Mein Lieblingstier heißt Winter/Folge 4
Libretto von Ferdinand Schmalz nach dessen gleichnamigem Roman
In deutscher Sprache
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Der Debütroman des steirischen Ingeborg-Bachmann-Preisträgers Ferdinand Schmalz, vertont vom Kärntner Musiker und Komponisten Lukas Kranzelbinder, in der Regie des Wieners Alexander Charim und zu szenischem Leben gebracht von Sänger:innen der Oper Graz, Schauspieler:innen und Gallionsfiguren des »Neuen Wienerliedes« wie Klemens Lendl (Die Strottern) oder Wolfgang Vincenz Wizlsperger (Kollegium Kalksburg). Eine Operettenserie in fünf Teilen, deren Folgen sich mittels unterschiedlicher Aufführungsorte in die Oper »hineinfressen«: Voilà, die Operette des 21. Jahrhunderts!
In Mein Lieblingstier heißt Winter nimmt Ferdinand Schmalz seine Leser:innenschaft mit auf eine abgründige Reise quer durch die österreichische Gesellschaft, skurril, intelligent und mit großem Sprachwitz, und liefert damit eine perfekte Vorlage für eine moderne Operette. Diese, häufig als seichte Unterhaltung unterschätzt, war bis zu ihrer Beschneidung durch die nationalsozialistische Kulturpolitik ein gesellschaftskritisches, subversives Genre, welches nun in neuer Form wiederaufersteht.
Lukas Kranzelbinder, bekannt mit der von ihm gegründeten Jazzformation Shake Stew, komponiert über die Grenzen klarer stilistischer Zuordnung hinaus und verleiht der Operette ihren ganz eigenen Klang von Surf Rock und Chanson bis zum Choral. Der Regisseur Alexander Charim nimmt die skurrile Einzigartigkeit der Vorlage auf und inszeniert den Roman als konkrete Kriminalgeschichte und abstrakte Gesellschaftssatire zugleich. Die von Schmalz selbst adaptierte Fortsetzungsoperette wandert über zwei Spielzeiten in fünf Folgen durch unterschiedliche Spielorte innerhalb der Oper Graz.
In der letzten Spielzeit begann alles in der Studiobühne: Der Tiefkühlkostvertreter Franz Schlicht sollte die Leiche seines krebskranken Kunden Doktor Schauer nach dessen Suizid aus einer Tiefkühltruhe entsorgen. Am Ende stand er jedoch vor einer leeren Truhe, von Schauer keine Spur … Vom zurückgezogenen Ingenieur Huber bis in die Pathologie verfolgten Schlicht und Schauers Tochter Astrid die Spur des Verschwundenen bis in die Montagehalle der Oper Graz, in der die Vergangenheit Schlichts ihn schließlich einholte.
Wie die gemeinsamen Geschäfte Schlichts und der Reinigungsfirmenbesitzerin Sabine Teufel von damals bis ins Heute reichen, und ob der Tiefkühlkostvertreter die größeren Zusammenhänge am Ende aufdecken kann, erfährt das Publikum nun im Herzstück des Opernhauses. Die Folgen dieser Spielzeit finden nämlich auf der Bühne statt. (Mein Lieblingstier heißt Winter: Folge 4 und 5)
Trailer und vollständige Videoaufzeichnungen der Folgen 1-3:
Vorstellungen
- Musikalische Einstudierung: Lukas Kranzelbinder
- Inszenierung: Alexander Charim
- Bühne & Kostüme: Ivan Bazak
- Licht: Daniel Weiss
- Dramaturgie: Katharina John
- Franz Schlicht: Tino Hillebrand
- Ministerialrat Kerninger | Der Hund: Mathias Lodd
- Astrid Schauer | Der rotfaktorige Kanari: Raphaela Möst
- Dr. Bitter: Josephine Renelt
- Fabian | Ein Kind | Herr Bitter: Martin Fournier
- Urbanek: Felix Heuser
- Harald: Klemens Lendl
- Norbert: Wolfgang Vincenz Wizlsperger
- Klavier | Celesta: Benny Omerzell
- Resonator-Gitarre | Cigar-Box-Gitarre: Christian Neuschmid
- Akustische Gitarre | Singende Säge | Gesang: David Müller
- Violine | Gesang: Klemens Lendl
- Baritonhorn | Gesang: Wolfgang Vincenz Wizlsperger
»Mein Lieblingstier heißt Winter überzeugt auch im Finale mit Einfallsreichtum.«
»Eine Augenweide ist die umgedrehte Bühne im fünften Teil.«
»Eine Extraerwähnung verdient wieder Raphaela Möst, die ihrer fulminanten Kanarienvogel-Nummer aus dem ersten Teil diesmal einen draufsetzt.«
»Mathias Lodd macht als zwielichtiger Ministerialrat Kerninger genauso gute Figur wie als Hirsch und Hund.«
»Die Qualitäten der bisherigen Folgen – Skurrilität, Sprachwitz und musikalische Vielfalt in Reduktion – kennzeichnen auch die Folgen vier und fünf.«
»Die verworrene Handlung samt Geheimbund, Wirtschaftskriminalität und metaphysischen Einschüben lebt von starken und oft zum Brüllen komischen Momenten, deren Witz von der in alle möglichen Genres ausgreifenden Musik Kranzelbinders entscheidend mitgetragen wird.«
»Ivan Bazak als Bühnenverantwortlicher verwandelt den Grazer Opernsaal in eine surreale Landschaft, die von der Ästhetik David Lynchs nur eine Handbreit entfernt ist.«
Kleine Zeitung
»Großartiges Ensemble«
»Ein morbides Vergnügen«
»Die Vertonung von Ferdinand Schmalz‘ Roman ist auf den Punkt inszeniert.«
»Das Ensemble rund um Tino Hillebrand als Franz Schlicht, Mathias Lodd als Ministerialrat Kerninger und Raphaela Möst als Astrid Schauer zeigt Spitzenleistungen.«
»Tief verankert in Traditionen von Wienerlied und österreichischer Dramatik, ist diese Operette ein innovativer Hoffnungsschimmer für das Musiktheater – und dabei vor allem eines: irrsinnig witzig.«
Kronen Zeitung
»Eine grandiose Bühnensatire zum Totlachen!«
»So unverschämt unterhaltsam, dass man mehr will.«
KUMA