Appell für Frieden


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Seit dem 24. Februar greift Russland die Ukraine militärisch an. Mit großer Sorge verfolgen wir diesen Krieg gegen einen souveränen demokratischen Staat in Europa. Wir sind der festen Überzeugung, dass militärische Gewalt kein Mittel sein kann, politische Konflikte zu lösen.

Unsere Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine sowie unseren ukrainischen Kolleginnen und Kollegen an der Oper Graz, die in großer Sorge um ihre Angehörigen und Freunde sind.

 

In dieser Situation ist es uns wichtig, musikalische Zeichen der Solidarität zu setzen:

 

Robert Stolz: „UNO-Marsch“

Der Grazer Komponist Robert Stolz schrieb in den 1960er Jahren den „UNO-Marsch“. Mit dieser Komposition wollte er etwas Neuartiges schaffen, „keinen bedrohlichen Kriegsmarsch, sondern einen mitreißenden ,Friedensmarsch‘, der all jenen den Rücken stärken sollte, deren höchstes Anliegen der Aufbau einer Welt ist, die auf Gerechtigkeit und gegenseitigem Verstehen statt auf Besitzgier und Gewalt basiert.“ Im Neujahrskonzert vom 1. Januar 2020 dirigierte Oksana Lyniv, selbst Ukrainerin und damals Chefdirigentin der Grazer Philharmoniker und der Oper Graz, dieses Stück. Möge diese Musik, festgehalten für eine Radioübertragung des ORF, auch heute wieder ein Appell für Frieden sein!

 

 

Mark-Anthony Turnage: „Testament“

„Ich habe beschlossen, eine Partitur zu komponieren, die sich auf die Themen Vertreibung und Konflikt und auf die spezielle politische Geschichte der Ukraine konzentriert – einem Land, das oftmals Unterdrückung durch Russland erlitten hat. Ich fand ein großartiges Gedicht von Serhij Schadan und begann nach anderen ukrainischen Texten zu suchen, die dieses Gedicht ergänzen könnten. Dann entdeckte ich Wassyl Stus, der in seinem Heimatland hochgeschätzt wird, was wiederum zurück zu Taras Schwetschenko und dessen gefeiertem Gedicht „Testament“ (das auch von Prokofjew vertont wurde) führte. Diese vier Texte umspannen die imperialistische-, die sowjetische und die moderne Ära in der Ukraine. Zur Ergänzung habe ich einige ukrainische Volkslieder eingesetzt.“ So der Komponist Mark-Anthony Turnage über „Testament“, das er auf Anregung des ukrainischen Dirigenten Kirill Karabits nach den 2014 stattgefundenen Gefechten in Donezk komponierte und das 2018 uraufgeführt wurde.

 

Die weltweit dritte und österreichische Erstaufführung fand am 21. September 2019 im Rahmen des Eröffnungskonzerts in der Oper Graz statt. Musikalisch geleitet wurde das Konzert von der Ukrainerin und damaligen Chefdirigentin der Oper Graz, Oksana Lyniv. Es singt Tetiana Miyus, ebenfalls Ukrainerin, erstellt wurde der Mitschnitt vom ORF Steiermark.

 

Kostenloser Besuch der Oper Graz für Geflüchtete

Der Kulturpass der Initiative Hunger auf Kunst und Kultur bietet kostenlose Teilnahme am kulturellen Leben für sozial benachteiligte Menschen. Inhaber:innen des Passes haben die Möglichkeit, Vorstellungen in der Oper Graz mit einem Gratisticket zu besuchen, erhältlich jeweils an der Abendkasse (nach Verfügbarkeit). Auch Geflüchtete aus der Ukraine können sich an verschiedenen Stellen in Graz und der Steiermark mit ihrem Vertriebenenausweis einen Kulturpass ausstellen lassen und somit Vorstellungen der Oper Graz kostenlos besuchen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter hungeraufkunstundkultur.at.

 

Wie kann jede:r Einzelne helfen?

Rasche humanitäre Hilfe vor Ort – etwa Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln, Hygieneartikeln oder Heizmaterial – sowie Hilfsmaßnahmen wie Information und Koordination leisten zahlreiche Hilfsorganisationen und Freiwillige, die Sie bereits mit einer kleinen Spende unterstützen können.

 

Ridna Domivka – Ukrainischer Kulturverein in Graz

ridnadomivka.at

„Seit Sommer 2020 gibt es in Graz den ukrainischen Kulturverein ‚Ridna domivka‘ (‚Wiege der Heimat‘), der sich um die Förderung des kulturellen ukrainisch-österreichischen Austausches bemüht. In diesen für die Ukrainer:innen schweren Zeiten versuchen wir, unsere Landsleute bestmöglich zu unterstützen und gemeinsam mit anderen vertrauensvollen Organisationen sowohl den Geflüchteten als auch den Ukrainer:innen vor Ort zu helfen: Wir kooperieren mit ‚Apotheker ohne Grenzen‘ und sorgen für Lieferungen lebenswichtiger Medikamente in den schwer zugänglichen Regionen. Mit Ihrer Hilfe und der Unterstützung der Stadt Graz richten wir gerade ein Vereinszentrum ein, in dem die Ukrainer:innen mitten in Graz die Möglichkeit bekommen werden ein Stückchen Heimat zu erleben. Ein Teil der Spenden geht an den ukrainischen Fonds ‚Stay alive‘ für die ukrainische Armee, die jetzt wie ein Schild die europäische Grenze schützt. Helfen wir gemeinsam der Ukraine!“

Galyna Skotnik, Obfrau des Vereins Ridna Domivka

 

Spendenkonto

Empfänger: Ukrainischer Kulturverein in Graz Ridna Domivka

IBAN: AT83 2011 1843 2114 7100

Zahlungsreferenz: Humanitäre Spende Ukraine

 

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten

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