Konzerte in der Oper Graz

Eröffnungskonzert

Georg Friedrich Haas (*1953): Concerto grosso Nr. 1 (2014)

Richard Strauss (1864–1949): „Eine Alpensinfonie“, op. 64 (1915)

 


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Im Eröffnungskonzert geht es hoch hinaus: Gemeinsam mit ihrem Chefdirigenten Roland Kluttig begeben sich die Grazer Philharmoniker in der „Alpensinfonie“ von Richard Strauss bis in bergige Höhen. Als Einstimmung zu dieser alpinen Unternehmung erklingt das „Concerto grosso Nr. 1“ für vier Alphörner und Orchester des Grazer Komponisten Georg Friedrich Haas.
Bei Haas haben die Alphörner allerdings keinerlei Bezug zu den Bergen. Der Komponist schätzt die reinen Oberton-Akkorde, die das Instrument produzieren kann: „Die Alphörner werden nicht als Symbole einer folkloristischen Kultur verstanden, sondern als Tongeber einer anderen Intonationswelt (Obertonakkorde), die als Kontrast und als Erweiterung der traditionellen zwölftönigen Stimmung des Symphonieorchesters eingesetzt werden.“ Wie der Titel schon andeutet, konzertieren Alphörner und Orchester im Wechselspiel, die Schwebungen der einen gehen in jene der anderen über und produzieren ein faszinierendes Klangbild. Partner des Orchesters bei dieser Grazer Erstaufführung ist das „hornroh modern alphorn quartet“ aus Basel, das bereits die Uraufführung des Werkes spielte.
Ganz anders Strauss. Seine bombastische „Alpensinfonie“ bietet vom Sonnenaufgang, gefahrvollen Augenblicken, Gewitter und Sturm bis zum Ausklang in der Nacht lautmalerische bis rauschhafte Symphonik. Sie basiert auf einer Bergtour, die den 15-jährigen Strauss sehr beeindruckte: „Die Partie war bis zum höchsten Grade interessant, apart u. originell. Am nächsten Tage habe ich die ganze Partie auf dem Klavier dargestellt. Natürlich riesige Tonmalereien u. Schmarrn (nach Wagner).“ Nach ersten symphonischen Skizzen (1900) sollte es noch bis 1915 dauern, bis das Werk fertiggestellt war. Die „riesigen Tonmalereien“ hatte Strauss beibehalten: Der Orchesterapparat ist überdimensional (über 120 Musiker auf und hinter der Bühne, inklusive Windmaschine, Donnerblech und Kuhglocken), wird aber fein nuanciert eingesetzt. Nicht umsonst war die Komposition eines von Strauss’ Lieblingswerken: „Viel Vergnügen zur Alpensinfonie, die ich auch besonders liebe. Sie klingt allerdings auch zu gut!“

 

 

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Die Rahmenbedingungen für Ihren Besuch in der Saison 2021/22 erfahren Sie auf oper-graz.com.

 

Vorstellungen

Sa 25. Sep 2021
DETAILS
19:30 bis ca. 22:00, Opernhaus Hauptbühne
€ 5 bis € 67