Konzerte in der Oper Graz

Eröffnungskonzert

Charles Ives (1874-1954): „The Unanswered Question” (1908/1935)

Mieczysław Weinberg (1919-1996): Kammersymphonie Nr. 2, op. 147 (1987)

Józef Koffler (1896-1944): Symphonie Nr. 2, op. 17 (1933). Österreichische Erstaufführung

Ludwig van Beethoven (1770-1828): „Ah perfido!“, Szene und Arie für Sopran und Orchester op. 65 (1796)

Ludwig van Beethoven (1770-1828): Symphonie Nr. 5 in c-Moll, op. 67 (1808)

 

 


Musikalische Leitung
Roland Kluttig

Content

Roland Kluttig tritt sein Amt als Chefdirigent der Grazer Philharmoniker in Zeiten vieler offener Fragen und der kollektiven Unsicherheit an. Für sein erstes Konzert an der Oper Graz hat er folgerichtig ein Programm zusammengestellt, das sich mit den ungelösten Schicksalsfragen der Menschheit auseinandersetzt.
In „Die unbeantwortete Frage“, stellt Charles Ives die ewigen Zweifel einer menschlichen Existenz vor. Mieczysław Weinberg, der Komponist der „Passagierin“, reflektiert in seiner Kammersymphonie Nr. 2 über sein Leben und das seiner Generation, die den Holocaust erleben musste. Zu dieser Generation gehörte auch der polnisch-jüdische Komponist Józef Koffler, der 1944 von der Gestapo erschossen wurde. In seiner Symphonie Nr. 2 (1933), einem der wenigen Werke, die uns von diesem Pionier der Dodekaphonie erhalten geblieben sind, verbindet Koffler Zwölftontechnik mit neoklassizistischen Elementen zu einem beeindruckenden, emotionalen Werk. Den Abend beschließen Beethovens berühmte fünfte Symphonie („Da klopft das Schicksal an die Tür“ soll der Komponist über sein Werk gesagt haben) sowie die Konzertarie „Ah perfido“, gesungen von der russischen Sopranistin Anna Princeva, in der eine verlassene Geliebte zwischen Wut und Seelenqual hin- und hergerissen ist.

 

Vorstellungen

Sa 12. Sep 2020
DETAILS
19:30 bis ca. 22:00, Opernhaus Hauptbühne
€ 5 bis € 65
BESETZUNG