Oberst Pickering und sein liebster Zungenbrecher


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In der Wiederaufnahme der „My Fair Lady“ gibt David McShane den Sprachforscher Oberst Pickering, der gemeinsam mit Professor Higgins aus Eliza Doolittle eine bezaubernde junge Dame formt. Als David McShane Mitte der achtziger Jahre aus den USA nach Österreich gekommen ist, war ein steirischer Kürbis nicht nur eine kulinarische Herausforderung für ihn, wie er während der Probenzeit dem Dramaturgen Bernd Krispin zu berichten weiß.

 

Der Musical-Klassiker „My Fair Lady“ zählt zu den beliebtesten und meistgespielten Musicals überhaupt. Können Sie sich noch an Ihre erste „Lady“ erinnern?

Der Film mit Audrey Hepburn und Rex Harrison wurde im Fernsehen ausgestrahlt, als ich ungefähr 16 Jahre alt war. Ich erinnere mich, wie wir am nächsten Tag in der Schule versucht haben, mit „britischem“ Akzent zu sprechen. Erst durch diesen Film bin ich auf die Unterschiede zwischen den verschiedenen „Sprachen“ im Englischen aufmerksam gemacht worden.

 

Oberst Pickering ist, ähnlich wie Professor Higgins, sehr an Sprache und Dialekten interessiert. Wie ging es Ihnen denn, als Sie Mitte der achtziger Jahre erstmals mit dem Steirischen konfrontiert wurden?

Ich erinnere mich zuallererst an eine Begegnung mit einer Bäuerin auf dem Kaiser-Josef-Platz, die ich gefragt habe, wie man denn den geschabten Kürbis zubereitet. Von da an war mir klar, dass ich SEHR aufmerksam zuhören muss, um mit den Einheimischen wirklich zu kommunizieren.

 

Sprechübungen sind Teil des strengen Unterrichts von Professor Higgins. Was ist Ihr liebster Zungenbrecher, den Sie – ohne sich zu versprechen – perfekt beherrschen?

Mein Lieblings-Zungenbrecher in meiner Kindheit war ein Lied, das dazu dient, sich auf spielerische Art das Alphabet zu merken:

B-A-bay, B-E-bee, B-I-bickybye, B-O-bo, bickybye-bo, B-U-bu, bickybye-bo-bu. OH!

… dann mit C wiederholen… und so weiter mit D, F, G …

Nur schade, dass unsere Leser das Lied nicht hören können.

 

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