Der schönste Tag im Leben von Sieglinde Feldhofer


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Im Interview mit Produktionsdramaturg Bernd Krispin, erzählte die Sopranistin Sieglinde Feldhofer, die in der Oper „Die verkaufte Braut“ in der Titelpartie zu erleben ist, was Ihr liebster Hochzeitsfilm ist.

 

Wenn denn einmal die Hochzeitsglocken klingen – wo wäre die ideale Örtlichkeit?

Heiraten steht ehrlich gesagt aktuell nicht ganz oben auf meiner To-do-Liste. Ich finde, Liebe braucht keinen Vertrag, und eine Eheschließung macht für mich die Verbindung zwischen zwei Menschen nicht automatisch stärker. Aber ich möchte jetzt auch nicht zu cool und zynisch erscheinen, schließlich bin ich meist die erste, die bei romantischen Momenten bei Hochzeiten oder bei Liebesfilmen zu weinen beginnt. Sollte es also doch einmal dazu kommen, würde ich mir wohl eine intime Zeremonie irgendwo in der Abgeschiedenheit wünschen. Mit den Liebsten, aber weniger eine große Show-Veranstaltung als vielmehr ein Fest der Liebe, wo es um das Wesentliche geht – die tiefe Verbindung zwischen meinem Freund und mir.

 

Welche Musik soll es denn werden als Hochzeitstanz?

Es gibt so viele wunderschöne klassische Werke, die mir etwas bedeuten und mit denen ich positive Gefühle und Erinnerungen verbinde. Von Streichquartetten über Lied bis hin zu Szenen aus Opern. Um auszuwählen, welche Stücke bei der Hochzeitszeremonie gespielt werden sollen, müsste ich wohl heute schon anfangen zu überlegen. Aber als Hochzeitstanz würde ich wahrscheinlich etwas ganz anderes auswählen, vielleicht einen Rock- oder Hip-Hop-Song – natürlich alles in Abstimmung mit meinem Partner.

 

Was ist Ihr liebster Hochzeitsfilm?

Hochzeitsfilme finde ich meist recht kitschig und unrealistisch. Ich habe noch nie verstanden, warum man die Erwartungshaltung so hoch ansetzt, dass dieser eine Tag unbedingt der schönste im Leben zweier Menschen sein muss. Dem kann man ja kaum entsprechen! Nichtsdestotrotz tut es manchmal einfach gut, sich eine romantische Schnulze reinzuziehen, das gebe ich gerne zu. Als Kind habe ich den Film „Vater der Braut“ geliebt. Heute würde ich mich für „Monsieur Claude und seine Töchter“ entscheiden – ein herrlicher Film über Liebe und Heirat über Religionsgrenzen hinweg. Ich bin grundsätzlich ein großer Fan französischer Filme. Sie haben einfach einen grandiosen Humor.

 

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