Musical

Anatevka

Fiddler on the Roof

Joseph Stein (Buch), Jerry Bock (Musik), Sheldon Harnick (Gesangstexte)

Basierend auf den Geschichten von Sholem Aleichem. Mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Perl
Buch: Joseph Stein, Musik Jerry Bock, Gesangstexte: Sheldon Harnick
In New York von Harold Prince produziert
Erstproduktion in New York, Regie und Choreographie von Jerome Robbins.

Deutsch von Rolf Merz und Gerhard Hagen

Die Übertragung der Aufführungsrechte erfolgt in Übereinkunft mit Music Theatre International (Europe) LTD, London.

Bühnenvertrieb für Österreich: Josef Weinberger Wien, GesmbH

 

Empfohlen ab 11 Jahren.

 

 


Content

Im Schtetl Anatevka befolgt jeder die Tradition, und jeder tänzelt ein bisschen wie ein Fiedler auf dem Dach. So stellt sich der Milchmann Tevje vor, wie es denn wäre, wenn er einmal reich wär’. Doch erst einmal sind die ersten drei seiner insgesamt fünf Töchter zu verheiraten. Zeitel, die älteste, liebt allerdings den armen Schneider Mottel und nicht den reichen Fleischer Lazar Wolf. Wie gut, dass sich aus dem Jenseits Tevjes verstorbene Schwiegermutter und Lazars erste Frau melden, um Tevjes Gemahlin Golde umzustimmen. Auch die weiteren Töchter Tevjes wollen von den Vorschlägen der Heiratsvermittlerin Jente nichts wissen, folgen ihren Herzen und entscheiden sich für den Studenten Perchik beziehungsweise den russischen Christen Fedja. So ändern sich die Zeiten, denn Männer beginnen mit Frauen zu tanzen – und in aller Brutalität kommt es zu Ausschreitungen beim Hochzeitsfest, das doch so fröhlich begonnen hat. Dann geht alles Schlag auf Schlag: Innert drei Tagen muss das Schtetl geräumt sein. Jeder packt seinen Koffer, um die Reise ins Ungewisse anzutreten.
1964 am Broadway uraufgeführt, begeistert „Anatevka“ seitdem nicht nur durch hinreißende Tanzszenen, großangelegte Shownummern und innige
Momente, sondern hält deswegen das Publikum weltweit gefangen, weil Tevjes Wünsche, Träume und Hoffnungen zutiefst menschlich sind. In der Grazer Neuproduktion ist Ivan Oreščanin als Tevje zu erleben, der mit seinem Schöpfer Zwiesprache hält, um sein Leben zu meistern. Nach seinen erfolgreichen Arbeiten im Rahmen des OpernKurzgenusses (zuletzt „Mario und der Zauberer“) und am Stadttheater Leoben inszeniert Christian Thausing sein erstes Musical an der Oper Graz.

 

Ohren auf! Regisseur Christian Thausing und Dramaturg Bernd Krispin über das Musical „Anatevka“, erstellt von Lukas Mimlich

 

Maßnahmen der Oper Graz gegen die Ausbreitung des Corona-​Virus

 

Besetzung

Musikalische Leitung
(Dez: 4, 23, 26, Mär: 28)
/
(Nov: 28, 29, Dez: 13, Jan: 22, Feb: 6, 12, 13, Mär: 28)
/
(Mär: 28, Mai: 14, 15, 22, 23, Jun: 5)
Inszenierung
Choreographie
Bühne & Kostüme
/
Dramaturgie

 

Zeitel | Oma Zeitel
Hodel
(Dez: 4, 13, 26, Feb: 12, 13, Mär: 28, Mai: 14, 15, 22, 23, Jun: 5)
/
(Nov: 28, 29, Dez: 23, Jan: 22, Feb: 6, Mär: 28)
Mottel Kamzoil
(Nov: 28, 29, Dez: 23, 26, Feb: 6, 12, 13, Mär: 28, Mai: 22, 23)
/
(Dez: 4, 13, Jan: 22, Mär: 28, Mai: 14, 15, Jun: 5)
Lazar Wolf
Menachem, der Rabbi
Schlomo, der Bäcker
Schandel
(Nov: 28, 29, Dez: 4, 13, 23, 26, Jan: 22, Feb: 6, 12, 13, Mär: 28, Mai: 14, 15, 22, 23, Jun: 5)
Jakob, Mottels Vater
(Mär: 28)
Pressestimmen

“ Mazeltov! Eine Sternstunde

‚Anatevka‘ ist ein eindringliches Musical, das mit Konventionen des Genres bricht. Bei Regisseur Christian Thausing und seinem Debüt am großen Haus war es in besten Händen.
[…] Ohne Rührseligkeit bringt Regisseur Christian Thausing „Anatevka“ auf die Bühne. Er lässt das Publikum ins zaristische Russland um 1905 reisen, überlässt ihm dabei aber wie bei einem Gemälde Raum zur Selbstinterpretation und -reflexion.
[…] Thausing löst das mit seinem exzellenten Team – Choreografin Evamaria Mayer, den Ausstattern Timo Dentler und Okarina Peter sowie Lichtdesigner Sebastian Alphons – wunderbar und trotz der Verhaftung in 1905 als lebendes Bildnis. […] Ohne Kitsch und Pathos löst Thausing zudem den „Don Camillo“-Ansatz bei den Zwiegesprächen mit Gott. Viel Applaus auch für das Ensemble, angeführt vom sowohl balanciert singenden als auch glaubhaft spielenden Duo Ivan Oreščanin (Tevje) und Susan Rigvava-Dumas (Golde). Erwähnt werden müssen die Töchter (Josephine Renelt, Sieglinde Feldhofer und Eva-Maria Schmid), ein stimmlich aufblitzender und als Christ Fedja Akzente setzender Mario Lerchenberger sowie Uschi Plautz, die als Heiratsvermittlerin köstliche Momente hat. Fazit: Der Stellenwert des Musicals an der Oper Graz bleibt nach „Ragtime“, „Kiss Me, Kate“ und „Guys and Dolls“ erfreulich hoch. Weltklasse!“ (Kleine Zeitung)

 

 

„[…] Als Bühnenbild dient ein überdimensionaler Koffer. So wie die Kostüme ist auch er in Sepiafarben gehalten (Ausstattung: Okarina Peter und Timo Dentler). Man fühlt sich an einen alten Koffer erinnert, den man auf dem Dachboden findet, und in dem alte Fotoalben und Schriftstücke eine Geschichte aus längst vergangener Zeit erzählen, die dennoch gegenwärtig ist. Zugleich erinnert der Koffer gegen Ende unausweichlich an Vertriebene. Ein starkes Bild! Erzählt wird die Geschichte von Tevje, dem Milchmann, dem Ivan Oreščanin nicht nur viel Stimme, sondern auch darstellerisch viel Tiefe verleiht, seiner Frau Golde (Susan Rigvava-Dumas ist sein perfektes Gegenstück) und ihren fünf Töchtern. […] Es ist auch die wunderbare Gesamtleistung des Ensembles, die diesen Abend so besonders macht. Von den Töchtern Josephine Renelt, Sieglinde Feldhofer, Eva-Maria Schmid, ihren Männern Matthias Störmer, Benjamin Plautz und Mario Lerchenberger über die Dorfbewohner (Thomas Essl, Uschi Plautz, David McShane) bis hin zum russischen Wachtmeister (Johann Wolfgang Lampl), vom bestens disponierten Chor unter Georgi Mladenov bis zum von Evamaria Mayer einstudierten Ballett – hier sind alle in ihrem Element. So wie auch die Grazer Philharmoniker unter Marius Burkert, die mit Elan Musicalsongs, Klezmer, Synagogengesang und russische Volksmusik zu einer Einheit verschmelzen. Eine überaus gelungene Produktion, bei der nicht nur Musical-Fans auf ihre Kosten kommen.“ (Kronen Zeitung)

 

 

„[…] das gewohnte Alltagsleben nimmt – in der „menschelnden“, aber niemals zu kitschigen, sondern mit feinem Humor versehenen Regie von Christian Thausing – seinen Lauf. […] Durch die exzellente Personenführung durch die Regie ist die Handlung – trotz der Fülle von Personen auf der Bühne – stets transparent und nachvollziehbar. […]“ (Online Merker)

 

 

„[…] Schon das erste Bild in Graz ist verblüffend: ein Reisekoffer, so groß wie die Bühne, klappt auf und alle Bewohner Anatevkas treten heraus und erzählen ihre Geschichten. Aber mit dem Koffer ist die Wanderschaft in eine neue Welt vorgegeben. […] Auffallend gut: Susan Rigvava-Dumas als Golde und Benjamin Plautz als revolutionärer Student Perchik. Das Konzept der Inszenierung von Christian Thausing ist erfrischend intelligent. Unter der musikalischen Leitung von Marius Burkert veredeln die Grazer Philharmoniker die Musicalpartitur. Die Oper Graz kann stolz auf seine „Anatevka“ sein! […] Besuchen Sie „Anatevka“, vielleicht spüren Sie, wie der Geiger zum Schluss auch Sie in eine „Neue Welt“ begleitet, die wir so noch nicht kennen.“ (Kurier)

 

Wissenswertes rund um die Produktion

Vorstellungen