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Nora Sourouzian

Portraitfoto von Sourouzian Nora

Die Mezzosopranistin Nora Sourouzian überzeugt auf der Opernbühne ebenso wie auf dem Konzertpodium: Nach einer vielbeachteten Azucena in Il trovatore am Staatstheater Braunschweig, wo sie danach auch als Priorin Madame de Croissy in Poulencs Dialogues des Carmélites auf der Bühne stand, sang sie im Rahmen der Internationalen Maifestspiele am Hessischen Staatstheater Wiesbaden den Mezzosopran-Part in Verdis Requiem unter Leo McFall und wurde in der laufenden Spielzeit für einen Liederabend wieder eingeladen.

In der jüngeren Vergangenheit war Nora Sourouzian u.a. als Amneris an der Königlich Dänischen Oper Kopenhagen und in einer Arena-Produktion der Aida in Stuttgart, Hannover und Berlin ebenso erfolgreich, wie mit Beethovens 9. Sinfonie in Mexiko. Darüber hinaus verkörperte die Mezzosopranistin auch Partien wie Ježibaba in Dvořáks Rusalka an der Komischen Oper Berlin, an der Opéra du Rhin in Strasbourg und in St. Gallen, Eboli in Don Carlo Essen, und überzeugte in Mahlers Das Lied von der Erde und mit Schönbergs Lied der Waldtaube aus den Gurreliedern mit dem Sønderjylland Symphony Orchestra, als Amneris in Verdis Aida bei der Jyske Opera und an der Oper Braunschweig als Marguerite in La damnation du Faust im Palacio de Bellas Artes in Mexiko. Die Rolle der Azucena verkörperte sie weiters auch an der Oper Graz, am Aalto-Theater in Essen, an der Seattle Opera und am Königlich Dänischen Opernhaus Kopenhagen.

In sehr unterschiedlichen Partien und musikalischen Stilen stellte Nora Sourouzian schon zuvor ihre große darstellerische und stimmliche Bandbreite unter Beweis: Beim Wexford Festival feierte sie in den Titelrollen von Faurés Pénélope, ebenso wie der selten gespielten Massenet-Opern Thérèse und La Navarraise (als Anita) große Erfolge und kehrte als Herodias (A. Mariotte, Salomé) dorthin zurück. Beim Atelier Lyrique de Tourcoing sang sie die Partie der Zulema in Théodore Dubois Aben Hamet. St. Gallen engagierte sie als Laura in Ponchiellis La gioconda und als Leonora di Guzman in Donizettis La favorita, eine Partie, die sie später auch als Cover für Elīna Garanča an die Bayerische Staatsoper in München führte. Ihr Rollendebüt als Prinzessin Eboli in Verdis Don Carlo machte sie beim Festival Oper Burg Gars. Als Carmen gastierte Nora Sourouzian in 22 Produktionen, u.a. an der West Palm Beach Opera in Miami, in St. Gallen, Cagliari, Bologna, Köln, Leipzig, Oslo, Québec oder Cardiff. Für diese Partie wurde sie auch als Cover an die Metropolitan Opera in New York engagiert. Die beiden Partien Sister Helen Prejean und Mrs. Patrick De Rocher (Joseph’s mother) in Jake Heggie’s Oper Dead Man Walking brachte sie an der Königlich Dänischen Oper Kopenhagen zur Bühnenreife.

Die Diskographie von Nora Sourouzian umfasst u.a. eine CD-Aufnahme der Produktion von Théodore Dubois Aben Hamet, unter der Leitung von Jean-Claude Malgoire, eine DVD der Oper O rapaz de bronze von Nuno Côrte-Real und eine CD/DVD der 34. Operngala der Oper von Montreál aus dem Jahre 2009.

Dirigenten wie Paolo Carignani, Cyril Diedrich, Christoph Eschenbach, Sir John Eliot Gardiner, Jean-Claude Malgoire, Marc Minkowski, Leif Segerstam, Ed Spanjaard, Franz Welser-Möst oder Johannes Wildner luden Nora Sourouzian wiederholt zu Konzerten mit Werken wie Mahlers 3. Sinfonie oder Liedern eines fahrenden Gesellen, Beethovens 9. Sinfonie, der Haydn-Kantate Arianna a Naxos, dem Mozart Requiem, dem Brahms Liebesliederwalzer, Berlioz Nuits d’été, Frank Martins Cornet, seinem Oratorium Golgotha oder Wagners Wesendonck-Liedern ein.

Nora Sourouzian gewann eine Reihe großer kanadischer Gesangswettbewerbe und war Finalistin des Belvedere-Wettbewerbs in Wien. Es folgten Einladungen an viele große Opernhäuser wie z.B. das Opernhaus Zürich, das Grand Théâtre de Genève, die Opéra de Lausanne, das Konzert und Theater St. Gallen, die Opéra du Châtelet Paris, das Teatro Sao Paolo Lissabon, De Nederlandse Opera Amsterdam, Det Concertgebouw Amsterdam, Den Norske Opera Oslo, die Welsh National Opera in Cardiff, das Opernhaus in Riga, die Oper Leipzig, die Oper Köln, das Teatro Communale di Bologna, das Teatro Massimo di Palermo, das Teatro San Carlo in Neapel, das Teatro Lirico di Cagliari, die Opernhäuser von Québec und Montréal oder das New National Theatre Tokyo.

Nora Sourouzian stammt aus einer französisch-armenischen Familie, besitzt die französische und kanadische Staatsbürgerschaft, studierte an der McGill Universität in Montreal und war dann Mitglied des Young Artists Program des Internationaal Opera Centrum Nederland in Amsterdam. Anschließend wurde sie für zwei Jahre Ensemblemitglied am Staatstheater Kassel. Sie lebt in Berlin.

Solistin