes und Sagenwelt in Wagner verschränken, darüber berichtet er in seiner „Autobiographischen Skizze“: „Die Durchfahrt durch die norwegischen Schären machte einen wunderbaren Eindruck auf meine Phantasie; die Sage vom fliegenden Holländer, wie ich sie aus dem Munde der Matrosen bestätigt erhielt, gewann in mir eine bestimmte, eigentümliche Farbe, die ihr nur die von mir erlebten Seeabenteuer verleihen konnten.“ Am 29. Juli kann das Schiff an der norwegischen Küste nordöstlich von Arendal (6) auf der Insel Sandøya (7) anlegen. Die Weiterfahrt scheitert vorerst, da das Schiff auf ein Riff aufläuft. Endlich geht es am 1. August weiter, bis das Wetter umschlägt und ein schwerer Sturm am 7. August zu wüten beginnt. In „Mein Leben“ beschreibt Wagner, wie sich angesichts der entfesselten Naturgewalten Minna buchstäblich an Wagner ketten will, um mit ihm gemeinsam unterzugehen: „Da … zugleich mit dem Sturm ein heftiges Gewitter am Himmel tobte, sprach Minna den eifrigen Wunsch aus, lieber vom Blitz zerschmettert mit mir umzukommen, als in die fürchterliche Wasserflut lebend zu versinken. Auch bat sie mich, sie mit einigen Tüchern an mich anzubinden, damit wir beim Versinken nicht getrennt werden möchten.“ Am 12. August ist endlich Gravesend (8) am Ufer der Themse erreicht. Wagners besteigen einen Dampfer, reisen weiter nach London (9), um schließlich am 20. August in der Früh auf einem weiteren Dampfschiff von London ins französische Boulogne-sur-Mer (10)zu fahren, wo sie am Abend desselben Tages ankommen. Eine fast sechswöchige und abenteuerliche Reise ist überstanden.

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