Ikarus
Eine Produktion der Staatsoper Hannover
Hoch über Kreta wagt Ikarus den Traum von Freiheit – ein Flug zwischen unbändiger Abenteuerlust und drohendem Untergang. Der antike Mythos, in dem Ikarus der Sonne zu nahe kommt, bildet den Ausgangspunkt für das Tanzstück des auf Kreta geborenen Choreographen Andonis Foniadakis. Er erzählt von Sehnsucht und Überschreitung, von der Suche nach Schwerelosigkeit und der Hybris des Menschen. Ein intensives, poetisches Spiel von Risiko, Rausch und Vergänglichkeit.
Andonis Foniadakis greift die Essenz der Erzählung auf und verbindet seine unverwechselbare Bewegungssprache mit Elementen traditioneller kretischer Tänze. Getrieben von der Frage, wie weit man gehen kann, ohne zu scheitern, erschafft er eine kraftvolle, raumgreifende Choreographie, die für einen Augenblick Zeit und Schwerkraft aufzuheben scheint. Sie wird zur atemlosen Erinnerung daran, wie nah Freiheit und Gefahr beieinanderliegen.
»Ich folge der Energie der Charaktere, ihren Emotionen, ihrem Seelenzustand, ihrer physischen und psychischen Verfassung. Welche Angst begleitet sie auf ihrer Flucht? Welche Erregung spüren sie beim Steigen? Und wie desaströs muss es sich anfühlen zu scheitern? All diese Empfindungen versuche ich, in Bewegung zu übersetzen«, sagt Foniadakis über sein Werk. Seine in Hannover uraufgeführte, international gefeierte Erfolgsproduktion studiert er nun mit den Tänzer:innen des Ballett Graz neu ein.
Vorstellungen
- Choreographie: Andonis Foniadakis
- Choreographische Einstudierung: Cosmo Sancilio
- Bühne & Licht: Sakis Birbilis
- Kostüme: Anastasios Sofroniou
- Video: Julien Tarride
- Dramaturgie: Dirk Elwert