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Aris Argiris

Portraitfoto von Aris Agiris

Geboren in Athen, studierte der Bariton Aris Argiris zunächst Marketing, Sprachen, Saxofon und Musiktheorie in seiner Heimatstadt, bevor er seine Gesangsausbildung bei Kostas Paskalis, Frangiscos Voutsinos und Despoina Kalafati begann. 1999 erhielt er das renommierte Maria-Callas-Stipendium in Athen und setzte sein Studium in der Meisterklasse von Daphne Evangelatos an der Hochschule für Musik und Theater in München fort.

Die Spielzeit 2024/25 war geprägt von drei bedeutenden Debüts: als Don Pizarro (Fidelio) mit dem Theater Heidelberg im Musikkollegium Winterthur, als Titelheld in Der fliegende Holländer in Linz unter Markus Poschner sowie als Tonio in Pagliacci in Innsbruck. In derselben Saison trat er zudem in mehreren Konzertprojekten auf, darunter die Opera Gala in der Athens Concert Hall sowie die Reihe Verdi vs. Wagner – Szenen und Arien in Siegen, Iserlohn und Lüdenscheid.

In der Spielzeit 2025/26 ist Aris Argiris als Amonasro in Aida am Staatstheater Darmstadt zu erleben und kehrt als Wotan in Die Walküre an die Nationaloper Sofia zurück. Im März 2026 nimmt er seine erste CD Der griechische Schubert (Label: Da Vinci Publishing) auf – ein von ihm selbst konzipierter Zyklus mit Liedern von Franz Schubert, inspiriert von der griechischen Mythologie und dem antiken Griechenland.

Mit Blick auf die Spielzeit 2026/27 folgen zwei bedeutende Rollendebüts: als Telramund in Lohengrin am Landestheater Linz und als Orest in Elektra an der Oper Graz, womit er seine Präsenz im dramatischen deutschen Repertoire weiter ausbaut.

Im Juni 2023 gab er sein Debüt in der Béla-Bartók-Konzerthalle im Rahmen des Müpa-Festivals Budapest als Wotan in Wagners Die Walküre unter Adam Fischer.

In der Spielzeit 2023/24 kehrte Aris Argiris als Wotan in Die Walküre an das Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen (eine Gastproduktion der Nationaloper Sofia) unter Lothar Zagrosek zurück und im Juni 2024 erneut zum Wagner-Festival der Nationaloper Sofia. Außerdem sang er zwei bedeutende Verdi-Partien: Amonasro in Aida in der Felsenreitschule Salzburg sowie Jago in Otello am Staatstheater Darmstadt.

Auch im Konzertbereich ist Aris Argiris stark nachgefragt: Im Januar war er als Wotan/Wanderer in Loriots Der Ring an einem Abend in der Berliner Philharmonie, der Meistersingerhalle Nürnberg, der Alten Oper Frankfurt, der Liederhalle Stuttgart und der Isarphilharmonie München zu hören. Im Juni trat er mit der Staatskapelle Weimar unter Felix Miltenberg mit Vaughan Williams’ Songs of Travel auf.

Zu den Höhepunkten der Spielzeit 2022/23 zählten Amonasro in Aida am Theater Chemnitz, Nabucco in St. Margarethen, Wotan in Das Rheingold am Staatstheater Braunschweig, Wotan in Die Walküre an der Ungarischen Staatsoper Budapest und Germont in La Traviata am Aalto-Theater Essen. Bei den Bayreuther Festspielen war er als Cover für Wotan (Rheingold/Walküre) und den Wanderer engagiert und sang den Telramund in Lohengrin in der Produktion Wagner für Kinder. Bereits 2018 war er als Wotan in Die Walküre an der Oper Chemnitz zu erleben.

Nach Festengagements in Gelsenkirchen, Dortmund und Bonn gehörte Aris Argiris bis zum Ende der Spielzeit 2010/11 dem Ensemble der Oper Frankfurt an.

Seine internationale Karriere entwickelte sich rasch durch Gastengagements am Royal Opera House Covent Garden als Escamillo (Carmen), an der Arena di Verona als Figaro (Il barbiere di Siviglia) und in St. Petersburg als Renato (Un ballo in maschera). Weitere Engagements führten ihn an die Opernhäuser von Athen, Hamburg, Essen, Stuttgart, Leipzig, Berlin, Dresden, Freiburg, München, Wien, St. Gallen, Bern, Stockholm, London, Brüssel, Luxemburg, Antwerpen-Gent, Neapel, Triest, Savonlinna, San Diego, Montréal, Lima, Buenos Aires und Tokio. Mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta trat er u. a. als Renato, Jago, Escamillo sowie mit Mahlers Kindertotenliedern auf.

Zu seinen früheren Partien zählen Don Giovanni, Conte d’Almaviva und Figaro (Le nozze di Figaro), Figaro (Il barbiere di Siviglia), Enrico (Lucia di Lammermoor), Escamillo (Carmen), Graf Luna (Il trovatore), Marchese di Posa (Don Carlo), Francesco (I Masnadieri) und Marcello (La Bohème).

In den vergangenen Jahren hat er sich fest im dramatischen italienischen und deutschen Repertoire etabliert mit Rollen wie Rigoletto, Amonasro (Aida), Renato (Un ballo in maschera), Germont (La Traviata), Jago (Otello), Scarpia (Tosca), den vier Bösewichtern (Les Contes d’Hoffmann), Jochanaan (Salome), Wotan (Das Rheingold / Die Walküre), dem Wanderer (Siegfried) sowie dem Herrscher (Das Wunder der Heliane).

Er arbeitete u. a. mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Christian Thielemann, Adam Fischer, Manfred Honeck, Kurt Masur, Yakov Kreizberg, Donato Renzetti, Graeme Jenkins, Carlo Rizzi, Patrick Lange und Antonello Allemandi zusammen.

Mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen nahm er Siegfried Matthus’ Ariadne – Dithyrambos für Bariton und Orchester sowie die Arie des Holofernes aus Matthus’ Oper Judith für das Label Genuin auf.

Als Escamillo in Bizets Carmen war er im weltweit ersten 3D-Opernfilm zu sehen, der 2010 im Royal Opera House Covent Garden aufgezeichnet wurde.

Im Jahr 2002 gewann Aris Argiris den Internationalen Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg und sang die Titelpartie in Mozarts Don Giovanni. 2007 wurde er von der Griechischen Musikvereinigung als „Bester junger Künstler Griechenlands“ ausgezeichnet.

Seit 2016 ist Aris Argiris Professor für Gesang an der Universität der Künste Berlin.

Solist