Aus dem Bücherregal des Ensembles: Literaturtipps von Ulli Kerpacher


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Ulli Kerpacher aus unserer Marketingabteilung zählt zu den Vielleserinnen unseres Hauses. Hier verrät sie ihr – zugegebenermaßen schweren Herzen gekürztes – „Best of“ ihres Bücherregals (siehe auch Fotos links zum Durchklicken): 

 

 

„Mein erstes richtiges Buch war Rudyard Kiplings’„Das Dschungelbuch‘.  Zuerst nur vorgelesen von einer, die mich schon in frühester Kindheit auf die Bücherspur gebracht hat, vielen Dank! Als ich es schon fast auswendig konnte, habe ich begonnen, es selbst zu lesen, ich war fünf und Bilderbücher waren nett…

Das Lesenlernen war ein intensives Projekt, musste aber sein, da es Magie war, wie aus Reihen von klitzekleinen, schwarzen Zeichen – also praktisch aus dem Nichts – Bilder und Geschichten entstanden!

Und dann wurde alles gelesen, was greifbar oder auch nur sichtbar war.

Das blieb mir. Ganz wenige Bücher habe ich bisher nur angelesen weggelegt – aus guten Gründen.

Meine Regale sind vielfältig und bunt durcheinandergemischt gefüllt – nach dieser Methode wird auch gelesen. Meine Lieblinge aus der französischen und spanischsprachigen Literatur werden fallweise auch in der Originalsprache gelesen. Victor Hugo steht neben Vargas Llosa, Sartre und Camus, Baudelaire und Kollegen neben Cortázar, nicht zu vergessen Zeitgenössisches aus beiden Sprachwelten.

Die schmalen Büchlein ‚La hojarasca‘ und ‚La increíble y triste historia de la cándida Eréndira y de su abuela desalmada‘ haben mir das Tor nach Macondo und in die fantastische Welt von Gabriel García Márquez und vieler lateinamerikanischer Autoren eröffnet und mich nicht mehr losgelassen.

Dazu kommt noch: wenn einmal ins Herz geschlossen, muss ein Autor ‚ausgelesen‘ werden.

Österreichische Literatur, Doderer, Werfel, Kisch und Kishon, Roth und Canetti, sogar Kafka und Bernhard und viele andere müssen sein.

Alte und junge Philosophen sowie Geschichte und Geschichten aus aller Herren Länder und vor allem Religionsgeschichte und alte Kulturen haben es mir ebenso angetan.

 

Jetzt gerade werden gelesen bzw. liegen zum Lesen bereit:

Salman Rushdie ‚Die bezaubernde Florentinerin‘ (in der Warteschleife: ‚Shalimar der Narr‘)

Orhan Pamuk ‚Rot ist mein Name‘ (zum zweiten Mal; ‚Die weiße Festung‘ ist bestellt)

Amos Oz ‚Eine Geschichte von Liebe und Finsternis‘ (bald gefolgt von ‚Black Box‘) – beides schon mehrfach gelesen

Joël Dicker ‚La verité sur l’affaire de Harry Quebert‘ (ein französisches muss immer dabei sein)

Miguel Figueras ‚Das Lied von Leben und Tod‘

Franz Werfes ‚Stern der Ungeborenen‘, Science-Fiction aus dem Jahre 1946 (hier folgen wohl bald Doderers ‚Die Wasserfälle von Slunj‘ – Einstiegsdroge für Heimitisten- seit Jahrzehnten einmal im Jahr dran)

Harry Mulisch ‚Die Entdeckung des Himmels‘

Jonathan Littell ‚Die Wohlgesinnten‘ (‚harte Kost‘, mehrmals begonnen, niemals aufgegeben)

 

 

Und noch ein Tipp, wenn ‚dicke Schwarten‘, die ich sehr schätze, oder besonders herausfordernde Inhalte die grauen Zellen stressen: immer einen Stapel Krimis zu Hause haben – zum ‚Durchspülen.“

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