Modern Times
Mit Musik von Benjamin Magnin, Philip Glass, Davidson Jaconello und Hodei Iriarte Kaperotxipi
Dreiteiliger Tanzabend
»Tempo! Tempo!« – Drei sehr unterschiedliche Choreograph:innen beschäftigen sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit der hektischen Schnelllebigkeit unserer Zeit, mit dem, was uns bisweilen atemlos antreibt, immer neue Herausforderungen zu bestehen. Sie setzen dem allerdings auch die Kraft der Ruhe und Entschleunigung entgegen.
In einem seiner berühmtesten Filme – Modern Times (Moderne Zeiten) – kämpft Charlie Chaplin am Fließband einer Maschinenfabrik verzweifelt gegen die Monotonie seiner Arbeit. In einer Szene gerät er in ein überdimensional großes Räderwerk und dreht dabei immer noch brav die Schrauben fest – ein Sinnbild für die moderne Arbeitswelt und für die Macht ihrer Maschinen über den Menschen. Auch wir in unseren heutigen »modernen Zeiten« sind Getriebene. Ausruhen oder einmal die Seele baumeln zu lassen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, können viele gar nicht mehr. Jede freie Minute ist voll mit Aufgaben und Terminen: Verlangt wird immer mehr in immer kürzerer Zeit. Auch soziale Netzwerke tragen ihren Anteil dazu bei. Tanz lebt vom Tempo – aber auch von der Ruhe. Der Tanzabend Modern Times wirft einen bewegten Blick auf den Rhythmus des Lebens und seine Wechsel.
Altersempfehlung: 12+
»Für eilige Ohren« – die Audioeinführung der Oper Graz!
Gesprochen von: Michael Großschädl
Produziert von: Michál Zábavík
Vorstellungen

- Choreographie 404-Not Found: Katarzyna Kozielska
- Choreographie Drift: Anne Jung
- Choreographie The Gravity Of Iron: Giovanni Insaudo
- Co-Choreographie The Gravity Of Iron: Sandra Salietti
- Kostüme 404-Not Found: Silke Fischer
- Kostüme Drift: Elisabeth Perteneder
- Kostüme The Gravity Of Iron: Elisabeth Perteneder / Silke Fischer
- Licht: Martin Schwarz
- Sounddesign 404-Not Found: Benjamin Magnin
- Sounddesign Drift: Paul Davidson Jaconello
- Sounddesign The Gravity Of Iron: Hodei Iriarte Kaperotxipi
- Dramaturgie: Mattia Scassellati / Dirk Elwert
- 404-Not Found: Barbora Kubátová / Christoph Schaller / Fabio Agnello / Giulio Panzi / Isabel Edwards / Kirsty Clarke / Philipp Imbach / Rosa Maria Pace / Savanna Haberland
- Drift: Connor McMahon / Gionata Sargentini / Sophia Esmeralda Vollmer / Diego del Rey / Kirsty Clarke / Leonardo Germani / Mireia González-Fernández / Thibaut Lucas Nury / Yuka Eda
- The Gravity of Iron: Connor McMahon / Nimrod Poles / Gionata Sargentini / Barbora Kubátová / Christoph Schaller / Fabio Agnello / Giulio Panzi / Isabel Edwards / Leonardo Germani / Mireia González-Fernández / Rosa Maria Pace / Savanna Haberland / Thibaut Lucas Nury / Yuka Eda
»Starke Stücke zur Misere unserer Zeit«
»Dynamische Bewegungsabläufe und poetische Momente: „404–Not Found“ von Katarzyna Kozielska«
»Bestrickend schön: „Drift“, Choreografie von Anne Jung«
»Kraftvoll: Giovanni Insaudos „The Gravity of Iron”«
»Drei starke Stücke setzen mit einem fantastischen Ensemble die Spannungen unserer Zeit in Bewegungskunst um.«
»Reflexionskraft der Choreografie, die Suggestion von Ausstattung und Sound und die Leistung der Tänzerinnen und Tänzer verdienen das höchste Lob, wurden auch frenetisch akklamiert.«
Kleine Zeitung
»Einmal mehr sorgt ein Ballettabend an der Grazer Oper für Begeisterung.«
»Das Verhältnis von Mensch und Technik, ein Umfeld, in dem man mitläuft oder isoliert ist, eine Arbeitswelt, die oft überfordert, all das wird hier in mitreißende Bilder übersetzt.«
»Dafür sind nicht nur die eindrucksvollen Choreografien, sondern auch die ästhetischen Kostüme von Silke Fischer und Elisabeth Perteneder sowie die großartigen Lichtstimmungen von Martin Schwarz verantwortlich. Und natürlich die herausragenden Tänzerinnen und Tänzer, die einen sowohl solistisch als auch im Ensemble immer wieder atemlos zurücklassen.«
»Was für eine Compagnie!«
»Den Auftakt setzt Katarzyna Kozielska mit „404 – Not Found“. Sie findet selbst im gnadenlosen Takt unserer Zeit (Sounddesign: Benjamin Magnin) Räume für emotionale Ausbrüche, für Momente der Selbstbetrachtung und zwischenmenschliche Beziehungen.«
»Tempo bis hin zur absoluten Rastlosigkeit bestimmt Anne Jungs „Drift“ im Sound von Davidson Jaconello. Die Choreografin zeigt eine knallharte Welt, in der man sich ständig auf Neues einstellen muss. Permanenter Druck, ständiges schneller, höher, weiter und bis zum Anschlag gedrehte Schrauben bestimmen ihre Bewegungsabläufe – und doch schaffen es Einzelne wie Yuka Eda und Thibault Lucas Nury oder Kirsty Clarke und Leonardo Germani in spannenden Duetten aus dem Trott auszubrechen.«
»Trotz dreier choreografischer Sprachen fügt sich der Abend zum sehenswerten Ganzen, das mitreißend, aber auch beklemmend ist.«
»Große Empfehlung«
Kronen Zeitung
»Die erste Choreografie 404-Not Found von Katarzyna Kozielska mit Musik von Benjamin Magnin leitet den Abend mit einfachem Bühnenbild, dafür umso stärkeren, tänzerischen Leistung ein.«
»Insbesondere die Schönheit des Tanzes und der menschliche Zusammenhalt drängen die kalte Maschinenarbeit in den Hintergrund und sorgen für Standing Ovations in der Oper Graz.«
»Standing Ovations in der Oper Graz«
»Trotz der bedrückenden Atmosphäre schafft Modern Times auch ruhige, fröhliche und hoffnungsvolle Momente, die die Zuseherinnen und Zuseher in den Bann ziehen und bis zur letzten Minute nicht loslassen.«
KUMA
»Tänzerisch umgesetzt in Bewegungsbildern von mitreißender Überzeugungskraft und von einer Compagnie, deren Qualität stetig im Steigen ist.«
»Nicht enden wollende Standing Ovation im weitgehend ausgelasteten Opernhaus.«
tanz.at
