Eine Großmutter aus dem Märchenbuch


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Florian Stohr nimmt bei „Rotkäppchen“ eine ganz besondere Rolle ein. In einem Gespräch mit Stückdramaturgin Lisa-Christina Fellner gibt er einzelne Einblicke und Hinweise auf seine Aufgabe im Stück, die Vorbereitung auf seine körperliche Verwandlung und seinen persönlichen Bezug zu Märchen.

 

Lieber Florian, bei Rotkäppchen nimmst du ja eine ganz besondere Rolle ein, wie erkennen wir dich auf der Bühne?

Ein Traum in Blau, mal hier, mal da. Ab und zu auf der Suche nach dem berühmten roten Faden, mit einer Vorliebe für Obstkuchen.

 

Wie hast du dich auf die Rolle vorbereitet?

Märchen gelesen, Text gelernt, Fatsuit angezogen und in Zusammenarbeit mit der Ballettdirektorin Beate Vollack an einer speziellen Körperlichkeit und dem Text gearbeitet. Nach einigen Versuchen in verschiedene Richtungen haben wir uns für eine durchaus fidele Interpretation entschieden.

 

Was sind die Herausforderungen, denen du in deiner Rolle begegnest, man sieht dich ja nicht nur erzählend….

 Tja…. Karte kaufen, Sitzplatz einnehmen und sich überraschen lassen… 

 

Rotkäppchen – ein Märchen, das in jedem Märchenbuch zu finden ist und jedem Kind mal vorgelesen wird, Dir auch?

Rotkäppchen ist natürlich der Klassiker unter den Märchen. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, erinnere ich mich aber an erster Stelle an „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew – die Schallplatte lief bei meinen Großeltern hoch und runter. 

 

Wenn wir Rotkäppchen heute treffen würden, wie würde sie sein?

Ich glaube, Rotkäppchen wäre ein modernes, aufgewecktes, selbstbewusstes junges Mädchen – eher eine Pipi als eine Annika – die aufgrund ihrer kindlichen Naivität die konservative Erziehung ihrer Mutter in Frage stellt und sie nicht blind befolgt.

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