Der amerikanische Countertenor Eric Jurenas ist seit seinem Masterabschluss an der renommierten Juilliard School New York eine feste Größe in der Opern- und Konzertwelt für Barock- und zeitgenössische Musik. Seit seinem Europa-Debüt an der Wiener Staatsoper als Natasha in P. Eötvös‘ Tri Sestri führten Engagements ihn u. a. zum Royal Opera House Covent Garden London, zum Opernhaus Zürich, zu der Bayerischen Staatsoper München und den Münchner Opernfestspielen, zur Oper Frankfurt, der Staatsoper Hamburg, der Komischen Oper Berlin, der Semperoper Dresden, der Irish National Opera, zu den Händelfestspielen Karlsruhe, Göttingen und Halle, zu den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, den Château de Versailles Spectacles, der Mozartwoche in Salzburg und in den USA zur Metropolitan Opera New York, der Opera Lafayette, zu The Industry in Los Angeles, der Santa Fe Opera, dem Michigan Opera Theatre, der Opera Philadelphia, dem Glimmerglass Festival und den METLifeArts sowie zum Belasco Theatre am Broadway, wo er als Voice of Farinelli im Tony-Award-nominierten Schauspiel Farinelli and the King auftrat.
Sein Repertoire umfasst u. a. die Titelrollen von Händels Oreste, Giulio Cesare, Serse, Tolomeo und Rinaldo, den er mit dem Ensemble Matheus auf einer internationalen Tournee u. a. am Theater an der Wien, in der Caikovsky Hall Moscow sowie der Opéra Royal de Versailles interpretierte. Ferner sang er Alexander The Great in Händels Poro, Re d’India, Bertarido in Rodelinda, David in Saul (CD/Grammy-Nominierung), Arsamene in Serse, Athamas, La Speranza in Monteverdis L’Orfeo & Ottone in L’Incoronazione di Poppea, Glucks Orpheus, König Tiridates in Keisers Octavia, Adronico in Vivaldis Tamerlano, Oberon in Brittens A Midsummer Night‘s Dream, Farnace in Mozarts Mitridate, Orlofsky in J. Strauß‘ Die Fledermaus, Prinz Gogo in Ligetis Le Grand Macabre, Michelangelo in S. Farrins Dolce La Morte (CD/MetLifeArts), die Titelrolle von Ayres Peter Pan, Guildenstern in Deans Hamlet, Hotel Clerc & Man Under The Arch in Puts The Hours, Herold in Aribert Reimanns Medea und die bereits erwähnte Natasha in Eötövs‘ Tri Sestri (DVD/Frankfurt). In Uraufführungen kreierte er Guardian Angel in Olga Neuwirths Orlando (DVD) und Tuckey & Death Angel in Monster’s Paradise, Man in D. Dennehys The First Child (CD/Irish National Opera), Nero & Julia’s Father in The Comet Poppea mit Musik von George Lewis und Claudio Monteverdi, III. King in Adams El Niño, Fidi in A. Dormans Wahnfried sowie Aribert Reimanns Sinnig zwischen beyden Welten – Trio für Countertenor, Klavier und Viola im Pierre Boulez Saal Berlin mit Maestro Daniel Barenboim am Klavier.
Im Konzertbereich sang Eric Jurenas u. a. Bachs Magnificat, die h-moll-Messe, Johannes- und Matthäus-Passion, das Weihnachtsoratorium sowie zahlreiche Kantaten, Händels Messiah, Haydns und Pergolesis Stabat Mater, Orffs Carmina Burana, Brittens Chichester Psalms, Vivaldis Gloria, zahlreiche Kantaten von Telemann, Rossinis Petite Messe Solenelle oder Duruflés Requiem sowie zeitgenössische Kompositionen mit Orchestern bzw. Ensembles in Konzertsälen wie dem Baldwin Wallace Bach Festival, der Carnegie Hall, Boston Baroque, Festival Música Clásica Bogotá, Musikfestival Gstaad, den American Bach Soloists, International Contemporary Ensemble, Innsbrucker Festwochen, Beethoven Orchester Bonn, Winnipeg Symphony, Harvard Baroque Orchestra, Juilliard 415, Dayton Philharmonic, Colorado Bach Ensemble oder L‘Arpeggiata.
Eric Jurenas hatte das Vergnügen, mit herausragenden Persönlichkeiten der Musikwelt zusammenzuarbeiten, u. a. Peter Eötvös, Keith Warner, Barrie Kosky, Christina Pluhar, Ivor Bolton, Yannick Nézet-Séguin, Konrad Junghänel, Maxim Emelyanchev, Titus Engel, Jean-Christophe Spinosi, Dennis Russell Davies, Tobias Kratzer, Harry Kupfer, Matthias Pintscher, Phelim McDermott, Jörg Halubek, Rubén Dubrovsky, Anthony Bramall, Steven Sloane, Wolfgang Katschner, Nikolaus Habjan, François de Carpentries, Marin Alsop, Tazewell Thompson, Benedict Andrews, Nicholas Kraemer, Lileana Blain-Cruz, Ryan Brown, Dorothea Kirschbaum, Polly Graham, Yuval Sharon oder Stefan Plewniak.
Wettbewerbs-Erfolge inkludierten u. a. den 3. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper »Pietro Antonio Cesti«, den 2. Preis beim Le Concours Corneille de La Poéme Harmonique sowie den jeweils 1. Preis beim Concorso Internazionale di Canti di Barocco Renata Tebaldi, der Handel Aria Competition, Hal Leonard Online Vocal Competition, Dayton Opera Guild Competition, Kentucky Bach Choir Competition und der Bel Canto Chorus of Milwaukee Competition. Obendrein erhielt er den Preis der The Sullivan Foundation und den The International Competition ’s-Hertogenbosch Preis und war stolzer Träger des Novick Career Advancement Grant.
Mit Tuckey & Death Angel in Olga Neuwirths Monster’s Paradise, die er auch bei der Uraufführung an der Staatsoper Hamburg sowie bei der Schweizer Erstaufführung an der Oper Zürich sang, gibt Eric Jurenas sein Hausdebüt an der Oper Graz.
