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Teaser Bild: »Der Rosenkavalier«
Richard Strauss

Der Rosenkavalier

Komödie für Musik in drei Aufzügen (1911)

Text von Hugo von Hofmannsthal

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Philipp M. Krenn, Regisseur von Schlaflos in der Spielzeit 2023/24, inszeniert Richard Strauss’ und Hugo von Hofmannsthals melancholischen Welterfolg, in dem die schwebenden Walzermelodien genauso historische Fiktion sind wie das zeitlose Gesellschaftsbild voller Überheblichkeit, Standesdünkel, kalkulierter Ränke und komplexer Amouren. Als Marschallin kehrt die gefeierte ungarische Sopranistin Polina Pastirchak, als Sophie das ehemalige Ensemblemitglied Tetiana Miyus an die Oper Graz zurück. An ihrer Seite: Publikumsliebling Wilfried Zelinka als Ochs von Lerchenau.

Als leichte Mozart’sche Spieloper, als heiteres Konversationsstuck geplant, steckt der Rosenkavalier voller Lebenseinsicht und Schabernack. Strauss’ beliebte
Walzer sind eine musikalische Projektion auf ein 18. Jahrhundert, in dem dieser Tanz
noch weitgehend unbekannt war. Auch die Rosenübergabe durch einen jungen Kavalier
entstammt der Fantasie eines Autors, der nach der gemeinsamen erfolgreichen Elektra
auf den Wunsch Richard Strauss’ einging, zusammen ein völlig neues Werk zu schaffen.
Ihr Briefwechsel spiegelt das intensive Ringen des feinsinnigen, hypersensiblen Hofmannsthal mit dem bodenständig bajuwarischen Strauss wider, und ihre oft leidenschaftlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten, die zu einer der produktivsten Zusammenarbeiten im Bereich des Musiktheaters führten. Die blutjunge, neureiche Sophie soll den grobschlächtigen Baron Ochs auf Lerchenau heiraten, ein Geschäft auf Gegenseitigkeit: junges Geld gegen alten Adel! Die Sache geht gründlich schief, denn der titelgebende Brautwerber – gleichzeitig jugendlicher Geliebter einer alternden Marschallin – verliebt sich in die umworbene Braut und umgekehrt. Ein Werk, dessen Aktualität in der charmant-liebevollen Darstellung der komplexen menschlichen Verbindungen besteht, und darin, die Wahrnehmung von Zeit in einer bisweilen als Endzeit empfundenen Epoche zum Thema zu machen.

Altersempfehlung: 13+


Vor der Premiere
Sonntag, 26. April, 11 Uhr, Studiobühne

Kostprobe
Donnerstag, 30. April, 18.30 Uhr

Nachklang
Sonntag, 31. Mai, 19.15 Uhr, Café Stolz

 

Literaturhaus Graz
Mittwoch, 29. April, 19 Uhr
Reihe Das philosophische Opernhaus
Konrad Paul Liessmann: »Jedes Ding hat seine Zeit«. Über Richard Strauss‘ Oper Der Rosenkavalier.
Im Anschluss Philipp Krenn (Regisseur) im Gespräch mit Katharina John (Chefdramaturgin) über die Grazer Inszenierung.

»An Richard Strauss‘ Rosenkavalier scheiden sich die Geister. Zwischen Liebe und Hass gibt es kein Drittes. Worum handelt es sich hierbei eigentlich? Um einen kaum noch nachvollziehbaren Schwank aus einer untergegangenen Epoche? Um eine queere Komödie avant la lettre? Um ein Stück über die großen Themen des Lebens wie Zeit und Vergänglichkeit? Um ein frivoles und dekadentes Spiel mit Gefühlen, am Vorabend des ersten Weltkriegs? Und waren Strauss und sein Librettist Hugo von Hofmannsthal bei der Arbeit an diesem Musikdrama noch im Vollbesitz ihrer geistigen und kreativen Kräfte oder zeigt sich ein Rückfall in den politischen und ästhetischen Konservativismus? Grund genug, mit diesem ambivalenten Werk des Musiktheaters über einige Ungereimtheiten unseres Daseins nachzudenken.« (Konrad P. Liessmann)

Konrad P. Liessmann ist Professor emeritus für Philosophie an der Universität Wien, Essayist, Literaturkritiker und Kulturpublizist. Zuletzt: Was nun? Eine Philosophie der Krise (Zsolnay 2025).

Eine Kooperationsveranstaltung des Literaturhauses Graz mit der Oper Graz und dem Förderkreis der Oper Graz.

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Vorstellungen

So. 17.05.2026 15:00 bis ca. 19:15 Opernhaus Hauptbühne
€ 7 bis € 83 Tickets Oper Graz Logo
Do. 21.05.2026 18:00 bis ca. 22:15 Opernhaus Hauptbühne
€ 7 bis € 83 Tickets Oper Graz Logo
Do. 28.05.2026 18:00 bis ca. 22:15 Opernhaus Hauptbühne
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So. 31.05.2026 15:00 bis ca. 19:15 Opernhaus Hauptbühne
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Mi. 03.06.2026 18:00 bis ca. 22:15 Opernhaus Hauptbühne
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Mi. 10.06.2026 18:00 bis ca. 22:15 Opernhaus Hauptbühne
€ 7 bis € 83 Tickets Oper Graz Logo
Sa. 13.06.2026 18:00 bis ca. 22:15 Opernhaus Hauptbühne
€ 8 bis € 89 Tickets Oper Graz Logo
Fr. 19.06.2026 17:30 bis ca. 21:45 Opernhaus Hauptbühne
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Zum letzten Mal Fr. 26.06.2026 18:00 bis ca. 22:15 Opernhaus Hauptbühne
€ 8 bis € 89 Tickets Oper Graz Logo
  • Chor der Oper Graz,
  • Statisterie der Oper Graz,
  • Singschul' der Oper Graz

»Philipp Krenn inszeniert den Rosenkavalier von Richard Strauss, er sprüht vor Ideen – und kommt dabei dem Kern näher. Auch die Sangesleistungen überzeugen.«

»Der Ochs von Wilfried Zelinka ist wunderbar als schmieriger Austro-Prolet, der zu viel, dafür unbeirrbar, auf sich hält und Frauen ein bisserl als Besitzgegenstände sieht.«

»Und so gab es denn auch am Ende der Premiere etwas Seltenes: ausschließlich Jubel fürs Regieteam.«

»Das Orchester unter Vassilis Christopoulos, das schon vor dem dritten Akt Riesenapplaus erntete, spielte oft superb, besonders die Bläser, weniger die Geigen.«

»Darstellerisch meisterlich die ergreifende, warme Marschallin, der nuancierte Ochs, die hinreißende Sophie. Auch der hin- und hergerissene, sich anstrengende Octavian fiel da kaum ab. Wie überhaupt die ganze Besetzung stimmlich überdurchschnittliches bot, ohne dabei neue Standards zu setzen.«

»Erwähnenswert in Nebenrollen: Die sonore Leitmetzerin Carina Koller, Neira Muhics wild entschlossene Annina und der in soziale Medien verliebte italienische Sänger (Iurie Ciobanu).«

Die Presse


»Begeisterung bei der Premiere von Der Rosenkavalier

»Richard Strauss‘ Der Rosenkavalier in der Grazer Oper wird dank dreier phänomenaler Sängerinnen zum Ereignis.«

»Die himmlischen Klänge im Finale des Rosenkavalier brauchen aber die richtigen Interpreten, um abzuheben, wie an diesem Grazer Premierenabend. Anna Brull, Tetiana Miyus und Polina Pastirchak sorgten mit dem Dirigenten Vassilis Christopoulos für den magischen Schluss einer Produktion, die nicht nur musikalisch spannend ausfällt.«

»Der leidenschaftliche Strauss-Anwalt Christopoulos führt die Grazer Philharmoniker zu einer Höchstleistung.«

Kleine Zeitung


»Jubelstürme für Musik und Sängerinnen.«

»Die Grazer Philharmoniker zeigen sich unter Vassilis Christopoulos einmal mehr in Höchstform.«

»[ … ] eine klangliche Sinnlichkeit, die begeistert.«

»Polina Pastirchak ist eine sanft-schwärmende   Feldmarschallin. Tetiana Miyus singt die Sophie mit silbern schillernder Klarheit und großer Intensität. Und Anna Brull setzt dem Abend stimmlich wie darstellerisch die Sahnehaube auf – sie verleiht dem Octavian jugendliche Kraft und Leidenschaft.«

»Bei der Premiere gab es viel Jubel und Standing Ovations.«

Kronen Zeitung


»Derbes Lustspiel in gelungener musikalischer Umsetzung«

» Unantastbar schön und nobel erklang die Musik unter der Stabführung von Chefdirigent Vassilis Christopoulos.«

»Großartiges Orchester und gelungenes Dirigat«

APA


» Frische, junge Stimmen und handfeste Charaktere«

» Innovation und Tradition auf Augenhöhe«

KUMA