Oper

Don Giovanni

Wolfgang Amadeus Mozart

Dramma giocoso in zwei Akten ~ Libretto von Lorenzo da Ponte

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Empfohlen ab 14 Jahren.

 

 


Content

Seitdem Don Giovanni 1787 die Bühne betrat, herrscht Hochdruck – emotionaler, psychischer und musikalischer! Wer ist dieser Mann, der uns bezirzt und dessen Lebensmotto „Tutto dall’amore!“ lautet? In der „Oper aller Opern“ treffen die extremsten Gefühlszustände aufeinander: Begehren, Hass, Rausch. Mozarts Figuren bewegen sich dabei zwischen Euphorie und Angst: Don Giovanni flieht vor den Gefühlen seiner
ehemaligen Geliebten, Zerlina spürt die Sehnsucht nach einem Anderen, Donna Annas schlechtes Gewissen treibt sie auf Abwege, Don Ottavio rettet sich in die Rache und Masetto versucht, die Eifersucht aus seinem Inneren zu reißen … Je länger Giovanni in dieser geordneten Welt wandelt, desto weniger kommen die Figuren zur Ruhe, beginnen sich gegenseitig zu zerlegen und singen von „Viva la libertà!“ – ist es die Suche nach der Freiheit heraus aus gesellschaftlichen Konventionen, Bildern, Rollen? Hin zum Begehren? Geht es darum, die Angst vor der moralischen Schuld abzulegen,
stattdessen dem Tod ins Gesicht zu lachen, nichts zu fürchten? Giovanni tötet wenige Minuten nach Beginn der Oper einen Mann und wird am Ende selbst gerichtet. Sind Anna, Elvira, Zerlina, Masetto und Ottavio dann wieder frei, um wieder zu atmen, zu heiraten, zu beten, zu trinken, zu lieben …? In seiner zweiten Zusammenarbeit mit dem Librettisten Lorenzo da Ponte gelang Mozart ein musikalisches Meisterwerk, das sich zwischen der leichten, komischen Welt der Opera buffa und der düsteren Welt des Dämonischen bewegt und das Publikum gleichermaßen in leidenschaftliche Sphären entführt.

 

Ohren auf! Dirigent Marcus Merkel und Dramaturgin Marlene Hahn über die Oper „Don Giovanni“, erstellt von Lukas Mimlich

 

Maßnahmen der Oper Graz gegen die Ausbreitung des Corona-​Virus

 

Besetzung

Pressestimmen

„Musikalisch konnte die Aufführung durchaus punkten, ging Dirigent Andrea Sanguineti die Sache doch ziemlich dramatisch und temporeich an. Er setzte auch in den Rezitativen – garniert mit Musik, die nicht aus der Oper stammte – deutliche Akzente. […]   Ein echtes Highlight waren die beiden Arien des Don Ottavio, die Pavel Petrov ungemein nuancenreich und spannend mit weich dahinströmender Stimme gestaltete. Anna Brull als lebhafte Donna Elvira überzeugte mit kraftvoller Stimme und zupackendem Spiel, während Katerina Tretyakova (Donna Anna) sanfter und silbriger klang. Als Don Giovanni konnte Alexey Birkus mit geschmeidigem […] Bass-Bariton überzeugen, Neven Crnics Leporello klang kernig und sicher.“ (APA) 

 

„… ein rasantes, kurzweiliges Bilder-Karussell..“ (Die Presse)

 

„Markant hört man den wohlklingenden Bariton des Neven Crnic als Leporello mit der besten Leistung des Abends. Alexey Birkus ist ein […] sehr kerniger Titelheld. […] Anna Brull singt mit viel Power […]. Tadellos: Eva-Maria Schmid (Zerlina) und der Chor. […] Man produziert aber auch feinsinnige und dramatische Akzente. Jubel!“ (Kurier)   

 

„In dieser eleganten, aber kühlen Szenerie demonstriert Stöppler: Das Leben, das Lieben ist ein Kampf – ob gestern, heute oder morgen. […] Alexey Birkus […] führt einen virilen Bass. […] Leporello […] ist mit Neven Crnic bestens besetzt, der Bassbariton holt sich für seine stimmliche und darstellerische Leistung Extraapplaus ab. […]  Sanguineti arbeitete dramatische und melancholische Passagen plastisch heraus.“ 

„Einmal mehr beeindruckt der junge Bariton Neven Crnic, der als Leporello die Sympathien auf seiner Seite hat. Sowohl was das Singen betrifft als auch das Spielen, liefert er – neben Anna Brull – eine der besten Leistungen des Abends. Stimmlich begeistert auch Pavel Petrov als Don Ottavio […]“ (Kronen Zeitung)  

 

„Alexey Birkus als Don Giovanni ist ein schöntimbrierter, echter Basso cantante, Neven Crnić ein robuster Leporello und Katerina Tretyakova eine höhensichere, dramatische Donna Anna. Die spanische Mezzosopranistin Anna Brull bewältigte die Elvira eindrucksvoll und Pavel Petrov war als Don Ottavio ein italienischer Belcantist. Dariusz Perczak war ein souveräner Masetto.“ (Opernfreund)  

Wissenswertes rund um die Produktion
Zur Inspiration

Vorstellungen

Sa 31. Okt 2020
DETAILS