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Louis Stiens

Portraitfoto von Louis Stiens

Louis Stiens ist ein deutscher Choreograf, Regisseur und Performer, dessen Arbeit sich mit Tradition, Form und kulturellem Kontext auseinandersetzt. Er studierte Tanz an der Heinz-Bosl-Stiftung in München sowie an der John Cranko Schule in Stuttgart, bevor er von 2011 bis 2022 als Demi-Solist beim Stuttgarter Ballett tätig war.

Seine innovativen, dramaturgisch ausgefeilten Werke interpretieren klassisches Ballett, Text und Musik durch Experiment und Ironie neu. Ausgehend von seiner Erfahrung als Tänzer, Choreograf und Regisseur schlagen sie eine Brücke zwischen institutionellen Strukturen und freien Kontexten und verhandeln Themen wie Identität, Autonomie und Schönheit.

Erste Aufmerksamkeit erhielt er mit seinem Solo Mäuse (2010) für die Stuttgarter Noverre-Gesellschaft, das beim BEO-Wettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Seitdem entstanden Arbeiten für führende Institutionen wie das Stuttgarter Ballett und das Ballett Zürich sowie unabhängige Projekte wie Solid Transitions, das Stuttgarter Winter Film Festival und Kollaborationen mit der Künstlerin Peaches. In den Jahren 2024 und 2025 brachte er größere Arbeiten zur Uraufführung, darunter Fieber für das Ballett Graz, Strip für das Leipziger Ballett und High für das Wiener Staatsballett. Mit Plasma und Penicillin am Deutschen Nationaltheater Weimar gab er sein Regiedebüt.

Neben seiner choreografischen Arbeit arbeitet Stiens auch in Theater-, Opern- und Musicalproduktionen. Zu seinen Projekten zählen unter anderem The Seven Deadly Sins (2019), Dancer in the Dark (2012), Le Bourgeois gentilhomme(2024), Kiss Me, Kate (2025) sowie Produktionen von Sibylle Berg, Gianina Cărbunariu und Alexandra Liedtke.

An der Oper Graz choreographiert er in der Spielzeit 2024/25 »Sacre!«.

Choreograph