„5 Minuten Klassik“ von Mareike Jankowski


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Die Mezzosopranistin Mareike Jankowski empfiehlt Musik von Verdi, Schubert und Debussy. Hören Sie hinein! 

 

„Sich auf Lieblingsstücke festzulegen ist schwer und für mich lebensphasenbedingt. Aber ein Werk, dass für mich persönlich mit Abstand zu allen anderen mir bekannten steht, ist die göttliche Messa da Requiem von Verdi. Diese Musik offenbart mir so große Rührung, tiefe Bewegung und eingehend- intensive Melodien, die mich jedes Mal regelrecht überwältigen! Klänge und Melodieströme fern dieser Welt, dem Jenseits gleich, die ich mit den Tönen des Himmels assoziiere, die sich so vielschichtig und sensibel aneinanderreihen, von tobenden, aufbrausenden Pauken und Trompeten über so zarte, feinfühlige und dichte Streicher- und Holzbläserlinien, die soviel Wahrheit und Wahrhaftigkeit über Leben, Tod und Erlösung erzählen, mir durch Mark und Bein gehen und mich emotional derartig aufwühlen. Aber was Worte nicht vermögen auszudrücken, muss man unbedingt mit den eigenen Ohren erfahren und durchleben!

Besonders empfehle ich die Aufnahme mit dem NBC Symphony Orchestra unter Arturo Toscanini 1951 mit Herva Nelli, Fedora Barbieri, Giuseppe Di Stefano und Cesare Siepi:

 

https://youtu.be/avWpbCi0Dk8

 

Sehr am Herzen liegen mir auch die Interpretationen des grandiosen, russischen Pianisten Sviatoslav Richter, dessen Musik ich als so demütig, individuell, unbedingt und unmittelbar empfinde, der spielte, als gäbe es kein Morgen, immer mit der Absicht, ganz im Dienst des Komponisten zu stehen. Insbesondere höre ich zur Zeit gerne die Schubert-Klaviersonate D. 960 von ihm:

 

https://youtu.be/lncNcNtGkJY

 

Aber auch die farbenreichen Préludes von Debussy spielt er so einfühlsam und persönlich, die gerade in dieser kalten, grauen Jahreszeit Trost und Wärme spenden und imstande sind, eine wohlige Atmosphäre zu zaubern.“

 

https://youtu.be/SoqSqW0YW7A

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