Così fan tutte
(ossia La scuola degli amanti)Dramma giocoso in zwei
Akten, KV 588 (1790)
Libretto von
Lorenzo Da Ponte
In Kooperation mit
Theater und Konzert
St. Gallen
Uraufführung am
26. Jänner 1790 in Wien,
Burgtheater
In italienischer Sprache
mit deutschen Übertiteln
Sie sind wieder da – die Paare Fiordiligi und Guglielmo sowie Dorabella und Ferrando, die in den emotionalen Wirren einer gewagten Treueprobe ihre Beziehungen aufs Spiel setzen! Regisseurin Barbara-David Brüesch transportiert in ihrer von Kritik und Publikum gefeierten Inszenierung eine der berühmtesten Mozart-Opern in die Gegenwart. Im heimeligen Einfamilienhaus, zwischen Mixer und Designermöbeln, siedelt sie das Werk an und zeigt: Die Kraft der Emotionen ist gestern wie heute ungebrochen.
Es ist eine gewagte These, die Don Alfonso in den Raum stellt: Keine Frau kann treu sein. Guglielmo und Ferrando zeigen sich empört, sind sie sich doch der Treue ihrer Partnerinnen Fiordiligi und Dorabella absolut sicher. Bedenkenlos lassen sie sich auf ein Experiment ein: eine fingierte Treueprobe mit allerhand Wahnwitz, Verkleidung und Wirrungen. Zuerst noch leichtfüßig und humorvoll, spitzt sich das Spiel immer mehr zu und führt, trotz eines vordergründigen Happy Ends, zu tiefgreifenden emotionalen Verletzungen sowie einem nicht umkehrbaren Erkenntnisgewinn der Paare.
In ihrer dritten kongenialen Zusammenarbeit fingen Wolfgang Amadeus Mozart und Librettist Lorenzo Da Ponte einen Topos ein, der knisternd in der Luft der Zeit lag: den Partner:innentausch. Hinter der heiter-frivolen Fassade aber spüren sie den Auswirkungen nach, die die fragwürdige Treueprobe entwickelt. So entwirft Mozart in musikalischer Meisterschaft eine Operation am offenen Herzen, die die Tiefe der tatsächlichen Emotionen freilegt.
Dauer: ca. 3 Stunden 15 Minuten
eine Pause (ca. 25 Minuten) nach dem 1. Akt (nach ca. 80 Minuten)
Altersempfehlung: 14+
„Für eilige Ohren“ – Audioeinführung
Gesprochen von: Michael Großschädl
Produziert von: Lukas Mimlich
Folge 3 der Sendereihe „Oper, öffne dich!“ auf radio klassik Stephansdom zu „Così fan tutte“ und „Follia!“
Vorstellungen
- Musikalische Leitung: Marius Burkert
- Inszenierung: Barbara-David Brüesch
- Bühne: Alain Rappaport
- Kostüme: Sabin Fleck
- Licht: Daniel Weiss
- Video: Georg Lendorff
- Dramaturgie: Christin Hagemann
- Chor: Johannes Köhler
- Fiordiligi: Corina Koller
- Dorabella: Sofia Vinnik
- Guglielmo: Nikita Ivasechko
- Ferrando: Ted Black
- Despina: Ekaterina Solunya
- Don Alfonso: Wilfried Zelinka
- Amor: Ann-Kathrin Adam
- Grazer Philharmoniker,
- Chor der Oper Graz
»Eine einfache, aber wirkungsvolle Inszenierung von Così fan tutte«
»Simpel und klar, durchsetzt mit boulevardesken Alltagsbanalitäten, setzt Brüesch den Partnertausch in Szene. Eine uneitle Arbeit mit einer großen Stärke: Sie gibt den Blick aufs Wesentliche frei.«
»Zu hören sind junge, frische Stimmen, wobei Corina Kollers Fiordiligi die Kollegen überstrahlt, fast liedhaft hebt das beeindruckende ‚Per pietà‘ an.«
»Natürlichkeit zeigen auch die anderen im Ensemble: Ted Black als Ferrando schlägt sich achtbar, ein anmutiger Tenor, […] Nikita Ivasechko ist ein solider, fein klingender Guglielmo, Sofia Vinnik eine leichte, bewegliche Dorabella, Ekaterina Solunya eine quietschvergnügte Dienerin Despina und last, but not least, Wilfried Zelinka als Don Alfonso eine Bank.«
Kleine Zeitung
»In der Form von Tänzerin Ann-Kathrin Adam lässt sie (Anm.: Regisseurin Barbara-David Brüesch) Amor symbolhaft durch die Siedlung tänzeln und gemeinsam mit Don Alfonso (solide-dämonisch: Wilfried Zelinka) und Despina (gewitzt: Ekaterina Solunya) ordentlich romantischen Staub aufwirbeln.«
»Im ersten Akt schöpft sie dabei mit dem spielfreudigen Ensemble mit vollen Händen die boulevardeske, ja sogar clowneske Seite der bürgerlichen Maskerade rund um Treue und Verrat ab.«
»Besetzt ist dieses Quartett in Graz mit jungen Stimmen, aus denen Sopranistin Corina Koller als Fiordiligi mit Verve und kristallklaren Höhen heraussticht.«
»Prickelnd und unterhaltsam«
Kronen Zeitung
»Der Schweizer Regisseurin gelingt es, glaubhafte Charaktere mit starken Gefühlsverwirrungen zu zeigen.«
»Als sehr homogen erweist sich das junge Sängerensemble: Corina Koller ist eine fein phrasierende Fiordiligi mit tiefer Empfindungstiefe, reinsten Koloraturen und ungefährdeten Höhen. Sofia Vinnik ist eine exzellente Dorabella mit berührendem Timbre. Ekaterina Solunya singt eine quirlige und kecke Despina.«
»Ted Black als Ferrando tritt als vielversprechender lyrischer Tenor auf, Nikita Ivasechko verfügt als sehr viriler Guglielmo über einen kernigen Bariton. Wilfried Zelinka hört man als Don Alfonso nuancenreich. Der Chor der Oper Graz singt wenig, das aber sehr homogen.«
»Der vielversprechende, junge portugiesische Dirigent führt die Musiker sicher, durchhörbar und duftig durch die Partitur.«
»Großer Jubel!«
Kurier
»Die neue ‚Così fan tutte‘ der Oper Graz, die mit der flotten, dabei punktgenauen Regie von Barbara-David Brüesch zwischen Handy-Selfies und Stretch-Limousine ebenso punkten kann wie mit den Stimmen der Protagonist*innen und dem agilen Dinis Sousa am Pult.«
Magazin Oper!
»Unterstützt wird die Regie vor allem durch die wunderbaren Projektionen im Hintergrund (Licht: Daniel Weiss, Video: Georg Lendorff) und die schlichten, aber ästhetischen Kostüme von Sabin Fleck«
»Altmeister Wilfried Zelinka gibt den Don Alfonso sonor und routiniert, Ekaterina Solunya ist eine quirlige, hellstimmige Despina«
»Die beiden Paare sind sehr gut besetzt. Vor allem Corina Koller meistert die heikle Partie der Fiordiligi ausgezeichnet, ihre runde Stimme gibt ihr nicht nur große Möglichkeiten für die intimen Momente, sondern hat auch Kraft für emotionale Ausbrüche, sowohl in den strahlenden Höhen als auch in den Tiefen.«
»Sofia Vinnik singt die Dorabella mit samtenem, auch zum Auftrumpfen fähigem Mezzo. Nikita Ivasechko hat für den Guglielmo einen kernigen, gut geführten Bariton parat, Ted Blacks höhensicherem Tenor liegt das Lyrische«
KUMA.at