Opernkinomontag: Fitzcarraldo 


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Die Kinos sind weiterhin geschlossen, in die Ferne reisen kann man allerhöchstens mit dem Finger auf der Landkarte – wie gut, dass am heutigen Opernkinomontag unser Dramaturg Bernd Krispin mit Werner Herzogs „Fitzcarraldo“ (1982) eine Reise ins peruanische Amazonasgebiet auf dem Programm hat. Und da heute Feiertag ist, gibt es gleich zwei Opernausschnitte.

Nach dem Vorbild des prächtigen Opernhauses im brasilianischen Manaus will der exzentrische Opernliebhaber Brian Sweeney Fitzgerald, genannt „Fitzcarraldo“ (Klaus Kinski), im peruanischen Urwald ein Opernhaus erbauen, in dem Enrico Caruso auftreten soll. Den Bau finanzieren soll eine Kautschuk-Plantage in einem als unerreichbar geltenden Urwaldabschnitt, wohin Fitzcarraldo von Indios einen alten Flussdampfer über einen Bergrücken schleppen lässt, um den Kautschuktransport zu gewährleisten. Die Indios lösen die Taue des Schiffs, und als das Schiff manövrierunfähig dahingleitet, erklingt aus dem Grammophon das Sextett aus Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“. Doch Fitzcarraldo lässt nicht ab von seinem Plan, die Oper in den Urwald zu bringen, und imaginiert sich das Schiffsdeck als Aufführungsorts des Duetts „A te, o cara“ aus Vincenzo Bellinis „I Puritani“.

Zwar nicht aus dem Urwald, aber immerhin aus dem Teatro Colón in Buenos Aires ist dieser Ausschnitt des Sextetts „Chi mi frena in tal momento“, in welchem Beverly Sills und Alfredo Kraus brillieren:

https://www.youtube.com/watch?v=KV4Ns22JQRY

 

Auch Fitzcarraldo wäre hingerissen von der Interpretation des peruanischen Tenors Juan Diego Florez, der gemeinsam mit Nino Machaidze Belinis „I Puritani“ singt:

https://www.youtube.com/watch?v=MaLJXYQ1jxE

 

Über folgende Anbieter lässt sich „Fitzcarraldo“ streamen:

https://www.werstreamt.es/film/details/29113/fitzcarraldo/

 

 

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