Drei Fragen an Markus Butter 


Content

Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ ist oftmals der erste Kontakt zur Gattung Oper, und „Hänsel und Gretel“ ist auch das Werk, das gemeinhin mit dem Namen Humperdinck eng verknüpft ist. Was aber ist das Besondere an den „Königskindern“, sodass kein Opernfreund eine Aufführung der Grazer Neuproduktion versäumen sollte?

Es gibt ja auch eine Hexe und einen Besenbinder, und man kann sogar Musik aus „Hänsel und Gretel“ wiedererkennen. In beiden Opern werden die Kinder am Ende wiedergefunden, die Königskinder sind allerdings tot. Humperdinck und Elsa Porges-Bernstein schreiben ein besonders drastisches Plädoyer für Menschlichkeit, Toleranz, Aufgeschlossenheit und Offenherzigkeit, Mut und Erneuerung – verpackt in besonders schöne Musik.

 

Nach der „Polnischen Hochzeit“, als Titelheld in „König Roger“ und als Cipolla in der zeitgenössischen Oper „Mario und der Zauberer“ erweitern Sie Ihr Repertoire um die Figur des Spielmanns. Was ist der besondere Reiz einer Partie, für die es seitens des Publikums keine vorgefertigten Meinungen und festgefügten Erwartungen gibt?

Der Spielmann fordert mich heraus, weil Humperdinck ihm so unterschiedliche Musik geschrieben hat. Genial, wie er für jede szenische Situation den geeigneten musikalischen Ton findet. Der besondere Reiz für mich liegt nun darin, die dazu passenden Stimmfarben und Haltungen auszuloten.

 

„Kinder brauchen Märchen“, stellte Bruno Bettelheim so treffend fest. Was war denn Ihr Lieblingsmärchen in Ihrer Kindheit?

Die spannendsten Märchen waren für mich diejenigen, die mir die Erwachsenen immer dann auftischten, wenn ich etwas unbedingt wissen wollte, was ich auf keinen Fall wissen sollte. Christkind, Osterhase, Storch …

Weitere News