Arizona Lady
Libretto von Alfred Grünwald und Gustav Beer
In einer Bearbeitung von Kai Tietje
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Cowboys, Pferderennen und die ganz großen Gefühle! Das alles und mehr bringt die letzte, posthum uraufgeführte Operette Emmerich Kálmáns auf die Bühne der Oper Graz. In einer spannenden und gefühlvollen Inszenierung ist Kálmáns Westernoperette zum ersten Mal seit 1954 wieder in Graz zu erleben.
Sunshine Ranch, Wilder Westen: Für Lona Farrell, Ranchbesitzerin und Pferdezüchterin mit ungarischen Wurzeln, steht die Arbeit an erster Stelle. Mögliche Liebesabenteuer sieht sie dagegen eher kritisch, obwohl die Männerwelt ihr gerne zu Füßen liegen würde. Als der geheimnisvolle Cowboy Roy Dexter die vakante Stelle des übergriffigen Vorarbeiters Jim Slaughter übernimmt und das Rennpferd Arizona Lady unter seiner Pflege neue Rekorde zu brechen scheint, können Lona und Roy nur mehr schwer ihre romantischen Gefühle zueinander verbergen. Ein Happy End liegt schon in greifbarer Nähe, wären da nicht Jim Slaughter und sein neuer dubioser Chef McDumb …
Nach seinem Exil in Amerika kehrte Emmerich Kálmán 1949 nach Europa zurück. Mit im Gepäck die Erinnerungen an die USA. In Arizona Lady verarbeitete der eingefleischte Western-Fan alle Klänge, die ihn inspirierten: Walzer, Foxtrott, Csárdás und, einzigartig in dieser Operette, einen amerikanischen Square Dance. Es sollte Kálmáns letzte Operette werden, die nach seinem Tod auf Betreiben seines Sohnes Charles vollendet wurde. Für die Oper Graz setzen Regisseur Christian Thausing und Choreographin Evamaria Mayer, die hier 2020 mit großem Erfolg Anatevka auf die Bühne brachten, die singenden Cowboys und -girls in Szene. Am Pult steht Kai Tietje, der die Operette in konzertanter Form bereits 2014 als Wiederentdeckung an der Komischen Oper Berlin dirigierte und dem hiesigen Publikum von Tom Sawyer (2023/24) und Roxy und ihr Wunderteam (2024/25) bekannt ist.
Altersempfehlung: +10
Wir möchten darauf hinweisen, dass in Arizona Lady an mehreren Stellen laute Schussgeräusche zum Einsatz kommen.
Vor der Premiere
Sonntag, 01. März, 11 Uhr, Studiobühne
Kostprobe
Samstag, 07. März, 10.30 Uhr
Nachklang
Mittwoch, 25. März, 22.30 Uhr, Café Stolz
Termin mit Live-Audiodeskription und Tastparcours
Sonntag, 26. April, 15 Uhr (Tastparcours ab 13 Uhr)
Vorstellungen

- Musikalische Leitung: Kai Tietje / Stefan Birnhuber (Mär: 28, Mai: 3, 10, 30, Jun: 20)
- Inszenierung: Christian Thausing
- Bühne & Kostüme: Okarina Peter / Timo Dentler
- Choreographie: Evamaria Mayer
- Licht: Karl Wiedemann
- Video: Herwig Baumgartner
- Dramaturgie: Laura Bruckner
- Chor: Georgi Mladenov
- Lona Farrell: Frederike Haas
- Roy Dexter: Christof Messner (Mär: 28, Apr: 12, 17, 23, 26, 29, Mai: 3, 10, 30, Jun: 20) / Michael Großschädl
- Nelly Nettleton: Corina Koller
- Chester Kingsbury jun.: Ivan Oreščanin
- Harry Sullivan, Sheriff: Markus Butter
- Bill Sanders: Felix Heuser / Michael Großschädl
- Molly: Rada Kirova
- Danny: Pavel Silich
- Rex: Richard Jähnig
- Johnny: Gihwang Yoon
- Donald McDumb: János Mischuretz
- Jim Slaughter: Wolfgang Lampl
- Cavarelli: Martin Fournier
- Bentschley: Markus Murke
- Bonita: Anna Brull (Apr: 12, 17, 23, 26, Jun: 20) / Neira Muhić (Mär: 28, Apr: 29, Mai: 3, 10, 30)
- Peligreen: Falk Witzurke
- Zuni: Adrián Berthely
- Kommentator: Christian Scherler
- 1. Schiedsrichter: Hansol Choi
- 2. Schiedsrichter: Daniel Käsmann
- Lotteristin: Natascha Sachs
- Bäcker: Majkend Hasa
- Cavarellis Tänzer:innen: Ilayda Dülek / Agustina Calderón / Dominika Blažek / Christian Scherler / Daniel Käsmann / Hana Batinić
- Es tanzen: Florian Mozar / Miya Käser / Adonia Martineau / Sophia Esmeralda Vollmer / Hannes Lüttringhaus / Diego del Rey / Kirsty Clarke / Philipp Imbach
- Grazer Philharmoniker,
- Ballett Graz,
- Chor der Oper Graz,
- Statisterie der Oper Graz
»Farbenrausch in der Operetten-Prärie«
»Corina Koller, die als Nelly wunderbare Momente hat, schließt man sofort ins Herz.«
»Das Bühnenbild mit durchdachter Drehbühne und die Ausstattung gehören zu den Trümpfen dieses Abends.«
Kleine Zeitung
»Emmerich Kálmáns Operette Arizona Lady ist eine Rarität. Die Oper Graz versucht sich nun an einer bunt-schillernden Neuinterpretation.«
»In prächtigen Bildern mit glitzernden Kostümen inszeniert Christian Thausing die Operette.«
Kronen Zeitung
»Friederike Haas und Christof Messner als Lona und Roy sind ein souveränes, mit warmen Operettenstimmen ausgestattetes Hauptrollenpaar. In der zweiten Reihe dahinter müssen sich Corina Koller und Ivan Oreščanin als fahrende Händlerin Nelly und Rindfleischkonservenimperiumserbe Chester nicht verstecken. Überhaupt ist die Besetzung der Rollen sehr gelungen: Anna Brull ist die Rolle der Saloon-Nachtigall Bonita quasi auf den Leib geschrieben, János Mischuretz (McDumb) und Wolfgang Lampl als J.D. Slaughter sind ein archetypisch komisches Bösewicht-Duo.«
APA
» [ … ] insgesamt ist das Werk flott, teils herrlich überzeichnet inszeniert und mit mitreißenden Tanzeinlagen gewürzt.«
»Mit prächtiger Stimme und enormer Bühnenpräsenz ist Corina Koller als Alkoholhändlerin Nelly Nettleton zu vernehmen.«
»Weiters stechen aus dem Ensemble Ivan Oreščanin, Markus Butter und Neira Muhić heraus.«
»Die Musik wird von den Grazer Philharmonikern unter Kai Tietje stilsicher und schwungvoll aufgeführt.«
Kurier
»Dirigent Kai Tietje hat das Stück mit Fingerspitzengefühl bearbeitet und es zu einer charmanten, schwungvollen, manchmal auch melancholischen, aber nie Klamauk-artigen Operette geformt.«
»Die Handlung um die taffe Ranch-Besitzerin Lona Farrell in Geldnöten, ihrem fiesen Widersacher McDumb, den charmanten Cowboy Roy Dexter und Arizona Lady, die nach einigen Wirrungen doch das Kentucky-Derby gewinnt und die Ranch rettet, lässt einiges an Wild-West-Romantik, schwungvolle Choreografien (Evamaria Mayer), an witzigen und hitzigen Dialogen und auch an Liebesirrungen zu.«
»Die Grazer Philharmoniker setzen diese Vielfalt klangschön und präzise um, selbst bei vollem Breitband-Sound bleibt die Bühne immer hörbar.«
»Die wunderbar wandelbare, stimmungsvoll ausgeleuchtete (Karl Wiedemann) Bühne in Form von unterschiedlich großen, ineinander verschachtelten Saloon-Türen bringt unmittelbare Western-Stimmung und ist von Okarina Peter und Timo Dentler mit pfiffigen Details ausgestattet. Von den beiden stammen auch die zahlreichen detailverliebten Kostüme, die in die Zeit passen, aber dennoch auch den einen oder anderen Kick in die Moderne anklingen lassen – es gibt also viel zu sehen!«
»Erwähnt werden muss aber Corina Koller, die als selbstbewusste Marketenderin Nelly Nettleton stimmlich wir darstellerisch den Ton angibt. Ebenso Ivan Oreščanin, der den Stadtjungen Chester Kingsbury, der sich in der Prärie gar nicht wohlfühlt, mit Charme und stimmlich einwandfrei gibt. Markus Butter ist ein kantiger, präsenter Sheriff Harry Sullivan, Anna Brull eine stimmlich herausragende Barsängerin Bonita und Martin Fournier ein jahrmarktschreiend komischer Cavarelli.«
»János Mischuretz spielt den Bösewicht dämonisch und beeindruckend präsent.«
»Viel Applaus gab es am Ende dieser kurzweiligen, musikalisch bestens aufbereiteten und opulent ausgestatteten Aufführung, die jedenfalls das Zeug zum Publikums-Hit hat.«
KUMA