Die estnische Sopranistin Aile Asszonyi studierte an der Musikakademie in Tallinn, am Opernstudio in Amsterdam und bei Carlo Bergonzi.
Sie war Finalistin des Concours Reine Elisabeth in Brüssel, bei dem sie den Prix des Donateurs erhielt und wurde in ihrem Heimatland mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem estnischen Staatspreis für Musik 2023.
Als Ensemblemitglied der Estnischen Nationaloper Tallinn sang sie zahlreiche Partien des lyrischen und des jugendlich-dramatischen Faches wie u.a. Mimì. Seit ihrem Rollendebüt in der Titelrolle von R. Strauss‘ Elektra an der Oper Bonn hat sich Aile Asszonyi als eine der gefragtesten Sopranistinnen im dramatischen Fach etabliert. Engagements führten sie u.a. als Elektra und Katerina Ismailova in Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk an die Oper Frankfurt, an die sie ab 26/27 als Brünnhilde in Wagners komplettem Ring zurückkehren wird; als Gutrune in Wagners Die Götterdämmerung an die Deutsche Oper Berlin (DVD) und zu den Bayreuther Festspielen; als Elektra an das Theater Erfurt und das Tiroler Landestheater Innsbruck; als Senta in Wagners Der fliegende Holländer an die Nederlandse Reisopera Enschede; als Brünnhilde in Wagners Der Ring des Nibelungen, sowie in den Titelpartien der Turandot und Isolde an das Saarländische Staatstheater Saarbrücken und zur Opera Royal de Versailles, sowie als Isolde an die Nationaloper Tallinn.
Außerdem sang sie die Uraufführung von Sofia Gubaidulinas Über Liebe und Hass am Konzerthaus Tallinn, beim Olavsdagene Festival in Trondheim und trat mit Hindemith beim Grafenegg Festival auf. Ihre Diskographie umfasst u. a. Jan van Gilses 3. Sinfonie mit dem Nederlands Symfonieorkest und The Horses of Saint Mark von Isidora Zebeljan mit dem Janáček Philharmonic Orchestra und dem Zebeljan Ensemble, beide unter David Porcelijn, Die Götterdämmerung (Deutsche Oper Berlin) und Il Prigioniero (Oper Graz).
Aile Asszonyi hatte das Vergnügen, mit Dirigenten wie Rasmus Baumann, Neeme Järvi, Paavo Järvi, Dirk Kaftan, Eri Klas und Donald Runnicles, sowie mit Regisseur:innen wie Claus Guth, Stefan Herheim, Peter Konwitschny, Tobias Kratzer, Enrico Lübbe und Nicola Raab zusammenzuarbeiten.
An der Oper Graz war Aile Asszonyi bereits als Ghita in Zemlinskys Der Zwerg und Madre in Dallapiccolas Il Prigioniero zu erleben.
