Hauptmenü öffnen Kalender öffnen Suche öffnen
Nikita Ivasechko, Sébastian Monti
Jean-Philippe Rameau

Castor et Pollux

Tragédie mise en musique in fünf Akten (2. Fassung: 1754)

Libretto von Pierre-Joseph Bernard (genannt Gentil-Bernard)

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Vier Menschen, die durch die Hölle ihrer eigenen Gefühle gehen, sind das Zentrum von Jean-Philippe Rameaus Meisterwerk Castor et Pollux.
Choreographin und Regisseurin Nanine Linning, dem Grazer Publikum bereits als Regisseurin des Giulietta-Akts von Hoffmanns Erzählungen in der Spielzeit 2023/24 bekannt, lässt die der französischen Barockoper immanenten Elemente Tanz und Musiktheater erneut ineinanderfließen. Als künstlerischer Partner auf der Reise in die menschlichen Abgründe steht ihr mit Bernhard Forck ein Spezialist für Alte Musik zur Seite.

Télaïre ist Pollux versprochen, liebt aber genau wie Phébé Pollux’ Bruder Castor. Pollux wiederum liebt Télaïre ... – Der Ausgangskonflikt von Rameaus dritter Oper ist schlicht unlösbar. Zwar gibt Pollux Télaïre für den geliebten Bruder frei, dieser fällt aber kurz darauf in einem Kampf, den die eifersüchtige Phébé provoziert hat. Damit Castor und Télaïre dennoch vereint sein können, fasst Pollux den Entschluss, seinen Bruder aus der Unterwelt zurückzuholen.
Dafür aber muss er ein großes Opfer bringen und selbst in der Unterwelt verbleiben. Und Phébés Liebe zu Castor brennt nach wie vor …

Der Gang in die Unterwelt, um einen geliebten Menschen wieder ins Diesseits zurückzuholen, ist ein berühmter Topos der Weltliteratur. Wie schon in einer der ersten Opern der Musikgeschichte, Monteverdis L’Orfeo, nutzt auch Rameau diesen Topos, um ein inneres Seelengemälde seiner vier Protagonist:innen zu zeichnen. Dabei setzt er auf eine ausgefeilte und unkonventionelle Harmonik und den Einsatz differenzierter Klangfarben, womit er die französische Oper nach Lully geradezu revolutionierte.
Nach der Uraufführung 1737 unterzog der Komponist die Tragédie mise en musique einer tiefgreifenden, die Handlung straffenden Überarbeitung, die in ihrer 2. Fassung 1754 einen bahnbrechenden Erfolg feiern sollte – und sicherlich nicht zuletzt dazu beitrug, dass Camille Saint-Saëns über 100 Jahre später urteilte: »Der unsterbliche Rameau ist das größte musikalische Genie, das Frankreich je hervorgebracht hat.«

Altersempfehlung: +14


Wir möchten darauf hinweisen, dass im 2. Teil der Oper (ca. 35 min nach der Pause)

Stroboskopeffekte zum Einsatz kommen.


Vor der Premiere
Sonntag, 22. März, 11 Uhr, Studiobühne

Kostprobe
Donnerstag, 02. April, 18.30 Uhr

Nachklang
Donnerstag, 16. April, 22.15 Uhr, Café Stolz

Nachklang XXL
Freitag, 29. Mai, 22.15 Uhr, Café Stolz


»Für eilige Ohren« – die Audioeinführung der Oper Graz!
Gesprochen von: Michael Großschädl
Produziert von: Michál Zábavík

 

Radio Klassik Stephansdom
»Oper, öffne dich!« Die Sendereihe der Oper Graz auf Radio Klassik Stephansdom.
Immer am letzten Montag des Monats – auf Radio Klassik (analog auf 94,2 oder DAB+)
Marion Eigl im Gespräch mit dem Dirigenten Bernhard Forck und der Sopranistin Sieglinde Feldhofer (Castor et Pollux) sowie mit dem Regisseur Georg Schütky und der Leiterin der Theaterakademie LebensGroß Lina Hölscher (Die drei Musketiere).

  • Trailer: Castor et Pollux

    Reziprok

Vorstellungen

Fr. 29.05.2026 19:30 bis ca. 22:00 Opernhaus Hauptbühne
€ 7 bis € 83 Tickets Oper Graz Logo
So. 07.06.2026 15:00 bis ca. 17:30 Opernhaus Hauptbühne
€ 5 bis € 77 Tickets Oper Graz Logo
Zum letzten Mal Do. 25.06.2026 19:30 bis ca. 22:00 Opernhaus Hauptbühne
€ 5 bis € 77 Tickets Oper Graz Logo

»In der Regie von Nanine Linning wird der Abend zu einem poetisch-sinnlichen Gesamtkunstwerk.«

»Die Musik ist von betörender Schönheit, zudem ist der Stoff zeitlos.«

»Perfekter Mix aus Gravitas und Leichtigkeit«

»Musikalisch lässt der Abend wenig Wünsche offen.«

»Famos auch der Chor der Grazer Oper, der für einige der bewegendsten Momente des Abends sorgt.«

»Das gesangliche Glanzstück des Abends liefert Sofia Vinnik als Phébé – intensiv glasklar und tief emotional legt sie die Rolle an.«

»Kraftvoll ist Nikita Ivasechko als Pollux, Sieglinde Feldhofer legt ihre Télaïre sehr lyrisch an, Sébastian Monti ist ein solider Castor.«

»Daeho Kim, Franz Gürtelschmied, Will Frost und Ekaterina Solunya komplettieren das überzeugende Ensemble.«

Kronen Zeitung


»Für die Realisierung der Musik mit reicher Harmonik und vielen Klangfarben sowie verschwenderischen Melodien sorgen die stilsicher musizierenden Grazer Philharmoniker unter Bernhard Forck.«

»Der ausgesprochene Spezialist für Alte Musik [Bernhard Forck] hat diese, wie wohl mit modernen Instrumenten spielend zu einem Barockorchester geformt und lässt sie mit feiner Eleganz und vielfältiger Rhythmik musizieren.«

»Für die Bewältigung der zum Teil hochvirtuosen Gesangslinien sorgt ein qualitätsvolles, stilkundiges Ensemble.«

»Neben Sieglinde Feldhofer als umschwärmte Télaïre punkten ihre Gegenspielerin Sofia Vinnik als exzessive und furiose Phébé. Sébastian Monti ist ein Castor mit kleinem, aber höhensicherem Tenor, Nikita Ivasechko ein mächtiger Pollux, dessen Bariton jedoch in der Tiefe etwas knorrig wirkt.«

»Beeindruckend teils auch in mehreren, kleineren Rollen: Daeho Kim als mächtig auftrumpfender Jupiter, Fradnz Gürtelschmied, Will Frost und Ekaterina Solunya.«

»Jubelnder Beifall!«

Kurier


»Emotion und Eleganz in der Schattenwelt«

»Was heißt hier Wagnis? Rameaus Castor et Pollux zeigt in Graz in einer stilisierten Inszenierung die Reize der Barockoper.«

»Die Phébé wird durch die Mezzosopranistin Sofia Vinnik zum vokalen Glanzstück des Abends.«

»Sehr stark ist der kraftvolle Bariton Nikita Ivasechko als Pollux sowie die Télaire von Sieglinde Feldhofer: Lyrik mit Trauerrand.«

»Sébastian Monti, Daeho Kim, Franz Gürtelschmied, Will Frost, Ekaterina Solunya komplettieren ein überzeugendes Barockensemble, das der stilkundige Dirigent Bernhard Forck unter seine Fittiche genommen hat.«

»Bernhard Forck schafft es, die Grazer Philharmoniker in ein vollkommen überzeugendes Rameau-Orchester zu verwandeln: Das hat jene klangliche Eleganz und rhythmische Vielfalt, die bei dieser Musik entscheidend ist, wirkt dennoch nie überladen, sondern immer flüssig und natürlich.«

Kleine Zeitung


»Elegante Seelenqual bei Castor et Pollux in der Grazer Oper«

»Gelungene musikalische Umsetzung der abwechslungsreichen Musik«

»Die Barockoper Castor et Pollux von Jean-Philippe Rameau hat bei der Premiere am Samstag in der ästhetisch-tänzerischen Umsetzung von Nanine Linning das Publikum in der Grazer Oper begeistert.«

»Musikalisch schlugen sich die Sängerinnen und Sänger tapfer, das Orchester unter Bernhard Forck bestach durch Präzision und Elan.«

»Die Musik von Rameau ist abwechslungsreich und plastisch, die Schrecken der Unterwelt werden ebenso deutlich wie die Liebe der Brüder zueinander in einem wunderschönen Duett. Dazwischen und drumherum gibt es geschmackvolle Details und viele kleine Momente, die eine Entdeckung lohnen.«

»Grazer Philharmoniker glänzten mit Barockmusik«

»Musikalisch gelang der Abend ebenfalls: Die Grazer Philharmoniker bewiesen ihre Kompetenz in Bezug auf Barockmusik«

»Nikita Ivasechko gab einen stimmstarken Pollux, Sébastian Monti durfte als Castor zwar weniger, aber dafür innigere Passagen ausdrucksvoll singen.«

»Ein Opernabend, der abseits des Gewohnten durch Ästhetik und Geschlossenheit überzeugt.«

APA


»Diese Synthese von Oper und Ballett geht auf«

»Das gelungene Resultat gefiel dem Publikum.«

»Beeindruckend: Die Darstellungsbreite des Chores, von Johannes Köhler bestens studiert.«

»Mit der Bühnenausstattung – ergänzt mit phantastischen Videoprojektionen von Anke van Veen und Dik Mus und mit einer einprägenden Beleuchtung von Sebastian Alphons –konnte Linning strikt Rameaus Prinzip der Nachahmung der Natur umsetzen.«

»Die fantasie- und geschmackvollen Kostüme von Irina Shaposhnikova unterstützten den optischen Eindruck der Inszenierung.«

»Nikita Ivasechko zeigte als Pollux trotz seiner Jugend schon alle Eigenschaften eines Spitzen-Baritons: vokale Leichtigkeit und homogene Klangfarbe in allen Lagen, Durchschlagskraft, kerniges weiches Bariton-Timbre, ruhige und authentisch wirkende Darstellung.«

»Sébastian Monti überzeugte in der Rolle des Castor mit sicherer und agiler Deklamation, flexiblem lyrischen Timbre sowie mit sicheren Höhen mit Brustresonanz-verstärkter Kopfstimme. Mit ihm stand ein typischer Vertreter eines spezialisierten Stimmfachs für Tenöre der französischen Barockoper (Haute-Contre) auf der Bühne, mit extrem hoch – also oberhalb des herkömmlichen Tenorumfangs – liegender Tessitura.«

»Die leidgeprüft liebende Télaïre war Sieglinde Feldhofer. Ihre Markenzeichen –Intonationssicherheit, lyrische Gesangsbögen und vokale Sicherheit in allen Lagen –überzeugten auch an diesem Premierenabend.«

»Mit ihrem dunklen Mezzosopran verlieh Sofia Vinnik der Phébé eine unheimliche Präsenz. Schnelles Tempo und ein erregter Duktus der Streicher verstärkten die Wirkung ihres totalen vokalen Einsatzes zu Beginn des fünften Aktes – und ließen sie wie eine antike Furie in die Unterwelt entfliehen.«

»Franz Gürtelschmied im Finale des 2. Aktes: strahlend virtuos als Athlète, mit 12 hohen Cs und extrem hoch notierten Koloraturen. Das war dem Publikum ein Sonderapplaus wert. Seine zweite Rolle – Gott Merkur – verlangte mehr Diensteifrigkeit als Virtuosität, auch das war kein Problem.«

»Sonore junge Bass-Stimmen verliehen Jupiter (Daeho Kim) und dem Hohepriester (Will Forst) die nötige vokale Würde.«

»Insgesamt eine gelungene, moderne Produktion, die auch dem Publikum sehr gefiel.«

Die Presse