Sebastian Hannak, einer der profiliertesten Bühnenbildner seiner Generation, gestaltet Räume für Oper, Ballett, Tanztheater, Schauspiel und Konzerte an namhaften Häusern im In- und Ausland. Er studierte Bühnen- und Kostümbild an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart, während seines Studiums verbrachte er einen Arbeitsaufenthalt bei David Hockney in London und Los Angeles.
Neben seinen klassischen Arbeiten für unterschiedlichste Formate ist einer seiner Schwerpunkte das Arbeiten am erweiterten theatralen Raum wie den Raumbühnen. Auszeichnungen seiner umfangreichen Tätigkeiten umfassen den Theaterpreis DER FAUST, den OPUS Award, den CREATIVE LÄND Award sowie den Tivadar Márk Award. Er war Stipendiat der Akademie Musiktheater Heute und ist dort Vorsitzender des Alumnibeirates, ist Mitglied im Szenografie-Bund und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Neben diversen Jurytätigkeiten gestaltete er Lehraufträge und hält Seminare und Vorträge. Zudem veröffentlicht er regelmäßig Textbeiträge, zuletzt Polaroids einer Zukunft. Welche Räume wir zukünftig gestalten in der Publikation Oper raus!. Gemeinsam mit Florian Lutz veröffentlichte er das Buch „Raumbühne HETEROTOPIA- Neue Perspektiven im Musiktheater“. Seit 2021 ist er Hausszenograf am Staatstheater Kassel, dort entwickelte er unter anderem immersive 360° Szenografien und 2025 die multifunktionale Interimsspielstätte INTERIM. Seit 2018 erforscht er mit dem Projekt „Augmented & Expanded Scenography“ hybride Darstellungsformen mit digitalen Medien.
Sebastian Hannak lebt und arbeitet in Heidelberg. Der Bühnenraum für La Damnation de Faust ist nach Brittens War Requiem seine zweite Arbeit für die Oper Graz.