Oper

Madama Butterfly

Giacomo Puccini

Japanische Tragödie in drei Aufzügen
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Empfohlen ab 14 Jahren

 

 


Content

Es gibt wenige Opern-Momente, die es in ihrem unentrinnbaren und gleichzeitig tief berührenden Schmerz mit dem dreijährigen Warten der Geisha Cio-Cio-San auf die Rückkehr ihres Geliebten, des Navy-Offiziers Pinkerton, aufnehmen können. Wann wird er aus Amerika kommen, sein Versprechen auf gemeinsames Liebesglück einlösen? Brach sie nicht wegen dieser Liebe mit ihrer japanischen Familie und deren Werten, um den amerikanischen Way of Life zu leben? Er wird kommen, da ist sie sicher, und so ruft sie träumend in die Nacht von Nagasaki: „Eines schönen Tages werden wir einen Rauchfaden an der fernen Grenze des Meeres aufsteigen sehen und dann erscheint das Schiff. Er wird aus der Ferne ‚Butterfly‘ rufen. All dies wird eintreffen, das verspreche ich dir. Behalte deine Angst, ich erwarte ihn mit felsenfester Treue.“ Sie hört nicht die Stimme ihrer Freundin Suzuki, die ahnt, dass Pinkerton nicht mehr als Geliebter, sondern nur mehr als ein Schatten der Vergangenheit auftauchen und Cio-Cio-San das Morgen nehmen wird.
Kein Komponist brachte die Gefühle der Menschen so fesselnd und dramatisch auf die Opernbühne wie Giacomo Puccini, der seine Figuren leidenschaftlich und kraftvoll lieben, hassen und sterben lässt. Sein Meisterwerk „Madama Butterfly“, das 1904 uraufgeführt wurde, wird von Floris Visser, der erstmalig an der Oper Graz inszeniert, zu neuem Leben erweckt. Er arbeitet u. a. an der Oper in Amsterdam, am Opernhaus Zürich, am Aalto-Theater Essen, am Staatstheater Karlsruhe und beim Glyndebourne Festival.

 

 

Ohren auf! Regisseur Floris Visser und Dramaturgin Marlene Hahn über die Oper „Madama Butterfly“, erstellt von Lukas Mimlich

 

 

Pressestimmen

„Großer Jubel für ‚Madama Butterfly‘ in Graz
 Marjukka Tepponen glänzt in Hauptrolle

[…] Das Publikum tief zu berühren weiß die 38-jährige Finnin, die die Rolle auch schon an der Met gesungen hat, aber nicht nur in dieser Schlussszene. In einer weiten Gefühlspalette vermag sie Innigkeit, Naivität, Freude wie auch Verzweiflung hinreißend und höhensicher auszudrücken. […] Neven Crnic ist ein kerniger Sharpless, Mareike Jankowski eine kraftvolle Suzuki, Manuel von Senden ein schmieriger Goro.
Der junge Budapester Gábor Káli, er gewann 2018 den „Salzburg Festival Young Conductors Award“, vermag bei den Grazer Philharmonikern auch große Leidenschaft und viele Farben zu verströmen. Großer Jubel!“
(Helmut Christian Mayer für den Kurier)

 

„Im Museum der Erinnerungen
Die Oper Graz überzeugt mit Giacomo Puccinis ‚Madama Butterfly‘ als psychologische Studie einer Tragödie.

[…] Marjukka Tepponen in der Titelrolle? Sie gibt Cio-Cio-San als Kämpferin mit viel stimmlichem Potenzial zu eindringlichen Klagen. […] Herausragend ist die Suzuki von Mareike Jankowski, und edelste Töne verströmt Neven Crnić als Sharpless. Gabor Kali am Pult der Grazer Philharmoniker legt dem Ganzen eine präzise, tendenziell eher handfeste Orchesterbasis. Ihr eignet jedoch genug Transparenz, um den Motiven Raum zur Entfaltung zu geben. Also: eine zeitlos-moderne Butterfly, die Fragen kultureller Vereinnahmung,
Imperialismus, Eurozentrismus oder Frauenverachtung subtil in den Raum stellt, ohne diese zu Tode zu reiten.“ (Heidemarie Klabacher für „Der Standard“)

 

„Zwei Jahre mussten die Grazer pandemiebedingt auf die Premiere von Puccinis ‚Madama Butterfly‘
in der Regie von Floris Visser warten. Nun ist sie erfolgt – und lieferte unter der Führung von Dirigent
Gábor Káli nicht nur musikalische Klasse, sondern auch einen neuen, durchaus klugen Erzählrahmen. […] Als Butterfly zeigt sich Marjukka Tepponen den vielen Facetten der Rolle gewachsen und kann stimmlich zwischen Sehnsucht und störrischem Selbstbewusstsein modulieren. Mit Mykhailo Malafii hört man einen kontrollierten Pinkerton, der mit Karamell verführt, doch auch etwas glatt erscheint. Die Suzuki von Mareike Jankowski und Neven Crnic (Sharpless) stehen Butterfly gekonnt bei, Letzterem gelingt es, die Doppelbödigkeit von Fürsorge und Bevormundung effektvoll einzufangen. Kate Pinkerton (Elisabeth Pratscher), Goro (gewieft: Manuel von Senden), Fürst Yamadori (Martin Fournier) und Bonzo (Daeho
Kim) sind die weiteren Stimmen des klugen Opernabends.“ (Felix Jureček für die Kronen Zeitung)

 

 

 

Wissenswertes rund um die Produktion

Vorstellungen

Derzeit keine