Ohne Tränen?

Drei Fragen an Marjukka Tepponen


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Drei Fragen an die finnische Sopranistin Marjukka Tepponen zu ihrer Rolle Cio-Cio-San in der Oper „Madama Butterfly“

 

Warum scheitert die Beziehung zwischen Cio-Cio-San und Pinkerton?

Cio-Cio-San und Pinkerton sind aus völlig unterschiedlichen Welten. Trotz ihrer kulturellen Differenz und des großen Altersunterschieds verlieben sie sich. Sie entscheiden sich aus unterschiedlichen Gründen zur Eheschließung. Pinkerton möchte in Japan eine Frau oder eine Gefährtin finden, um seine Zeit im Ausland angenehmer zu machen. Er wird letztendlich eine echte Amerikanerin heiraten, was er schon weiß, bevor er Cio-Cio-San heiratet. Sie allerdings nicht: Sie geht bewusst in diese Ehe und bricht mit ihrer gesamten Kultur, Religion und Familie. Diese Ehe ist alles für Cio-Cio-San. Man darf dabei nicht vergessen, wie jung sie ist.

 

Haben Sie einen besonderen Zugang zur japanischen Kultur?

Ich war erst einmal in Tokio, aber ich habe mich wirklich in das Land und die japanische Kultur verliebt. Ich bin auch ein großer Fan der japanischen Küche (lacht). Ich hoffe, dass ich bald wieder die Gelegenheit habe, Japan zu besuchen.

 

Wie kontrollieren Sie Ihre Gefühle, während Sie den ganzen Abend singen müssen?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Geschichte für mich sehr emotional sein wird. Ich bin Mutter eines vierjährigen Buben und mit einem Amerikaner verheiratet (lacht). Ich bin zwar nicht in der gleichen Situation wie Cio-Cio-San, kann mir diese aber gut vorstellen. Ich war nie in der Lage, „Madama Butterfly“ ohne Tränen zu sehen. Der Probenprozess war schon sehr emotional, und ich bin sicher, dass mich die Geschichte auch in der Wiederbegegnung heftig packen wird.

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