Ausgehend vom Young Singers Projekt der Salzburger Festspiele entwickelt der Wiener Tenor Franz Gürtelschmied eine vielseitige internationale Karriere, die ihn an Häuser wie die Opéra Bastille (Paris), zum Maggio Musicale Fiorentino in Florenz, die Budapest Wagner Days im MÜPA, die Oper Leipzig, das Musiktheater Linz und viele weitere bedeutende Häuser führt.
In dieser Saison debütierte er mit der lyrischen Tenorpartie des Italienischen Sängers in Richard Strauss’ Der Rosenkavalier. Weiters sang er bereits Partien wie den Steuermann in Wagners Fliegendem Holländer, den Jungen Seemann und Hirten in Tristan und Isolde, Pedrillo in Mozarts Entführung aus dem Serail, Torquemada in Ravels L’heure espagnole und den Baron in Lortzings Wildschütz genauso wie vielbeachtete zeitgenössische Rolleninterpretationen wie in Kreneks Pallas Athene weint, Eötvös’ Angels in America sowie den Staller in Gerd Kührs Stallerhof an der Neuen Oper Wien. Ein besonderer Fokus liegt für Franz Gürtelschmied auf dem Konzertrepertoire: Bei der Styriarte Graz war er Tenorsolist in Händels Messiah, Mendelssohns Lobgesang und Haydns Schöpfung, die er auch unter der Leitung von Ádám Fischer sang. Demnächst wird er in Wien mit Bruckners berühmten Te Deum zu hören sein und im Herbst 2026 sein Repertoire mit Carl Orffs Carmina Burana im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins erweitern. Seiner Passion folgend entwickelt er spannende Liedrezitale – etwa mit Schubert- und Strauss-Liedern, Beethovens An die ferne Geliebte und Schumanns Dichterliebe.
Im musikalischen Unterhaltungstheater ist er aber ebenso zu Hause: Die Titelpartie im Zigeunerbaron, Rosillon in der Lustigen Witwe und Edwin in Csárdásfürstin zählen genauso wie der C-Tenor Pirelli in Sondheims Sweeney Todd zu seinem Repertoire.
An der Oper Graz debütierte Franz Gürtelschmied als Tony in Bernsteins West Side Story und war in Lullys »Der Bürger als Edelmann« zu erleben. In der Spielzeit 2025/26 kehrt er als Mercure und Athlète in Rameaus »Castor et Pollux« hierher zurück.