Norbert Ernst ist Gast der wichtigsten Opern- und Konzerthäuser der Welt.
Wien, München, New York, Barcelona, Genf, Berlin, Paris, London, Hamburg und Tokyo sind nur eine Auswahl seiner künstlerischen Wirkungsstätten. Er arbeitet mit großen Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Christian Thielemann, Kirill Petrenko, Philipp Jordan oder Semyon Bychkov, um nur einige zu nennen.
In der jüngeren Vergangenheit interpretierte er die Titelpartie von Verdis Don Carlo an der Oper in Breslau und Herodes in Salome am Teatro Colón in Buenos Aires. Er sang Loge im neuen Ring an der Mailänder Scala sowie die Titelrolle in Richard Wagners Tannhäuser am Royal Opera House Covent Garden. Er interpretierte Prinz Shuiskij in Boris Godunow in der Spielzeiteröffnung an der Mailänder Scala und feierte wichtige Rollendebüts wie Tristan in Tristan und Isolde in Bratislava, Walter von Stolzing in Die Meistersinger von Nürnberg in Tokyo, Tannhäuser an der Oper in Wuppertal und Siegmund in Valencia. Zuvor erweiterte er sein Repertoire mit der Partie des Lohengrin in Marseille und Montpellier, Paul in Die tote Stadt in Kiel sowie Florestan in Fidelio in Sankt Gallen.
Von 2010 bis 2017 war Norbert Ernst Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper.
2016 wurde seine Solo-CD Lebt kein Gott mit Arien aus Opern von Beethoven, Weber und Wagner bei Decca veröffentlicht. Zahlreiche DVD-Veröffentlichungen von Aufführungen mit Norbert Ernst der Wiener Staatsoper, dem Liceu Barcelona, dem Theater Sankt Gallen sowie der Bayreuther und Salzburger Festspiele zeugen von seiner künstlerischen Vielseitigkeit.
Seine Paraderolle des Rheingold-Loge interpretierte er an führenden Häusern wie der Wiener und Bayerischen Staatsoper, der Opéra national de Paris. Auch gab er mit dieser Partie sein umjubeltes Debüt an der Metropolitan Opera New York. Mit derselben Rolle feierte er 2014 unter dem Dirigat von Kirill Petrenko sein zehnjähriges Jubiläum als Solist der Bayreuther Festspiele.
Als Lied- und Konzertsänger gastiert Norbert Ernst unter anderem im Wiener Musikverein, in der Carnegie Hall New York, der Philharmonie Paris, der Suntory Hall und Bunka Kaikan Tokyo, im Brucknerhaus Linz, im Wiener Konzerthaus, in der Philharmonie am Gasteig München, in der Philharmonie Berlin, im Concertgebouw Amsterdam und der Royal Albert Hall bei den BBC Proms mit Werken der gesamten großen Oratorienliteratur von Bachs Passionen bis hin zu Mahlers Lied von der Erde. Er arbeitete mit großen Orchestern wie dem Cleveland Orchestra, dem BBC Symphony, den Prager Philharmonikern oder dem Gewandhausorchester gleichermaßen wie mit dem L’Orfeo Barockorchester, der Camerata Salzburg oder der Ars Antiqua Austria.
Der Tenor veröffentlichte 2013 eine Lieder-CD Wohl fühl ich wie das Leben rinnt bei Gramola mit seiner langjährigen Liedbegleiterin Kristin Okerlund.
Einen Schwerpunkt stellt für ihn die Kirchenmusik dar. So war Norbert Ernst einer der Hauptsolisten im Kantatenzyklus Bach 2000 der Dommusik Graz. Neben seiner 30-jährigen Tätigkeit als Solist der Kirche St. Augustin in Wien, wovon viele CDs der Kirchenmusik St. Augustin zeugen, ist er Leiter der Kirchenmusik St. Vitus in Edlitz in Niederösterreich.
Kürzlich zurückliegende Konzerte umfassen neben zahlreichen Liederabenden in Österreich und Deutschland Schönbergs Gurrelieder an der Mailänder Scala und dem Concertgebouw Amsterdam, Bachs Matthäus-Passion in solistischer Besetzung und Bachs einzige Tenor-Solokantate BWV55 in Wiener Neustadt, Mendelssohns Lobgesang und Haydns Schöpfung in Graz. Besondere Bedeutung erhielt in seiner Konzerttätigkeit in den letzten Jahren die von ihm konzipierte und in Auftrag gegebene Vertonung des Nibelungenliedes, die er in der Ruine Aggstein in Niederösterreich uraufführte und seitdem oft interpretierte.
Norbert Ernst studierte Gesangspädagogik und Konzertfach Gesang bei Gerd Fussi am Josef-Matthias-Hauer-Konservatorium in Wiener Neustadt sowie Lied und Oratorium bei Robert Holl und Charles Spencer an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Er vertiefte seine Studien eingehend in Meisterkursen bei Walter Berry für Liedgesang und im Besonderen bei Kurt Equiluz für Barockinterpretation.